Allianz verhandelt über Verkauf der Vermögensbank

Von Herbert Fromme, Köln Der Allianz-Konzern verhandelt nach Informationen der Financial Times Deutschland mit mehreren Interessenten über einen Verkauf der Allianz Vermögensbank, früher Augsburger Aktienbank. Ein aussichtsreicher Kandidat als Käufer sei der Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster (LVM), hieß es in Branchenkreisen. Die Allianz wollte nicht Stellung nehmen, ein LVM-Sprecher dementierte.

Der LVM, viertgrößter Autoversicherer in Deutschland, hat zusammen mit dem US-Vermögensverwalter Federated Investor außerdem ein bedeutendes Fondsgeschäft aufgebaut und will die Bank als Abwicklungsplattform nutzen. Die beiden Seiten seien sich schon sehr nahe, es gebe aber noch keinen Abschluss, hieß es. Die endgültige Entscheidung, ob die Allianz überhaupt verkauft oder die Vermögensbank mit der Advance Bank fusioniert, sei auch noch nicht getroffen.

Die Allianz hatte die Augsburger Aktienbank 1997 übernommen und 1999 umbenannt. Sie hat ein Eigenkapital von 23 Mio. Euro.

Die direkt verkaufende Bank dient der Allianz vor allem als Plattform für das Vermögensanlagegeschäft mit Privatkunden. Nach der Übernahme der Dresdner Bank gehört dem Konzern auch die Advance Bank, die Direktbank der Dresdner.

Quelle: Financial Times Deutschland


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