Babcock Borsig erwartet Ende des Rechtsstreits

Von Katrin Berkenkopf und Herbert Fromme, Köln Auch die zweite gerichtliche Verfügung des US-Aktionärs Guy Wyser-Pratte gegen den Verkauf der Werftentochter HDW durch Babcock Borsig wird ins Leere laufen, glaubt der Oberhausener Konzern. Am Montag hatte Wyser-Pratte dem Unternehmen erneut verbieten lassen, Anteile zu verkaufen. Noch hält Babcock Borsig 25 Prozent an HDW.

Am Freitag hatte die US-Finanzgesellschaft One Equity Partners die Übernahme von 75 Prozent – 25 Prozent von Babcock Borsig und weitere 50 Prozent von Preussag – vollzogen.

Bereits eine erste Verfügung gegen diesen Deal sei zu spät gekommen, sagte Justiziar Georg-Peter Kränzlin. Babcock Borsig sei aufgefordert worden, alle Handlungen in Richtung Verkauf zu unterlassen. „Es gab aber keine Handlungen mehr, der Verkauf war schon abgeschlossen.“

Laut Babcock-Vorstand Gerd Woriescheck hat der Konzern über die Zukunft der restlichen 25 Prozent noch nicht entschieden. Das überzeugte das Landgericht Duisburg nicht, es erließ trotzdem eine Verfügung gegen den Verkauf. Spätestens am 27. Juni soll es eine mündliche Verhandlung zu der Sache geben. Danach, so hofft Woriescheck, werde Ruhe auf dem juristischen Schlachtfeld einziehen. Der Verkauf der Mehrheit sei ohnehin Tatsache, selbst wenn doch noch – wie von Wyser-Pratte gefordert – eine außerordentliche Hauptversammlung über das Thema diskutieren wird.

Quelle: Financial Times Deutschland


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