Kartellamt-Verdacht gegen Assekuranz erhärtet

Von Herbert Fromme, Frankfurt Das Kartellamt sieht den Verdacht bestätigt, Versicherer hätten bei Prämienerhöhungen im industriellen Sach-und Haftpflichtgeschäft Preisabsprachen getroffen. „Ich kann sicher sagen, dass es aus unserer Sicht richtig war, Nachprüfungen zu machen“, sagte Kartellamtschef Ulf Böge laut Reuters. Wenn sich der Verdacht erhärte, werde es ein Bußgeldverfahren geben.

Im Juli hatten Mitarbeiter des Kartellamts und der Polizei die Büros von neun Versicherern und vier Niederlassungen oder Tochterunternehmen durchsucht. In den letzten zwei Jahren ist es nach jahrelangem Preisabtrieb zu massiven Erhöhungen gekommen, die durch den 11. September noch verstärkt wurden. Mancher hoch exponierte Industriekonzern hat es schwer, überhaupt Deckungen zu bekommen. In der Branche wird vermutet, dass ein deshalb frustriertes Unternehmen das Kartellamt alarmierte.

Quelle: Financial Times Deutschland


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