Integrierter Herzvertrag

Patientenversorgung

Mit einem neuartigen Vertrag will die Barmer Ersatzkasse die Behandlung von Patienten mit Herzkrankheiten verbessern. Die Vereinbarung mit dem Herzzentrum Siegburg und drei Rehabilitationskliniken regelt eine bessere Zusammenarbeit aller Beteiligten und schreibt hohe Qualitätsstandards fest. Das Herzzentrum übernimmt für Herzoperationen eine zweijährige Gewährleistung: Wird erneut eine Operation notwendig, trägt die Klinik die Kosten.

„Wir haben hier einen richtungsweisenden Vertrag, der auch alte Vergütungszöpfe abschneidet“, sagte Barmer-Vorstand Klaus Richter. Deutschlands größte Krankenkasse bezahlt für die gesamte Behandlung einschließlich der Reha eine Pauschalgebühr an die Klinik.

Die Barmer habe damit einen der ersten Verträge zur „integrierten Versorgung“ abgeschlossen, also der Zusammenarbeit verschiedener Sektoren und Einrichtungen. Ist das Siegburger Modell erfolgreich, will die Kasse es auf weitere Regionen und Krankheiten ausdehnen.

Richter schätzt, dass die Barmer auf diesem Weg langfristig Einsparungen von sieben bis zwölf Prozent realisiert. So können die Abläufe in der Klinik und die Vorbereitung der Rehakliniken beschleunigte und besser koordiniert werden. Patienten gelangen dadurch beispielsweise im Schnitt drei Tage früher in die Reha.

Ilse Schlingensiepen .

Quelle: Financial Times Deutschland


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