Zukäufe verhelfen AWD zu kräftigem Umsatzwachstum

Finanzvertrieb meldet für 2003 Gewinnanstieg um 49 Prozent

Von Herbert Fromme, Köln Der Hannoveraner Finanzvertrieb AWD hat 2003 nach vorläufigen Zahlen seine Provisionseinnahmen um 21 Prozent gesteigert. Sie erreichten 560 Mio. Euro nach 463 Mio. Euro im Vorjahr. Der Gewinn kletterte sogar noch deutlicher: das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 317 Prozent von 13 Mio. Euro auf 55 Mio. Euro. Allerdings war der Wert 2002 durch hohe Einmalaufwendungen gekennzeichnet. Bereinigt verdiente AWD damals 37 Mio. Euro. Auf dieser Basis fällt der EBIT-Anstieg mit 49 Prozent bescheidener aus.

Die Zahl der Vertreter stagnierte. Statt 4915 Mitarbeiter wie Ende 2002 verkauften Ende 2003 genau 4897 Vertreter für den AWD Versicherungspolicen, Sparpläne und Fonds.

Das hohe Wachstum beruht zum Teil auf Zukäufen. Auf vergleichbarer Basis hätten die Provisionseinnahmen um 12,5 Prozent zugelegt, teilte AWD gestern mit.

Welche Rolle dabei die 2003 besonders deutlich ausgefallenen automatischen Summenanpassungen bei Lebensversicherungsverträgen gespielt haben, konnte ein AWD-Sprecher nicht sagen. Sie führen zu Neugeschäftsprovisionen auf bestehende Verträge. In den hohen Wachstumszahlen der Lebensversicherungsbranche für 2003 spielt der Faktor eine große Rolle. „Bei uns ist das aber wohl vernachlässigbar“, sagte er. Auch die von neu ins Programm aufgenommenen Versicherern zu zahlenden Vorabprovisionen, in der Branche „Regalgelder“ genannt, seien unerheblich für den Zuwachs. „Viel von unserem Wachstum stammt aus Großbritannien und Österreich, da gibt es das gar nicht.“

Quelle: Financial Times Deutschland


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