Prämien für Managerhaftung stagnieren

Großschäden sorgen dennoch für Unruhe in der Branche

Von Herbert Fromme, Düsseldorf Nach drei Jahren mit kräftigen Erhöhungen stagnieren die Preise in der Managerhaftpflicht (D&O-Versicherung) oder gehen leicht zurück. Nur bei einzelnen Risiken werde noch saniert, sagte Jörg Bechert vom Makler Aon Jauch & Hübener.

Bei Managern sei die Furcht vor Großschäden weiterhin enorm. Daimlers Probleme mit Aktionären haben bereits 300 Mio. $ gekostet, die Lufthansa hat Ansprüche von mehreren hundert Mio. Euro an frühere Manager gestellt. D&O-Policen kosten jetzt jährlich 0,4 bis 0,8 Prozent der Deckungssumme. Vor drei Jahren waren es noch 0,2 Prozent. „Ein Börsengang in den USA kann den Preis leicht vervierfachen“, sagte Bechert. In der Spitze würden Unternehmen dann fünf Prozent bei Deckungssummen bis 250 Mio. Euro zahlen. Mehr kann die Branche offenbar nicht durchsetzen.

Die wichtigsten Versicherer seien AIG, Allianz, Chubb, Ace, Axa und die neuen Anbieter Liberty und Houston Casualty. Gerling sei wegen des schlechten Ratings kaum noch Führer von D&O-Konsortien.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv, RTF Import