Versicherungen verlangen Pause bei EU-Regulierung

Europäische Vereinigung CEA beklagt Bürokratisierung

Von Herbert Fromme, Köln Die Europäische Versicherungsvereinigung Comité Européen des Assurances (CEA) verlangt eine Atempause für die Branche, um die zahlreichen Änderungen bei Gesetzgebung, Aufsicht und Bilanzregeln zu verdauen. Allein auf EU-Ebene gebe es inzwischen 30 Ausschüsse und Kommissionen, die mit der Versicherungsaufsicht zu tun hätten, sagte CEA-Präsident Gérard de La Martinière in Brüssel. 2003 habe es 38 auf Versicherungen bezogene Initiativen der EU gegeben, verglichen mit weniger als zehn pro Jahr in den neunziger Jahren. 2004 zählte die CEA bisher 29 Vorstöße für Regeländerungen für die Assekuranz.

In der CEA haben sich 32 Versichererverbände mit 5162 Unternehmen zusammengeschlossen. Zu ihnen gehört auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

De La Martinière nannte auch die aktuellsten Marktdaten für Europa: Die Prämieneinnahmen stiegen 2003 um 0,9 Prozent auf 855 Mrd.Euro. Die Branche beschäftigte 1,045 Mio. Mitarbeitern. Das sind 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Im dritten Jahr hintereinander ging es den Schaden- und Unfallversicherern mit 5,3 Prozent Wachstum besser als den Lebensversicherern, deren Prämien um 1,9 Prozent zurückgingen.

Quelle: Financial Times Deutschland


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