LV 1871 setzt auf fondsgebundene Rürup-Rente

Lebensversicherer meldet für 2004 Rekordabsatz

Von Herbert Fromme, Berlin Mit vier verschiedenen Angeboten für Basis- oder Rürup-Renten reagiert der Münchener Lebensversicherer LV 1871 auf die neue Gesetzeslage nach dem Wegfall des Steuerprivilegs. Davon sind drei fondsgebundene Verträge, die sich je nach Ausmaß des vom Versicherten übernommenen Risikos unterscheiden. Unternehmenschef Karl Panzer setzt außerdem große Hoffnungen auf gute Absatzzahlen bei der fondsgebundenen Berufsunfähigkeitsrente sowie anderen Rententarifen.

„In der Kapitallebensversicherung werden die Steueränderungen für einen Rückgang sorgen, aber ich bin sicher, dass wir ihn mehr als auffangen können“, sagte Panzer. „Die Basisrente bietet sehr erfolgreiche Möglichkeiten für uns.“

Gedämpft werden könnten seine hohen Ziele durch die sinkende Verzinsung – für 2005 will die LV 1871 ihren Kunden nur noch 3,85 Prozent gutschreiben, verglichen mit 4,10 Prozent im Vorjahr und deutlich unter dem Branchenschnitt von 4,35 Prozent für 2005. Panzer weist auf den hohen Schlussgewinnanteil hin. „Wenn man den einrechnet, kommen unsere Kunden auf 5,3 bis 5,6 Prozent“, sagte er. Das sei überdurchschnittlich.

Die LV 1871 hat keine eigenen Vertreter, sondern verkauft über 6500 Makler und Vertriebe. 2004 sei ein Rekordjahr gewesen, sagte Panzer. Das Neugeschäft sei um 112 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro Beitragssumme gestiegen, die gebuchten Bruttobeiträge um 28 Prozent auf 403 Mio. Euro. „Damit liegen wir deutlich über dem Markt, der höchstens drei Prozent erreicht haben dürfte“, sagte Panzer.

Quelle: Financial Times Deutschland


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