Swiss Re schätzt kleinen Schaden durch Tsunamis

Rückversicherer erwartet weniger als 100 Mio. Franken

Von Herbert Fromme, Köln Die Swiss Re schätzt ihre Schadenbelastung durch die Tsunamis nach dem Seebeben vom 26. Dezember auf unter 100 Mio. Schweizer Franken. Die Belastung für die Assekuranz stehe „in scharfem Kontrast zum menschlichen und wirtschaftlichen Schaden, der durch dieses Ereignis verursacht wurde“, erklärte der zweitgrößte Rückversicherer der Welt. Das liege an der geringen Versicherungsdurchdringung in den Küstengebieten der betroffenen Länder und den niedrigen Wertekonzentrationen. Die meisten versicherten Schäden beträfen die Sachversicherung und die Versicherung gegen Betriebsunterbrechungen.

Schon vorher hatte Weltmarktführer Münchener Rück für sich eine Schadenserwartung von unter 100 Mio. Euro veröffentlicht. Hannover Rück – die Nummer vier – sprach von einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

Thailändische Versicherer erwarten zusammen Schäden von mehr als 40 Mrd. Baht (758 Mio. Euro), berichtet die „Bangkok Post“. Vor allem Lebens- und Autoversicherer müssen mit zahlreichen Ansprüchen rechnen. In Indien gaben Versicherungsgesellschaften ihre Belastung in einer ersten Schätzung dagegen mit nur rund 40 Mio. Euro an. Zu den schon angemeldeten Schäden gehört eine Ladung von 1500 Hyundai-Pkw, die im Hafen von Chennai zerschlagen wurden. Vor allem weitere versicherte Import- und Exportgüter könnten die Summe noch nach oben treiben, teilten Versicherer mit.

Die Londoner Schiffsversicherer rechnen mit geringen Schäden aus Kollisionen und Beschädigungen der Hafenanlagen durch Schiffe. Größere Umweltschäden habe es nicht gegeben.

 

Quelle: Financial Times Deutschland


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