Allianz-Tochter stöbert Konzern nach Kunden durch

Allianz Global Investors (AGI), der Asset Manager des Allianz-Konzerns, will sich bei den Schwestergesellschaften in Europa vermehrt gegen andere Anbieter durchsetzen. „Wir haben da noch eine Menge Konkurrenz aus alten Zeiten“, sagte Chefin Marna Whittington am Rande einer Pressekonferenz. Allianz-Versicherer in Italien, Frankreich und anderen Märkten verkauften oft noch Finanzprodukte anderer Firmen, weil AGI mit seinem Angebot nicht vollständig präsent sei. Das wolle das Unternehmen ändern.
In Osteuropa sucht AGI selektiv den Markteintritt. „Wahrscheinlichfangen wir in ausgewählten Märkten mit Pimco an, später folgen andere Firmen.“ Pimco ist der AGI-Spezialist für festverzinsliche Wertpapiere. Ende März 2005 verwaltete AGI 808 Mrd. Euro, davon 220 Mrd. Euro für Unternehmen der Allianz-Gruppe, den Rest für Drittkunden. In der Auseinandersetzung mit US-Behörden wegen des Vorwurfs der Falschberatung von Endkunden hat AGI im Wege eines Vergleichs 90 Mio. $ gezahlt. Als Folge wurde das US-Retailgeschäft „grundlegend umorganisiert“, sagte Whittington.
Auch Pimco hat die Herabstufung der Anleihen von Ford und General Motors durch die Rating-Agentur Standard & Poor’s getroffen. „Das betrifft aber deutlich unter einem Prozent unserer Anleihen“, sagte Pimco-Europachef Joe McDevitt. Pimco hat 470 Mrd. $ investiert. Das schlechtere Rating beziehe sich auf langfristige Probleme dieser Unternehmen, kurzfristig seien sie sehr liquide.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv