Allianz Sach dämmt Rückgang bei Verträgen ein

Preissenkung in der Autoversicherung wirkt

Von Herbert Fromme, Köln Die Allianz-Sachgruppe hat den Schwund bei der Zahl der Versicherungsverträge reduziert. Hatten die einheimischen Konzerntöchter im Schaden- und Unfallgeschäft im ersten Halbjahr 2004 noch einen Rückgang bei der Zahl der Verträge von 2,4 Prozent hinnehmen müssen, betrug der Rückgang in der ersten Jahreshälfte 2005 nur noch 0,5 Prozent auf 40,8 Millionen Policen.

Grund für die Verbesserung: Die Preissenkung in der Autoversicherung. „Die Zahl der bei uns versicherten Kraftfahrzeuge nahm wieder um 0,9 Prozent zu, nachdem ab Herbst 2004 neuer Autotarif zu mehr Neuabschlüssen geführt hat“, sagte Reiner Hagemann, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherung.

Im September 2005 geht die Allianz noch einen Schritt weiter. Sie führt eine zweite, billigere Angebotslinie in der Autoversicherung ein, außerdem den Abschluss per Internet.

Im ersten Halbjahr haben die Gesellschaften 6,3 Mrd. Euro eingenommen, 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch für das Gesamtjahr erwartet Hagemann einen leichten Rückgang. Der Schadenaufwand sank um 2,4 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Für das volle Jahr 2005 rechnet die Allianz mit Ausgaben für Schäden und Kosten in Höhe von unveränderten 88,5 Prozent der Beitragseinnahmen.

Während das Ergebnis des Versicherungsgeschäfts im ersten Halbjahr um 84 Mio. Euro auf 430 Mio. Euro zulegte, ging das übrige Ergebnis deutlich von 940 Mio. Euro auf 310 Mio. Euro zurück. Grund seien Sondereffekte im Vergleichszeitraum 2004. Das Halbjahresergebnis vor Steuern fiel von 1,29 Mrd. Euro auf 740 Mio. Euro.

Quelle: Financial Times Deutschland


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