Selbstbeteiligung soll Kosten der Kassen senken

Der renommierte Gesundheitsökonom Eckhard Knappe hat für die Einführung einer prozentualen Selbstbeteiligung der Versicherten an allen Gesundheitskosten plädiert, um Beitragssteigerungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu verhindern. Er hält einen Eigenanteil von zehn Prozent mit einer Obergrenze von 600 Euro pro Jahr für sinnvoll. In der GKV gibt es neben der Praxisgebühr in verschiedenen Bereichen Eigenbeteiligungen der Versicherten, etwa bei Medikamenten oder Krankenhausaufenthalten. Sie machen nach Schätzung von Knappe rund drei Prozent der Gesamtkosten aus. Nur wenn die Versicherten selbst spürten, wie teuer Gesundheitsleistungen seien, reagierten sie preisbewusst und wählten gezielt aus, sagte er. „Das geht nur mit einer Direktbeteiligung, nicht mit einer Gebühr.“

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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