Angriff mit offenem Ende

Scor-Chef Denis Kesslers Vorgehen hat eine gewisse Logik. Scor will rasch wachsen, Converium als Partner würde passen. Die Schweizer ihrerseits sind zu klein, um langfristig allein zu überleben.

Trotzdem ist der Beifall für die Aktion Kesslers sehr sparsam. Die Scor-Aktie ist regelrecht eingebrochen. Viele Anleger trauen dem Pariser Unternehmen die erfolgreiche Integration offenbar nicht zu. Dazu kommt der Zahlungsmodus. Scor hat nur wenig Bargeld und muss einen Großteil der Übernahme durch eigene Aktien zahlen.

Weil es Zweifel an Scor gibt, ist der Deal noch nicht in trockenen Tüchern. Ein Konkurrent könnte mehr bieten – möglicherweise eine Bermuda-Gesellschaft, die es nach Europa zieht. Möglich, aber sehr viel weniger wahrscheinlich ist ein Angebot europäischer Größen wie Swiss Re, Münchener Rück oder Hannover Rück. Herbert Fromme

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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