Deutsche Bank will mehr Aktien zurückkaufen

Die Deutsche Bank setzt den Rückkauf eigener Aktien fort und hat hierfür das sechste Programm angekündigt. „Die Rückkäufe werden systematisch sowohl über den direkten Erwerb von Aktien am Kassamarkt als auch gegebenenfalls über Derivate getätigt“, teilte Deutschlands größtes Geldhaus mit. Die erworbenen Anteile will die Bank unter anderem verwenden, um das Grundkapital herabzusetzen oder Mitarbeiter mit Aktien zu vergüten. Zieht die Bank die Aktien ein, erhöht sich die Profitabilität, selbst wenn der Gewinn in absoluten Zahlen konstant bliebe. Zugleich steigt zumindest theoretisch der Aktienkurs, wovon die Aktionäre wiederum profitieren würden. Wie auf der Hauptversammlung vergangene Woche genehmigt, kann das Kreditinstitut bis zum 31. Oktober 2008 maximal zehn Prozent des Grundkapitals erwerben. Dies entspricht rund 52,6 Millionen Aktien. Ihr erstes Aktienrückkaufprogramm hatte die Deutsche Bank im Juli 2002 aufgelegt.

Seither wurden knapp 216 Millionen Anteilsscheine erworben, von denen gut die Hälfte eingezogen wurden. Aktuell hält das Institut selbst 4,4 Prozent des Grundkapitals. Swiss Re stößt Teile von GE Life ab Der weltgrößte Rückversicherer Swiss Re will den im Dezember 2006 übernommenen britischen Lebensversicherer GE Life zum Teil weiterverkaufen. Swiss Re behält zwar die bestehenden 400 000 Policen mit 8 Mrd. £ Jahresprämie und führt sie weiter. Das Neugeschäft, inzwischen unter der Marke „Tomorrow“ separiert, soll dagegen auf die Gesellschaft „LV=“ übergehen, früher Liverpool Victoria. Dabei werden 220 Angestellte zu LV= wechseln. Tomorrow erzielte im ersten Quartal Prämieneinnahmen von 186 Mio. £. Nach Klärung aller aufsichtsrechtlichen Fragen werde das Geschäft wohl im Dezember abgewickelt, so Swiss Re. Ihre Admin-Re-Abteilung hat sich auf Kauf und Weiterführung von Lebensversicherungsbeständen spezialisiert. Beim Kauf von GE Life für 465 Mio. £ hatte Swiss Re bereits erklärt, dass die Geschäftsteile, die sich mit der Gewinnung von Neukunden beschäftigen, weiterverkauft werden sollten.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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