Zurich Financial nutzt deutsche Verträge

Gewinn steigt im ersten Quartal um 71 Prozent

Von Herbert Fromme, Köln Die Versicherungsgruppe Zurich Financial Services (ZFS) hat ihr Schweizer Lebensversicherungsgeschäft durch die Nutzung von Vertragsformen, die in Deutschland erfolgreich waren, in eine positive Richtung gedreht. Das sagte Vorstandschef James Schiro bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Umgekehrt werden Finanzangebote aus anderen Ländern in Deutschland eingeführt.

Der positive Trend in der Lebensversicherung „bestätigt den Nutzen grenzüberschreitender Zusammenarbeit und operativer Disziplin“, sagte Schiro. Zurich ist auch der erste Versicherungskonzern, der europaweit weitgehend einheitliche Autopolicen anbieten will.

Im ersten Quartal verdiente ZFS ausgezeichnet. Der Gewinn stieg um 71 Prozent auf 1,4 Mrd. $. Allerdings war das Vorjahresquartal durch 262 Mio. $ Aufwand aus Verfahren von Aufsichtsbehörden gegen ZFS belastet. In 2007 traf Wintersturm „Kyrill“ die Gruppe mit 150 Mio. $.

Die Aussagekraft von Quartalszahlen von Versicherern ist umstritten, weil die Unternehmen viel Gestaltungsspielraum haben. Allerdings zeigen die ZFS-Daten, dass die Gesellschaft die vollständige Wende nach der Krise geschafft hat. Zurzeit ist die Gruppe, die zu etwa gleichen Teilen in Europa und den USA aktiv ist, Gegenstand von Übernahmespekulationen.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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