Vor allem neuereSchiffsfonds erfolgreich

Risiko größerer Vermögensverluste nachweislich gering

Von Katrin Berkenkopf D as Analysehaus Fondsmedia hält einen prognostizierten Vermögenszuwachs für aktuelle Schiffsfonds von sechs bis sieben Prozent pro Jahr für realistisch. Eine Untersuchung der Hamburger zeigt, dass die Fonds in der Vergangenheit durchschnittlich 6,5 Prozent Zuwachs nach Steuern schafften.

Fondsmedia hat aus den Leistungsbilanzen der Emissionshäuser die Daten von 419 Schiffsfonds ausgewertet. Bei 93 Prozent der Fonds sei tatsächlich eine Vermögensmehrung eingetreten. „Die Wahrscheinlichkeit, nachhaltige Vermögensverluste zu erleiden, fiel erstaunlich gering aus“, heißt es in der Studie.

Fonds, die nach 2000 aufgelegt wurden, schnitten dabei am besten ab. Zwei Drittel von ihnen erreichten einen jährlichen Vermögenszuwachs von zehn Prozent oder mehr. Allerdings sind diese Fonds nur schwer mit den älteren Modellen zu vergleichen. Denn historisch waren Schiffsfonds jahrzehntelang Steuersparvehikel. Erst seit 1999 liegt der Fokus auf den Ausschüttungen, die für Anleger dank Tonnagesteuer so gut wie steuerfrei sind.

Über die möglicherweise unterschiedliche Ertragskraft verschiedener Schiffstypen oder -größen ließe sich bislang nur wenig sagen, so Fondsmedia. Noch immer investiere der größte Teil der Fonds in Containerschiffe. Deutsche Reeder kontrollieren die weltweit größte Flotte dieser Frachter. Bei den Fonds mit Containerschiffen sei der Vermögenszuwachs höher als im Schnitt aller Fonds und der Anteil der erfolglosen niedriger, informiert Fondsmedia. „Die bisherigen Anlegererfahrungen mit Vollcontainerschiffen sind demnach nahezu durchgängig positiv.“

Nach einer Umfrage der Krüger-Gruppe sind 2007 rund 2,7 Mrd. Euro in Schiffsbeteiligungen geflossen, mehr als 2006. Die Zahl erfasst Schiffsfonds für Privatanleger und die neuen Beteiligungsmodelle für institutionelle Investoren gleichermaßen. Drei Viertel der von der Hamburger Vertriebsgruppe befragten 49 Emissionshäuser planen für 2008 weiteres Wachstum.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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