Orkan „Emma“ belastet Versicherer kaum

Der Orkan „Emma“ wird die deutschen Versicherer nach Schätzung von Marktexperten etwa 500 Mio. Euro kosten. Der Sturm hat damit deutlich weniger Schäden verursacht als der letztjährige Wintersturm „Kyrill“, der die deutschen Versicherer mit 2,4 Mrd. Euro belastet hatte. Die Sparkassenversicherung (SV) in Stuttgart rechnet mit Zahlungen von etwa 12 Mio. Euro. Die SV versichert nach eigenen Angaben etwa 70 Prozent der Gebäude in Hessen und Baden-Württemberg. Für „Kyrill“ musste der Versicherer 91 Mio. Euro bezahlen. Auch die Westfälische Provinzial in Münster schätzt den Orkan deutlich schwächer als „Kyrill“ ein und erwartet 20 000 bis 40 000 Schadensmeldungen. „Nach Kyrill hatten wir 225 000 Einzelschäden und haben 245 Mio. Euro bezahlt“, sagte ein Sprecher. Die Versicherungskammer Bayern rechnet mit 25 000 bis 30 000 Einzelschäden. Die Rückversicherer Münchener Rück, Swiss Re, Hannover Rück, Gen Re und Scor wollten sich noch nicht zum Schadensvolumen äußern.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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