HDI-Gerling zahlt Tributfür Fusion

Lebensversicherer bricht Neugeschäft weg

Von Anja Krüger, Köln Die Talanx-Tochter HDI-Gerling Leben leidet im Neugeschäft unter den Folgen der Fusion der beiden Versicherer. HDI-Gerling verzeichnete 2007 einen Rückgang der Jahresbeiträge im Neugeschäft von 2,6 Prozent auf 361 Mio. Euro. Das Neugeschäft der zur Gruppe gehörenden Aspecta sank im Inland um 18 Prozent auf 71 Mio. Euro, während der Markt stagnierte. Verantwortlich für die Delle im Neugeschäft sei die Zusammenführung der Versicherer, sagte Vorstandschef Hans Löffler mit Verweis auf die Schließung einzelner Standorte.

Der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern Talanx/HDI hat 2005 den angeschlagenen Kölner Rivalen Gerling gekauft und die Übernahme 2007 technisch weitgehend abgeschlossen. Dazu hat der Versicherer einige Standorte geschlossen und das Leben-Geschäft weitgehend in Köln gebündelt.

Für das laufende Jahr rechnet Löffler mit einem weiteren Rückgang des Neugeschäfts. „Das Jahr 2008 wird schwierig, möglicherweise wird die Delle noch größer“, sagte er. „Wenn Mitarbeiter nicht mit umziehen, macht sich das bemerkbar.“ Von den Beschäftigten der aufgelösten Standorte in Hamburg und Wiesbaden sind nicht einmal die Hälfte nach Köln gegangen.

Insgesamt steigerte die Gruppe die Beitragseinnahmen um 3,2 Prozent auf 3 Mrd. Euro, das liegt über dem Marktwachstum von 0,7 Prozent. Die im Ausland von Aspecta erzielten Beiträge nahmen um 20 Prozent auf 350 Mio. Euro zu.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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