AIG-Luxus löst Unmut aus

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo hat den Verwaltungsrat des angeschlagenen Versicherers AIG in einem Brief aufgefordert, Boni und Spesen für Luxusausgaben zu prüfen und zurückzufordern. Sonst müsse er tätig werden, weil solche Ausgaben bei kurz vor der Insolvenz stehenden Unternehmen als Betrug geahndet würden. Cuomo monierte den im März 2008 gewährten Bonus von 5 Mio. $ plus „goldener Fallschirm“ von 15 Mio. $ für den damaligen Chef Martin Sullivan, die Zahlung hoher Boni von 34 Mio. $ an den Ex-Manager Joseph Cassano sowie Jagdausflüge und Golfpartien. Der jährliche Jagdausflug nach England für Vorstände und prominente Kunden kostete 86 000 $. Nach der Rettungsaktion im September gehört AIG zu 80 Prozent dem Staat. Das Unternehmen erklärte, es werde „in jeglicher Hinsicht“ mit Cuomo zusammenarbeiten. Herbert Fromme

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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