Internet-Foren können zur Karrierebremse werden

Was denkste?

Schüler machen Zeitung

Internet-Foren können zur Karrierebremse werden

Charlyn Weßler; Christiane Bernhardt; Anja Krüger; Lisa Hüffner

339 Wörter

1 Dezember 2008

Berliner Morgenpost

BERMP

BM-HP1

16

330

Deutsch

Copyright 2008 Ullstein GmbH . Zusatzhinweis: „Dieser Artikel darf ohne die vorherige Zustimmung des Verlages nicht weiter-verbreitet werden. Dies ist eine Einschränkung der Rechte, die Ihnen generell hinsichtlich der Factiva-Dienste eingeräumt wurden.“ Notice: „This article may not be redistributed without the prior consent of the Publisher. This is a restriction on the rights granted under the terms of your subscription for Factiva Services.“

Viele künftige Schulabgänger beginnen jetzt mit der Suche nach einer Lehrstelle. Völlig egal, in welche Richtung es gehen soll, zu jeder Bewerbung gehört auch ein Lebenslauf, in dem man die bisherigen Stationen seines Lebens darstellt. Doch dies sind meist nur die schulischen Abschnitte. Ein Lebenslauf in der Bewerbung sagt nichts über den Charakter oder das Privatleben einer Person aus.

Ganz anders sind da Online-Communitys wie zum Beispiel das zur Zeit sehr beliebte Internet-Portal „StudiVZ“. Das, wie der Name schon sagt, eigentlich ein Netzwerk für Studenten ist! Doch auch viele Nicht-Studenten sind dort angemeldet. StudiVZ verzeichnet nach eigenen Angaben mittlerweile rund zehn Millionen registrierte Mitglieder. Die Zahl der Studenten in Deutschland, der Schweiz und Österreich liegt sehr deutlich darunter!

Bei StudiVZ gibt es die Möglichkeit, ein Profil zu erstellen, auf dem man unter anderem Angaben zu seinen Hobbys, seinem Musikgeschmack und seiner politischen Richtung preisgeben kann. Durch die verschiedenen Gruppen gibt man auch weitere Ansichten und Eigenschaften zu erkennen, die sehr häufig durch entsprechende Fotos und Alben verdeutlicht werden.

Gruppen wie „Ich trinke nur an Tagen, die mit ‚g‘ enden und mittwochs“ oder „Meine Vorlesungszeiten kollidieren mit meinen Schlafenszeiten“ können ein schlechtes Licht auf den Bewerber werfen. Das Portal ist damit eine perfekte Plattform für Mitarbeiter von Personalabteilungen, um mehr Informationen über ihre Bewerber herauszufinden.

Im Gegensatz zu „Google“ hat man hier sämtliche Informationen auf einen Blick und muss nicht unzählige Seiten durchsuchen. Als Personalchef könnte man einfach ein Profil erstellen und die Seiten der Bewerber sowie deren Freunde anschauen, denn auch über die Freunde lassen sich Rückschlüsse über die Person ziehen.

Einen schlechten Eindruck kann man verhindern, indem man nur bestimmte Informationen über sich veröffentlicht.

Es wäre möglich, dass sich Personaler anhand dieser Eindrücke gegen einen Bewerber entscheiden. Es ist ratsam, dies bei der Erstellung eines Profils zu bedenken.

Charlyn Weßler, Christiane Bernhardt, Anja Krüger, Lisa Hüffner und Theresa Noack, Kl. IW 71, OSZ Lotis, Tempelhof

62344114

Dokument BERMP00020081201e4c10002a

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

Diskutieren Sie mit