Versicherer setzen G20 unter Druck

Die in der Geneva Association (GA) zusammengeschlossenen 80 großen Versicherer und Rückversicherer fordern von den G20 ein globales Aufsichtssystem. Nikolaus von Bomhard, Präsident der GA und Chef der Munich Re, sowie Generalsekretär Patrick Liedtke wandten sich am Donnerstag mit einem Brief an die Finanzminister und Notenbankchefs der G20, die sich in St. Andrews in Schottland treffen. „Es sollte ein global einheitlicheres Aufsichtsregime geben, das eine effektive Gruppenaufsicht einschließt“, schreiben die GA-Chefs. Gruppenaufsicht bedeutet, dass im Wesentlichen eine Aufsicht einen Konzern kontrolliert, und nicht zahlreiche Behörden in vielen Ländern. Gleichzeitig verlangt die GA, es dürfe keine „allzu konservativen Eigenkapitalanforderungen“ an die Branche geben, schließlich habe sie die Krise gut überstanden. Es sei angesichts der Krise notwendig, gesamtwirtschaftliche Risiken für den Finanzsektor eng zu überwachen.

Versicherer und Rückversicherer sollten in den Aufsichtsgremien adäquat vertreten sein, verlangt die GA. Herbert Fromme

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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