Munich Re rechnet mit mehr Verbriefungen

Der Rückversicherer Munich Re erwartet, dass die Zahl der Katastrophenanleihen 2010 wieder deutlich steigen wird. Das Unternehmen prognostiziert für dieses Jahr Neuemissionen mit einem Volumen von 5 Mrd. $. Ein Großteil des Geldes komme aus auslaufenden Anleihen und werde neu investiert. Munich Re rechnet darüber hinaus mit dem Zufluss von frischem Kapital in Höhe von rund 1 Mrd. $. Mit den Risikoverbriefungen können Versicherer die Deckung für Naturkatastrophen an den Kapitalmarkt weiterreichen. Der Markt für Katastrophenanleihen war nach der Lehman-Brothers-Pleite eingebrochen, hatte sich aber 2009 normalisiert. Das Volumen der neu aufgelegten Katastrophenanleihen betrug 3,5 Mrd. $. Die als Risikoprämie von den Anlegern geforderte Verzinsung reduzierte sich laut Munich Re im vergangenen Jahr wieder deutlich. Sie war Ende 2008 stark angestiegen. Das gesamte Volumen ausstehender Bonds lag Ende 2009 bei 12 Mrd. $. Ein Großteil davon entfällt auf Sturm- und Erdbebenrisiken in den USA.

Patrick Hagen

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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