Weniger Beschwerden beim Ombudsmann

Die Finanzmarktkrise hat dem Versicherungsombudsmann eher weniger als mehr Arbeit bereitet. Kunden beschwerten sich 2009 zwar über negative Effekte auf die Verzinsung in der Lebensversicherung oder den Deckungsumfang bei Rechtsschutzpolicen. Mengenmäßig hielten sich diese Eingaben aber in Grenzen. Insgesamt wandten sich 18 145 Versicherte an den Ombudsmann Günter Hirsch, 3,7 Prozent weniger als 2008. Rund ein Viertel an Beschwerden war unzulässig. Den Schwerpunkt der zulässigen Eingaben bildete mit 39,3 Prozent die Lebens- und Rentenversicherung. Einen Anstieg verzeichnete Hirsch insbesondere bei Riester- und Basisrenten – im Fokus standen hohe Verwaltungskosten und Gebühren beim Anbieterwechsel. Der Ombudsmann ist seit 2001 unabhängige Schlichtungsstelle der meisten deutschen Versicherungsgesellschaften. Seine Entscheidungen sind bis zueinem Streitwert von 5000 Euro für die Unternehmen verbindlich.Ilse Schlingensiepen

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

Diskutieren Sie mit