US-Öldesaster hilft Hannover Rück

In Australien moderate Schäden erwartet

Anne-Christin Gröger , Hannover

Hannover Rück kann sich über steigende Prämien im Energie- und im Luftfahrtgeschäft freuen. Bei den Neuverhandlungen mit Erstversicherern, die mit Endkunden Geschäfte machen, stieg das Prämienvolumen zum 1. Januar im Transport- und Energiebereich um 20 Prozent auf 152 Mio. Euro. Im Geschäft mit Luftfahrtdeckungen gingen die Prämien nach Angaben des Rückversicherers um 14 Prozent auf 216 Mio. Euro nach oben. Grund für den Anstieg sind hohe Schäden durch die Explosion der US-Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“. Sie ermöglichten es der Gesellschaft, höhere Preise durchzusetzen.

Die börsennotierte Hannover Rück gehört knapp zu 50 Prozent dem Talanx-Konzern. Insgesamt sei die -Erneuerungsrunde für das Unternehmen besser als erwartet verlaufen, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin. Das Unternehmen habe weitgehend stabile Raten und Konditionen erzielen können. Damit steht es besser da als viele Konkurrenten, glaubt Wallin. Im Branchenschnitt fielen die Preise um fünf bis zehn Prozent.

2011 will der Konzern seine Bruttoprämieneinnahmen um fünf Prozent steigern und rechnet mit 650 Mio. Euro Gewinn. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2010 gibt die Gesellschaft erst im März bekannt. Zuletzt hatte sie einen Überschuss von 700 Mio. Euro in Aussicht gestellt.

Die verheerenden Überschwemmungen in Australien könnten dem Konzern noch Schwierigkeiten bereiten. Derzeit geht das Unternehmen von einem Schaden zwischen 56 Mio. und 116 Mio. Euro für das Hochwasser in Queensland aus. Um das Unternehmensergebnis macht Wallin sich allerdings keine Sorgen. „Das ist kein Ereignis, das zu Änderungen in den Gewinnzielen führen wird.“

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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