Munich Re streicht Aktienrückkauf

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat sein geplantes Aktienrückkaufprogramm über 500 Mio. Euro wegen der hohen Belastungen durch Erdbeben und Tsunami in Japan ausgesetzt. Die Gesellschaft wollte das Programm später im Jahr 2011 beginnen und bis April 2012 abgeschlossen haben. „Das werden wir jetzt nicht tun“, sagte eine Sprecherin. Ein anderes, bereits laufendes Programm in Höhe von 1 Mrd. Euro, von dem 922 Mio. Euro bereits erreicht sind, werde aber wie geplant bis zum 20. April 2011 abgeschlossen. Der weltgrößte Rückversicherer hatte am Dienstag mitgeteilt, dass er wegen der Katastrophe in Japan mit Schäden von 1,5 Mrd. Euro rechnet und deshalb den angestrebten Jahresgewinn 2011 nicht erreichen wird. Die Katastrophenlasten aus Japan, dem Erdbeben in Neuseeland und den Fluten in Australien beliefen sich im ersten Quartal auf 2,5 Mrd. Euro. Munich Re setzt seit Jahren Aktienrückkäufe zur Kurspflege ein. Größter Aktionär ist Warren Buffett mit mehr als zehn Prozent.

Herbert Fromme

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

Diskutieren Sie mit