Schiffsfondskrise bringt Reeder unter Druck

Die Schwäche der deutschen Schiffsfondsbranche zeigt Wirkung – die Marktposition hiesiger Reeder kommt unter Druck. Laut dem Branchendienst Alphaliner kamen nur noch 18 Prozent der Aufträge, die seit 2010 für neue Containerfrachter von unabhängigen Eignern erteilt wurden, von deutschen Charterreedern. In der Vergangenheit zeichneten deutsche Eigner für rund 60 Prozent der Neubauten verantwortlich. Charterreeder vermieten die Schiffe an Linienreedereien, die dann den Waren-und Gütertransport organisieren. In der Krise ist der Markt für Schiffsfonds zusammengebrochen. Hauptgründe sind die Scheu der Anleger vor der hoch volatilen Schifffahrt und die Zurückhaltung der Banken bei Vorfinanzierungen. Erst jetzt haben erste Emissionshäuser wieder begonnen, geschlossene Fonds aufzulegen, die Containerschiffe finanzieren. Doch diese Schiffe wurden vor der Krise bestellt. Bei Neubestellungen von Containerschiffen spielen die Fonds zurzeit kaum eine Rolle. Patrick Hagen

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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