Ruf nach geringerer Überschussbeteiligung

Die Überschussbeteiligungen deutscher Lebensversicherer müssen marktweit deutlich sinken. Das sagte Norbert Heinen, Vorstandsmitglied des Finanzkonzerns Wüstenrot & Württembergische, beim Industrieversicherungssymposium in München. „Wenn man für zehnjährige Bundesanleihen wie jetzt 1,8 Prozent bekommt, kann man nicht über vier Prozent gutschreiben“, sagte Heinen. Seine Gesellschaft hatte schon 2010 die Überschussbeteiligung auf 3,5 Prozent gesenkt. Im Marktschnitt liegt sie aber noch bei mehr als vier Prozent. Die Lebensversicherer schreiben ihren Kunden jährlich eine Verzinsung auf den Sparanteil der Prämien gut, der aus der Garantie plus einer weiteren Gewinnbeteiligung besteht. Die Gutschrift für 2012 müssen sie bis Ende dieses Jahres bekannt geben. Heinen sagte, im jetzigen Umfeld müsse die Branche auch über Alternativen nachdenken, etwa befristete Garantien.

Eine andere Möglichkeit: Statt einer festen Garantie auf den Sparanteil von Lebensversicherungen könne ein Unternehmen eine relative Garantie geben, etwa 60 Prozent der Umlaufrendite der Bundesanleihen. Das sei auch für Kunden attraktiv, weil sie von Zinssteigerungen profitierten.Herbert Fromme

Quelle: Financial Times Deutschland

Dieser Beitrag ist nur für Premium-Abonnenten vom Versicherungsmonitor persönlich bestimmt. Das Weiterleiten der Inhalte – auch an Kollegen – ist nicht gestattet. Bitte bedenken Sie: Mit einer von uns nicht autorisierten Weitergabe brechen Sie nicht nur das Gesetz, sondern sehr wahrscheinlich auch Compliance-Vorschriften Ihres Unternehmens.

Diskutieren Sie mit