Aufsicht schließt erneut marode Krankenkasse

Die zweite Schließung einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland ist besiegelt. Das Bundesversicherungsamt verfügte gestern das Aus für die BKK für Heilberufe zum Ende des Jahres. Die 80 000 Mitglieder der finanziell angeschlagenen Betriebskrankenkasse müssen sich jetzt möglichst schnell eine andere Kasse suchen. Die 1996 gegründete BKK für Heilberufe kämpft seit Langem mit finanziellen Schwierigkeiten. Die Kasse musste einen Zusatzbeitrag erheben, als Folge sank die Zahl der Versicherten von 240 000 im Jahr 2009 auf aktuell 113 000. Das Ende der Berliner City BKK im Mai hatte ein schlechtes Licht auf die gesetzlichen Kassen geworfen. Rechtswidrig hatten einige die Aufnahme wechselwilliger Mitglieder, insbesondere Rentner und chronisch Kranker, verweigert. „Ein Debakel, wie wir es in Berlin erlebt haben, wird es nicht mehr geben“, versicherte der Geschäftsführer des BKK-Bundesverbands, Heinz Kaltenbach. Ilse Schlingensiepen

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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