S&P senkt Daumen über Assekuranz

Ratingagentur stuft viele Versicherer in Europa herab

Herbert Fromme , Köln

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat zahlreiche europäische Versicherer herabgestuft, darunter Generali, Unipol, Cattolica und die Allianz-Tochter in Italien sowie Mapfre in Spanien. Für die Konzerne Allianz, Aviva, Axa und CNP prüft S&P noch die Ratings. Entscheidungen will die Agentur binnen vier Wochen fällen.

Mit dem Schritt reagieren die Analysten einerseits auf die Herabstufung von neun Ländern der Euro-Zone, andererseits auf ihre negative Gesamtbewertung der Branche in der EU. S&P sorgt sich um die hohen Bestände an Staatsanleihen und Bankpapieren.

Der Verlust des guten Ratings hat äußerst negative Folgen für Versicherer. Die höheren Zinsen für Fremdkapital können sie leichter verkraften als die Signalwirkung auf wichtige Kunden. Für die Industrie ist das Rating bei langfristigen Haftpflichtverträgen von großer Bedeutung. Viele Großkunden schließen keine Deckung mit Gesellschaften ab, die schlechter als „A“ bewertet sind.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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