Hannover Rück genießt Ruhe bei Großschäden

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat im ersten Quartal 2012 261 Mio. Euro verdient, fünfmal so viel wie die 52 Mio. Euro im Vorjahr. 2011 war von schweren Katastrophen gekennzeichnet, vor allem von den Erdbeben in Japan und Neuseeland. 2012 sind derartige Naturereignisse bislang ausgeblieben. Der Umsatz stieg um 11,7 Prozent auf 3,51 Mrd. Euro. Preiserhöhungen in schadengeplagten Ländern halfen dabei. Eine Prognose für das volle Jahr will das Unternehmen nicht abgeben, da Mehrheitsbesitzer Talanx möglicherweise schon im Juni an die Börse strebt. Da können Aussagen über die künftige Entwicklung problematisch sein. Zufrieden zeigte sich die Gesellschaft mit dem Kapitalanlageergebnis von 357 Mio. Euro, das einer Jahresdurchschnittsrendite von fünf Prozent entspricht. Entspannung gibt es bei den Lebensversicherungsrisiken.

In den USA hatte es in den vergangenen Jahren eine hohe Suizidquote bei gut verdienenden Amerikanern gegeben, die durch die Finanzkrise gebeutelt waren. Diese war im ersten Quartal 2012 wieder rückläufig.Herbert Fromme

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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