MLP verdient weniger mit Krankenpolicen

Schon vor Inkrafttreten der Provisionsdeckelung in der privaten Krankenversicherung verzeichnet der Wieslocher Finanzvertrieb MLP herbe Umsatzrückgänge in diesem Geschäftsfeld. Die Provisionseinnahmen für private Krankenpolicen sind im ersten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 32 Prozent auf 19,1 Mio. Euro gesunken. Insgesamt gingen die Provisionseinnahmen um acht Prozent auf 108,9 Mio. Euro zurück. MLP vermittelt für andere Verträge und lebt von den Provisionen. Seit dem 1. April dürfen die Versicherer Vermittlern von privaten Krankenversicherungen nicht mehr als neun Monatsbeiträge an Provisionen zahlen. Versicherer hatten auf die gesetzliche Regelung gedrungen, weil einzelne Gesellschaften vor allem an Vertriebsorganisationen bis zu 18 Monatsbeiträge gezahlt hatten, um anderen Bestandskunden abzujagen. Dank seines strikten Sparkurses verdoppelte MLP den Gewinn von 4,6 Mio. Euro in den ersten drei Monaten 2011 auf jetzt 9,4 Mio. Euro.Anja Krüger

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

Diskutieren Sie mit