Versicherungsmonitor-Update: Die Corona-Krise

 Schwerpunkt  Hier finden Sie die Versicherungsmonitor-Artikel über die weltweite Verbreitung des Corona-Virus und die Auswirkungen auf Versicherer im In- und Ausland. Die neuesten Berichte aus dem Versicherungsmonitor: Das Oberlandesgericht Schleswig hat die Klage eines Gastronomen abgewiesen, der bei seinem Versicherer Ansprüche aus der Betriebsschließungsversicherung geltend machen wollte (12. Mai). Arag verdiente im vergangenen Jahr deutlich mehr als erwartet, Grund war vor allem eine verstärkte Nachfrage nach Rechtsschutzpolicen in der Pandemie (12. Mai). Die DEVK startet am Freitag in Köln eine Impfaktion für ihre Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit einem Hausarzt (11. Mai).

Aktuelle Informationen zur Corona-Krise finden Sie hier

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Hier finden Sie alle Artikel mit Versicherungsbezug. Allgemeine Nachrichten zum Corona-Virus finden Sie bei der Süddeutschen Zeitung.

BSV: OLG Schleswig urteilt zugunsten des Versicherers (12. Mai 2021)

Das Oberlandesgericht (OLG) Schleswig hat die Klage eines Gastronomen abgewiesen, der bei seinem Versicherer Ansprüche aus der Betriebsschließungsversicherung (BSV) geltend machen wollte (Az. 20 W 21/20). Zuvor hatte bereits das Landgericht Lübeck die Klage des Mannes abgewiesen, der daraufhin Berufung einlegte. Oberlandesgerichtsurteile im BSV-Streit sind noch selten. Das OLG Stuttgart hatte im Februar dieses Jahres die Klage eines Gastronomen abgewiesen, ebenso das OLG in Hamm im Juli 2020. mehr

 

Arag profitiert von Corona-Pandemie (12. Mai 2021)

Viele Menschen suchen in der Corona-Pandemie nach rechtlicher Beratung, vor allem im Bereich Arbeitsrecht. Das nützt dem Düsseldorfer Rechtsschutzversicherer Arag: Er verdiente im vergangenen Jahr deutlich mehr als noch im Dezember 2020 bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen angenommen. Grund war vor allem eine stärkere Nachfrage nach Rechtsschutzpolicen. Nichtsdestotrotz brach der Gewinn im Corona-Jahr 2020 ein. In der Krankenversicherung konnte Arag wachsen. Vorstandschef Renko Dirksen verspricht sich viel von der Reform des Rechtsdienstleistungsgesetzes. Er hofft auf wachsende Geschäftsmöglichkeiten in Kooperation mit sogenannten Legal Techs. mehr

 

DEVK macht Tempo beim Impfen (11. Mai 2021)

Die DEVK will nicht warten, bis die Betriebsärzte in die Corona-Impfungen einsteigen dürfen. Um zumindest einem Teil der Belegschaft schon früher ein Impfangebot machen zu können, arbeitet der Kölner Versicherer mit einem Hausarzt zusammen. Er will am Freitag 330 Mitarbeiter mit dem Impfstoff von AstraZeneca immunisieren – darunter auch Vorstandschef Gottfried Rüßmann. Die für Versicherer ungewöhnliche Impfaktion stößt bei der Belegschaft auf sehr gute Resonanz. Die DEVK schließt nicht aus, in absehbarer Zeit eine weitere folgen zu lassen. mehr

 

Corona: Kaum Auswirkungen für Braunschweiger (7. Mai 2021)

Der Sachversicherer der Öffentlichen Braunschweig musste vergangenes Jahr deutlich weniger für Kfz-Schäden bezahlen. Da die Deutschen pandemiebedingt weniger Auto fuhren, sanken die Schäden um 20 Prozent. Allerdings machten der Sturm „Sabine“ und die Betriebsunterbrechungsversicherung diese Effekte wieder zunichte. Auch auf Konzernebene hatte die Corona-Pandemie kaum Auswirkungen. Das Nachsteuerergebnis lag mit 24,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. mehr

 

Sachversicherer als Corona-Gewinner (7. Mai 2021)

Die Corona-Pandemie hat zwar zu unerwartet hohen Schäden bei Veranstaltungsausfall- und Betriebsschließungspolicen geführt, doch in Summe haben die deutschen Schaden- und Unfallversicherer von der Krise profitiert. Davon zeigt sich die Ratingagentur A.M. Best überzeugt. Grund ist die stark gesunkene Schadenfrequenz in der Kfz-Versicherung. Sie hat die negativen Auswirkungen der Pandemie überkompensiert. Der positive Effekt wird sich auch in diesem Jahr noch fortsetzen, glaubt die Ratingagentur. Weniger optimistisch sind die Analysten allerdings bei der Lebensversicherung. mehr

 

S&P-Rennliste: Wie sich die Versicherer berappeln (6. Mai 2021)

Die Versicherer im Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika erholen sich gut vom Krisenjahr 2020 – es gibt jedoch regional deutliche Unterschiede. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). Die Analysten erläutern, wo jetzt die größten Risiken für Versicherer lauern. Außerdem zeigt ein Blick auf die Rennliste, welche der von S&P bewerteten deutschen Versicherer besonders gut dastehen. mehr

 

Talanx selbstbewusster (6. Mai 2021)

Der Hannoveraner Versicherer Talanx konkretisiert sein Gewinnziel 2021. Nach guten Zahlen im ersten Quartal verortet sich der Konzern jetzt am oberen Ende der ausgegebenen Gewinnspanne. Das Ergebnis der ersten drei Monaten fiel mit 277 Mio. Euro um 25 Prozent besser aus als im Vorjahr. Alle Sparten trugen zum Gewinn bei, die Lasten durch Corona gingen deutlich zurück. Die Beitragseinnahmen stiegen um 9 Prozent auf 13,6 Mrd. Euro. mehr

 

Coface: Langwierige Bereinigung statt Insolvenzwelle (6. Mai 2021)

Der Kreditversicherer Coface erwartet keine Insolvenzwelle mehr durch die Corona-Pandemie und damit verbundene Maßnahmen. Das ist vor allem den staatlichen Hilfsmaßnahmen zu verdanken. Stattdessen geht das Unternehmen von einem langjährigen Bereinigungsprozess aus, sagte Jochen Böhm, Regional Risk Underwriting Director für Nordeuropa, bei einer Veranstaltung des Kreditversicherers. Nichtsdestotrotz könnten in Deutschland in den kommenden Monaten mehrere tausend Insolvenzen angemeldet werden, hat Coface errechnet. mehr

 

Bäte verteidigt Betriebsschließungspolitik (5. Mai 2021)

Allianz-Chef Oliver Bäte hat auf der digitalen Hauptversammlung des Unternehmens am 5. Mai 2021 die Politik des Versicherers verteidigt, Gastronomen und Hoteliers Zahlungen aus Betriebsschließungspolicen zu verweigern. Bei Anspruchstellern aus dem Gesundheitswesen leistet das Unternehmen dagegen. Bäte warf der Presse vor, einseitig über das Thema berichtet zu haben. Das ändere sich aber gerade. Bäte erklärte, dass die Allianz auch Betriebshaftpflichtdeckungen anbiete, die das Impfrisiko durch Werksärzte mit abdecken. mehr

 

Hannover Rück trotz Corona auf Kurs (5. Mai 2021)

Die Hannover Rück musste im Auftaktquartal weitere Belastungen durch Corona in der Lebensrückversicherung in Höhe von 151 Mio. Euro hinnehmen. Das lag über den eigenen Erwartungen, sagte Finanzchef Clemens Jungsthöfel. Gleichwohl konnte der Rückversicherer seinen Gewinn leicht steigern und sieht sich auf Kurs, um sein Gewinnziel für 2021 von über 1,15 Mrd. Euro zu erreichen. Bei den Beitragseinnahmen konnte die Talanx-Tochter kräftig zulegen. mehr

 

BaFin nimmt Nachhaltigkeit von der Liste (5. Mai 2021)

Die Finanzaufsicht BaFin will in diesem Jahr verstärkt die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Versicherer und Finanzmärkte im Blick behalten. Das kündigte die Behörde in ihrer zum zweiten Mal in Folge veröffentlichten Broschüre „Aufsichtsschwerpunkte 2021“ an. Die Pandemie hat außerdem die Digitalisierung in der Branche vorangetrieben. Dadurch entstehen neue IT- und Cybergefahren, die die BaFin genauer unter die Lupe nehmen will. Cyberversicherer müssen sich auf eine Reihe Fragen zur Ertragssituation in der Sparte einstellen. Das Thema Nachhaltigkeit taucht nicht mehr auf. mehr

 

PSV meldet deutlich schlechteren Schadenverlauf (4. Mai 2021)

Die Zahl der Sicherungsfälle und insbesondere das Schadenvolumen durch Unternehmenspleiten sind beim Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Die Zahl der Fälle, in denen der PSV die betriebliche Altersversorgung für Mitarbeiter neu übernehmen muss, stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 503, das Schadenvolumen sogar um 34 Prozent auf 1,59 Mrd. Euro. Das liege besonders an der Zahl der Großschäden. mehr

 

Element wächst – der Verlust auch (3. Mai 2021)

Der Berliner White Label-Digitalversicherer Element ist im Corona-Jahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Unter der Pandemie litt vor allem die Vertriebsseite, die aufgrund von Schließungen und Kontaktbeschränkungen teilweise vollständig lahmgelegt wurde. Der Sommer brachte die Wende: Nach einem misslichen Start ins Jahr konnte der von Finleap gegründete Versicherer dank neuer Produkte und Vertriebspartner die Beiträge bis zum Jahresende um 2,5 Mio. Euro auf 6,8 Mio. Euro steigern. mehr

 

Delvag ringt mit Corona-Krise (30. April 2021)

Der firmeneigene Versicherer der Lufthansa-Gruppe Delvag hatte im vergangenen Jahr mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Luftverkehr zu kämpfen. Die Prämieneinnahmen gingen deutlich zurück. Das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit konnte sich dennoch sehen lassen und lag nur leicht unter dem von 2019. Delvag ist in der Luftfahrtversicherung für die Muttergesellschaft, aber auch für andere Fluglinien tätig. Daneben ist das Unternehmen in der Transportversicherung aktiv. mehr

 

Swiss Re überrascht mit guten Zahlen (30. April 2021)

Nachdem der Rückversicherer Swiss Re im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie tief in die roten Zahlen gerutscht war, konnte er im ersten Quartal 2021 wieder mit einem überraschend hohen Gewinn aufwarten. Der Konzern verdiente dank einem guten Ergebnis in der Schaden- und Unfallrückversicherung unter dem Strich 333 Mio. Dollar, nach einem Minus von 225 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Covid-19-Schäden mussten die Schweizer vor allem in der Lebensrückversicherung verbuchen. mehr

 

Wochenspot: Impfen und Daten sammeln (29. April 2021)

Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Katrin Berkenkopf und Herbert Fromme über die Impfkampagne und die Rolle der Versicherer sowie über den Druck, den Tesla auf die Autoversicherer ausübt. mehr

 

 

Cyber: Mehr Eigenschäden durch Homeoffice (29. April 2021)

Die pandemiebedingte Umstellung auf Homeoffice und angestoßene Digitalisierungsprojekte haben im vergangenen Jahr für mehr Schäden in der Cyberversicherung gesorgt. Immer öfter kommt es dabei zu internen Vorfällen – etwa durch einen Mitarbeiterfehler ausgelöst. „Da spielt sich im Moment sehr stark das Schadengeschehen ab“, sagte Fachanwältin Gunbritt Kammerer-Galahn von der Kanzlei Taylor Wessing bei einer Veranstaltung. Um Versicherungsschutz zu erhalten, müssen sich Unternehmen heutzutage mächtig ins Zeug legen. mehr

 

Markenwert: Allianz ist nicht mehr die Nummer Zwei (28. April 2021)

Die Corona-Pandemie hat für Verschiebungen im Ranking der wertvollsten Versicherer der Welt gesorgt. Das zeigt ein aktueller Bericht des Beraters Brand Finance. Zwar belegt der chinesische Versicherungsgigant Ping An trotz heftiger Einbußen auch in diesem Jahr wieder den ersten Platz, doch danach folgt nicht – wie in den vergangenen Jahren – die Allianz, sondern ein weiterer chinesischer Versicherer. Insgesamt stammen fünf der zehn wertvollsten Versicherungsmarken aus China. mehr

 

Corona und Winterstürme belasten Scor (28. April 2021)

Anders als Konkurrent Munich Re, der seinen Gewinn im ersten Quartal verdreifachen konnte, stehen bei dem französischen Rückversicherer Scor nach den ersten drei Monaten des Jahres mehr als 72 Prozent weniger unter dem Strich. Der Konzern fuhr ein Nettoergebnis von 45 Mio. Euro ein – nach 162 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Corona-Pandemie belastet Scor in der Lebensrückversicherung, in der Schaden- und Unfallsparte schlug der US-Wintersturm „Uri“ ins Kontor. Dass sich ein Polarwirbel und eine Pandemie gleichzeitig in einem Quartal ereignen, ist extrem unwahrscheinlich, aber verkraftbar, meint Scor-Chef Denis Kessler. mehr

 

Wird Corona zum Telematik-Turbo? (28. April 2021)

 Meinung am Mittwoch  Corona hat uns und die Welt, in der wir leben, vor große Herausforderungen gestellt, aber auch Transformations- und Digitalisierungsprozesse beschleunigt. Wird digital das neue Normal? Und werden die Menschen in ihren Einstellungen und Verhaltensweisen auch weiterhin so aufgeschlossen gegenüber Innovationen bleiben, wenn die Pandemie vorüber ist? Falls ja, könnte dies das Wachstum des Telematik-Markts beschleunigen. Davon würden Versicherer wie auch Kunden profitieren. mehr

 

Hannoveraner Versicherer planen Impf-Aktion (27. April 2021)

Die Versicherungsunternehmen in Hannover planen ein gemeinsames Impfangebot für die mehr als 12.000 Beschäftigten des Standortes. Die Initiative hat der Talanx-Konzern gestartet, die Impfungen sollen in einem Gebäude des HDI stattfinden. Ein Dienstleister soll bei Logistik und Personal unterstützen. Neben den Talanx-Unternehmen sind sechs weitere Versicherer und eine Krankenkasse dabei. mehr

 

Vier Szenarien für den Staat in der Pandemie (23. April 2021)

In einem neuen Bericht fordert die internationale Versicherungsvereinigung Geneva Association neue staatlich getragene Strategien zur Absicherung von Pandemie-Risiken. Regierungen müssten mehr Verantwortung übernehmen und sich als Versicherer der letzten Instanz positionieren. Der Branchenverband beschreibt vier Instrumente, die Versicherer im Falle einer weiteren Pandemie entlasten könnten. Bei allen Optionen bleibt die zentrale Frage, ob die Deckung verpflichtend oder freiwillig sein soll. mehr

 

Fitch sieht Lebensversicherer im Umbruch (23. April 2021)

Volatile Märkte, niedrige Zinsen, hohe Garantien – die Pandemie hat die Probleme der europäischen Lebensversicherer verschärft. Dennoch können die Gesellschaften der Krise auch etwas Positives abgewinnen, findet die Ratingagentur Fitch. Die Versicherer hätten ihre digitale Transformation im vergangenen Jahr erheblich beschleunigt, indem sie beispielsweise neue Vertriebswege errichtet haben. Die Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Lebensversicherer tun gut daran, auf kapitalschonendere Produkte umzusatteln, betonen die Analysten. mehr

 

Corona lässt Lebensrückversicherer kalt (20. April 2021)

Die Covid-19-Pandemie hat 2020 zwar Spuren in den Bilanzen der großen Lebensrückversicherer hinterlassen. Vor allem in den USA, wo viele betagte Kunden aus steuerlichen Gründen Lebenspolicen mit Todesfallschutz abgeschlossen haben, schlug die Krise den Anbietern ins Kontor. Mittel- bis langfristig werden die Auswirkungen aber sehr begrenzt bleiben, glaubt die Ratingagentur Fitch. Dafür werden nicht zuletzt die weltweit laufenden Impfkampagnen sorgen. mehr

 

Hanse Merkur wächst trotz Corona-Einbrüchen (20. April 2021)

Die Hanse Merkur musste im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie herbe Einschläge in der Reiseversicherung hinnehmen. Die Beiträge gingen um 33,3 Prozent auf rund 160 Mio. Euro zurück. Dass der Versicherer dennoch unter dem Strich eine positive Bilanz ziehen kann, hat er der guten Entwicklung in der privaten Krankenversicherung und der Lebensversicherung zu verdanken. Auch mit dem Kapitalanlageergebnis ist das Unternehmen zufrieden. Es erreichte im Corona-Jahr einen neuen Höchstwert. mehr

 

Lohmann: Die Kosten sind beim HDI ein Thema (20. April 2021)

Christopher Lohmann leitet seit vergangenem Jahr als Vorstand das Privat- und Firmenkundengeschäft Deutschland der Talanx. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht er über die Strategiefindung im Lockdown, die Rolle des Umgangs mit Betriebsschließungen für das Geschäftswachstum und die starke Positionierung von HDI im Geschäft mit Bankpartnern. Außerdem erklärt er, warum er gegen den geplanten Provisionsdeckel für von Banken vertriebenen Restschuldversicherungen ist. mehr

 

Lieferketten-Schutzschirm läuft aus (19. April 2021)

Bund und Warenkreditversicherer haben sich geeinigt: Der im Zuge der Corona-Krise gespannte Schutzschirm für Lieferketten soll planmäßig am 30. Juni 2021 auslaufen. Eine erneute Verlängerung ist wegen der aktuellen Markt- und Datenlage nicht notwendig, finden der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium. Trotzdem wollen die Vertragspartner im Austausch bleiben. mehr

 

Steigende Haftungsrisiken für IT-Dienstleister (19. April 2021)

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung und die Nutzung des Homeoffice gefördert. Das hat zwar positive Effekte für das Klima, verstärkt zugleich jedoch die Haftungsrisiken für IT-Dienstleister, weil die Unternehmen jetzt noch stärker von ihnen abhängig sind. Deswegen werden Deckungskonzepte für IT-Dienstleister noch wichtiger. Die Versicherer müssen indes bei der Entwicklung und Zeichnung dieser Konzepte im Blick behalten, inwieweit originäre unternehmerische Risiken, sogenannte Erfüllungsschäden, versichert werden können. mehr

 

VPV: Leben-Neugeschäft sinkt (16. April 2021)

Im Corona-Jahr 2020 ist das Neugeschäft der VPV in der Lebensversicherung um fast zwölf Prozent auf rund 80 Mio. Euro geschrumpft. Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht des Stuttgarter Versicherers hervor. Die VPV liegt damit deutlich über dem branchenweiten Rückgang von 1,5 Prozent – und das, obwohl sich der Versicherer noch im Vorjahr über ein Plus von 24,5 Prozent im Neugeschäft gefreut hatte. Das Unternehmen führt die negative Entwicklung vor allem auf die ausgefallenen und aufgeschobenen Kundengespräche zurück. mehr

 

Kielholz: Großschäden als Daseinsberechtigung (16. April 2021)

Die Corona-Krise hat den Rückversicherern hohe Schäden beschert, allen voran der Swiss Re. Für Walter Kielholz, den scheidenden Verwaltungsratspräsidenten des Schweizer Konzerns, ist das aber kein Grund zur Beunruhigung. Wenn es solche Großschäden nicht gäbe, würde niemand mehr Rückversicherungen kaufen, sagte er bei seinem letzten offiziellen Auftritt anlässlich der Hauptversammlung der Swiss Re. Auf Dauer will der Rückversicherer Pandemiebelastungen aber nicht allein stemmen – und wirbt für eine staatliche Lösung. In der Schweiz scheint die aber in weite Ferne gerückt zu sein. mehr

 

Verpasste Chancen (16. April 2021)

Herbert Fromme

 Herbert Frommes Kolumne  Jeder Versicherer, der auf sich hält, sieht sich lieber als Lebensbegleiter denn als Schadenszahler für seine Privatkunden. Da wäre die Pandemie eigentlich eine hervorragende Chance gewesen, die Versicherten unmittelbar zu unterstützen. Aber nur die wenigsten Versicherer haben das gemacht. Stattdessen versuchen sie, die Ansprüche der Kunden möglichst klein zu halten. Das ist keine gute Taktik. mehr

 

Begutachtungen aus der Ferne kommen gut an (15. April 2021)

Pflegebedürftige sind mit der telefonischen und digitalen Begutachtung genauso zufrieden wie mit dem Hausbesuch durch Ärzte oder Pflegekräfte. Das zeigt die Erfahrung von Medicproof, dem medizinischen Dienst der privaten Krankenversicherer (PKV). Die Corona-bedingten Veränderungen im Begutachtungsverfahren haben aus Sicht der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen offenbar keinen negativen Einfluss auf die Qualität. Langfristig setzt Medicproof auf einen Mix aus digitaler Begutachtung und persönlichem Besuch. mehr

 

Guter Schnitt mit Fondspolicen (14. April 2021)

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa will das Preis-Leistungs-Verhältnis von fondsgebundenen Policen stärker unter die Lupe nehmen. Nachdem die Behörde am Dienstag eine Konsultation zu dem Thema gestartet hatte, legt sie jetzt mit einer Untersuchung zu den Kosten und Renditen von Versicherungsanlageprodukten nach. In Vor-Pandemie-Zeiten haben sich demnach fondsgebundene Verträge trotz hoher Kosten gut geschlagen. Wie die Bilanz nach der Corona-Krise ausfallen wird, ist allerdings noch ungewiss. mehr

 

Aon will Corona-Impfstoff schützen (14. April 2021)

Der Makler Aon hat eine Kooperation begonnen, um mit Sensordaten und Analytik den Transport für Corona-Impfstoffe abzusichern. Das soll unter anderem ein effektiveres Risikomanagement bieten und im Schadenfall unterstützen, teilte Aon mit. Der Transportversicherungsschutz deckt auch Impfdosen ab, die während des Transports oder der Lagerung nicht ausreichend gekühlt wurden. Die Temperatur-Meldung in Echtzeit soll den Schaden begrenzen. mehr

 

HUK-Coburg zahlt 225 Mio. Euro zurück (13. April 2021)

Die HUK-Coburg zahlt ihren Mitgliedern und Kunden wegen des 2020 Corona-bedingt gesunkenen Schadenaufwands 185 Mio. Euro zurück – zwischen 2,5 Prozent und 20 Prozent des Beitrags. Dazu kommen 40 Mio. Euro an Rückzahlungen wegen geringerer Fahrleistungen. Das kündigte Konzernchef Klaus-Jürgen Heitmann an. Damit setzt der Marktführer in der Kfz-Versicherung die Konkurrenz heftig unter Druck. Die Gruppe spürt deutliches Wachstum im Online-Vertrieb. Nicht so toll steht der Lebensversicherer da, die Solvenzquote ist schlecht. mehr

 

Trotz Corona mehr Rückversicherungskapital (12. April 2021)

Das weltweite Rückversicherungskapital hat sich trotz Pandemie sehr robust entwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt Willis Re in einer aktuellen Analyse. Dank einer Erholung der Investmentmärkte und Kapitalerhöhungen der Anbieter sei es im vergangenen Jahr sogar um sieben Prozent gestiegen. Der Rückversicherungsmakler sieht zudem Verbesserungen bei der Underwriting-Profitabilität. Allerdings mussten die Rückversicherer 2020 bei der Eigenkapitalrendite Federn lassen. Die Ratingagentur Fitch erwartet hier allerdings eine Erholung im laufenden Jahr. mehr

 

Corona-Schulden treiben Ungleichheit (12. April 2021)

Der Industrieversicherungsmakler Marsh beobachtet einen besonders starken Anstieg des wirtschaftlichen Risikos von Staaten weltweit. Hintergrund sind höhere Schulden zur Bekämpfung der Corona-Krise. Das trifft ärmere Länder härter und vergrößert den Abstand zu Industrienationen, schreibt Marsh in seiner Political Risk Map. Wachsende Armut und Ungleichheit machen soziale Unruhen in weniger wohlhabenden Ländern wahrscheinlicher. mehr

Captives werden beliebter (9. April 2021)

Firmeneigene Versicherer sind für Industriekunden attraktiver. Wegen steigender Prämien und verschärfter Bedingungen infolge der Corona-Pandemie sehen laut dem Swiss Re Institute immer mehr Unternehmen in Captives eine Alternative zum traditionellen Versicherungsschutz. Der Trend in Richtung Captives greift danach von Nordamerika und Europa auch auf Asien und Lateinamerika über. In den reiferen Märkten sehen auch mittelgroße Unternehmen zunehmend die Vorteile von solchen Modellen – ohne dafür unbedingt selbst einen Versicherer aufsetzen zu müssen. mehr

 

Crebita: Digitale Kreditversicherung ist möglich (9. April 2021)

Die Kreditversicherung gilt als beratungsintensiv. Das macht einen Online-Abschluss schwierig. Das ist jedenfalls die gängige Meinung. Das Insurtech Crebita ist vor rund zwei Jahren mit dem Ziel gestartet, das Gegenteil zu beweisen. Mithilfe eines eigenen Algorithmus und der Zusammenarbeit mit der R+V hat das Kölner Start-up den kompletten Abschluss von Kreditversicherungen digitalisiert. Die Pandemie hat dem automatisierten Underwriting des Start-ups allerdings einen Dämpfer verpasst. In anderen Bereichen ist die Corona-Krise hingegen zuträglich. mehr

 

Corona und Assekuranz – rechtliche Bestandsaufnahme (8. April 2021)

Justice lawyer corona concept

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 The Long View – Der Hintergrund  Seit einem Jahr grassiert die Corona-Pandemie. Das Virus wurde von Erst- und Rückversicherern aus risikotechnischer Sicht unterschätzt. Gleichzeitig zeigt sich, dass die in der Betriebsschließungsversicherung verwendeten allgemeinen Versicherungsbedingungen häufig angreifbar sind. So schlitterte die Branche sehenden Auges in die Krise. Wichtig ist, daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und belastbare Regulierungsstrategien zu entwickeln, unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten. mehr

 

Regierung hält am Zeitplan für Reisefonds fest (7. April 2021)

Der neue Branchenfonds zur Absicherung von Pauschalreisen im Insolvenzfall soll seine Zielgröße in Höhe von 750 Mio. Euro wie geplant bis 2026 erreichen. Das bekräftigt die Bundesregierung in ihrer Erwiderung auf Vorschläge des Bundesrats. Die Länderkammer hatte vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vor einer Überforderung der Reiseveranstalter gewarnt und eine Verlängerung der Frist bis 2031 gefordert. Mit dem Gesetzentwurf zieht die Regierung die Konsequenz aus der Thomas Cook-Pleite, bei der die Deckungssumme des Versicherers Zurich in Höhe von 110 Mio. Euro gesprengt worden war. mehr

 

Eiopa und Schwestern mahnen zur Vorsicht (1. April 2021)

Die drei Aufsichtsbehörden der EU für Finanzdienstleister warnen Banken, Fondsgesellschaften und Versicherer vor einer Verschlechterung der Qualität von Wertpapieren, die sie in ihren Kapitalanlagen halten. Die EU-Bankenaufsicht EBA, die Fonds- und Wertpapieraufsicht ESMA und die Versicherungsaufsicht EIOPA erklären in ihrem Risikobericht 2021, dass die Unternehmen sich auf eine lange Phase mit niedrigen Zinsen und auf mögliche Markterschütterungen einstellen müssen. Die Zukunft der Versicherungswirtschaft hänge direkt von dem Verlauf der Pandemie ab, schreiben die Behörden besorgt. mehr

 

Barmenia legt im Corona-Jahr zu (31. März 2021)

Die Barmenia-Gruppe ist im vergangenen Jahr trotz der Pandemie stärker gewachsen als die Branche insgesamt. Vor allem in der wichtigsten Sparte Krankenversicherung konnten die Wuppertaler zulegen und sogar den Bestand an Vollversicherten leicht ausbauen. Während auch der Schaden- und Unfallversicherer die Beitragseinnahmen steigerte, gab es in der Lebensversicherung einen Rückgang, vor allem im Geschäft gegen Einmalbeitrag. Für 2021 rechnet Vorstandschef Andreas Eurich mit einer weiteren Verbesserung der Marktposition der Gruppe. mehr

 

Corona treibt Lloyd’s in rote Zahlen (31. März 2021)

Die Corona-Schäden, allen voran Veranstaltungsausfälle, haben deutliche Spuren in der Bilanz des Londoner Versicherungsmarktes Lloyd’s hinterlassen. Rund 6,2 Mrd. Pfund hat der Markt für Corona-Schäden zurückgestellt beziehungsweise ausbezahlt. In der Folge schloss Lloyd’s das vergangene Jahr mit einem Minus von rund 900 Mio. Pfund ab. Trotzdem zeigte sich CEO John Neal zufrieden. Er sieht große Fortschritte, was die Bemühungen um eine höhere Profitabilität angeht. mehr

 

Gute Aussichten für die meisten Aktionäre (31. März 2021)

Die Aktien der meisten europäischen Versicherer bieten in den kommenden zwölf Monaten gute Chancen für Investoren. Das glauben die Analysten von Barclays. In einer umfangreichen Studie börsennotierter Versicherer kommen sie zu dem Schluss, dass der Markt die ersten Belastungen durch die Covid-Pandemie gut verkraftet hat. Sie empfehlen unter anderem Aktien von Axa, Direct Line, Munich Re, Swiss Re, Unipol und Zurich. Negativ sehen sie die künftige Kursentwicklung bei Generali, Gjensidige, Hannover Rück, M&G und Mapfre. Neutral werden die anderen Gruppen bewertet, darunter Allianz und Aviva. mehr

 

Gastronomie: Kündigungswelle bei Policen erwartet (31. März 2021)

 Exklusiv  Der Gewerbeversicherer Mailo erwartet eine Kündigungswelle von Gastronomen und Einzelhändlern, die durch die Pandemie in finanzielle Not geraten sind. Es zeichne sich der besorgniserregende Trend ab, dass die Unternehmer immer häufiger bei ihren Policen den Rotstift ansetzten, so die Gesellschaft. Makler sehen vermehrt Aufschübe bei den Prämien. Klar ist: Da kommt noch was auf die Branche zu. mehr

 

Angst vor Cyberangriffen steigt (30. März 2021)

Die Angst vor Hackerangriffen, Viren und Trojanern ist unter kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in der Pandemie weiter gestiegen. Laut der KMU-Studie des Kölner Versicherers Gothaer betrachten 46 Prozent der Firmen Cybergefahren als bedrohlichstes Risiko für ihr Unternehmen, gefolgt von Betriebsausfall (43 Prozent) und menschlichem Versagen (37 Prozent). Im vergangenen Jahr hatten sich 44 Prozent vor Cyberattacken gefürchtet. mehr

 

Generali: Rekordgewinn und Wachstumsschwäche (30. März 2021)

Die deutschen Töchter des italienischen Versicherers Generali haben 2020 den besten operativen Gewinn ihrer Geschichte erzielt, teilte das Unternehmen mit. Ein Grund war das geringere Schadenvolumen wegen der Corona-Krise. In der Schaden- und Unfallversicherung erzielte der Versicherer eine Schaden- und Kostenquote, die besser ist als die der meisten Rivalen. Beim Wachstum blieb die Generali hinter dem Markt zurück, und in der Lebensversicherung erlitt sie eine deutliche Gewinnreduzierung. mehr

 

Pleitewelle bleibt vorerst aus (29. März 2021)

Die große Pleitewelle, die viele Experten durch die Covid-19-Pandemie befürchtet haben, bleibt vorerst aus. Die Zahl der Firmenpleiten wird in diesem Jahr nur um sechs Prozent steigen, glaubt der Kreditversicherer Euler Hermes. 2022 geht es zwar deutlicher nach oben – allerdings von einem niedrigen Niveau aus. Aber es gibt auch besorgniserregende Entwicklungen: Dazu zählen die Zunahme der Schäden durch Großinsolvenzen sowie Haftungsprobleme für Unternehmen durch Fehlinterpretationen der Insolvenzregeln. mehr

 

Wie es zum BSV-Debakel kommen konnte (29. März 2021)

Die Auseinandersetzungen zwischen Versicherern und ihren Kunden um pandemiebedingte Leistungen aus der Betriebsschließungsversicherung (BSV) werden sich wohl noch Jahre hinziehen. Die Gründe für die zerfahrene Lage sind vielschichtig, erläuterte Christian Armbrüster, Professor für Zivilrecht an der Freien Universität Berlin und Experte für Privatversicherungsrecht, auf einer Veranstaltung des Bundes der Versicherten über handwerkliche Fehler, intransparente Bedingungen, schwammige Kommunikation und oberflächliche Gerichtsurteile. mehr

 

Ende des Schutzschirms: Don’t panic! (29. März 2021)

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  In Wirtschaftskrisen werden nervöse Kreditversicherer zur Gefahr, wenn sie sich gleichzeitig aus einer Vielzahl von Risiken zurückziehen. Der Corona-Schutzschirm hat diese Gefahr vorerst gebannt. Es bleibt aber die Frage, wie sich in der Kreditversicherung auch ohne staatliche Hilfe mehr Planungssicherheit für Versicherungsnehmer schaffen lässt. mehr

 

Rückversicherungskapital hat sich wieder erholt (26. März 2021)

Das vergangene Jahr hat den Rückversicherern außergewöhnlich hohe Schäden beschert, vor allem durch Naturkatastrophen. Zudem hat die Unsicherheit durch die weltweite Pandemie die Anbieter weiter belastet, schreibt die Ratingagentur A.M. Best in einem aktuellen Bericht. Das zur Verfügung stehende Rückversicherungskapital hat darunter aber nicht gelitten. Auch dank neuer Rückversicherer und alternativer Kapitalgeber ist es wieder auf demselben Niveau wie vor der Pandemie. Das bremst allerdings auch die Preisanstiege bei den Vertragserneuerungen. mehr

 

Alte Leipziger sieht starkes Sicherheitsbedürfnis (25. März 2021)

Die Pandemie wirkt sich beim Alte Leipziger-Hallesche-Konzern deutlich auf die Nachfrage aus. In der Krise steht Schutz gegen Berufsunfähigkeit (BU) bei den Kunden besonders hoch im Kurs, berichtete Konzernchef Christoph Bohn bei der Vorstellung der Jahresergebnisse 2020. Das BU-Neugeschäft legte um satte 42 Prozent zu. Die Beitragseinnahmen der Gruppe sind 2020 um 3,5 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro gestiegen. Der Rohüberschuss ging indes zurück, von 332 Mio. Euro auf 278 Mio. Euro – das lag vor allem an der gestiegenen Dotierung der Zinszusatzreserve. mehr

 

Wochenspot: GDV und PKV (25.März 2021)

Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor jetzt auch zum Hören. In dieser Podcast-Ausgabe sprechen Katrin Berkenkopf und Herbert Fromme über den Umgang des GDV mit Mitgliedsunternehmen, die beim Verhaltenskodex nicht mehr mitmachen, über neue Entwicklungen in der privaten Krankenversicherung und den Einfluss der Pandemie. mehr

 

 

AGCS fürchtet Ausschreitungen und Krawalle (24. März 2021)

Betriebsstörungen, Beschädigungen und Umsatzeinbußen durch Proteste (wie hier am 20. März 2021 in Kassel), Krawalle, Vandalismus und andere Formen von zivilen Unruhen haben sich zu den wichtigsten politischen Risiken für Unternehmen entwickelt. Die Covid-19-Pandemie und ihre Auswirkungen werden die Situation verschlimmern, befürchtet der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) mit Blick auf die zunehmenden Unruhen und Gewalttaten in vielen Ländern. Unternehmen sollten sich bei ihrer Business-Continuity-Planung aktiv mit den Risiken politischer Gewalt auseinandersetzen, insbesondere in stark exponierten Branchen wie dem Einzelhandel. mehr

 

Kreditversicherung: Schutzschirm nicht mehr nötig (24. März 2021)

Die Corona-Pandemie und damit verbundene Einschränkungen der Wirtschaft sind noch in vollem Gang, außerdem ist die Insolvenzantragspflicht weiterhin ausgesetzt. Trotzdem wollen die deutschen Kreditversicherer den Schutzschirm der Bundesregierung über 30 Mrd. Euro nicht weiter verlängern. Er läuft noch bis 30. Juni. „Versicherungsschutz kann und sollte wieder ausschließlich auf Basis marktwirtschaftlicher Prinzipien zur Verfügung gestellt werden“, sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. mehr

 

Zurich will im Mittelstand wachsen (24. März 2021)

Die Zurich hat die vergangenen drei Jahre nach Ansicht von Deutschlandchef Carsten Schildknecht gut gemeistert. Überwunden sieht er Probleme mit Wachstum, Kosten, volatilen Ergebnissen und unzufriedenen Mitarbeitern, mit denen die Gesellschaft in der Vergangenheit zu kämpfen hatte. 2020 hat sich der Versicherer trotz Corona-Krise wacker geschlagen. Dabei halfen auch Kooperationen wie mit der Deutschen Bank in der Lebensversicherung und bei Elektronikpolicen mit Media Markt Saturn. Zulegen will die Gesellschaft künftig aber auch im Gewerbe- und Industriesegment. mehr

 

Amazon weitet Gesundheitsservice aus (23. März 2021)

Gerade in der Corona-Krise hat die Beliebtheit von Fernbehandlungen zugelegt. Der Tech-Gigant Amazon will deshalb sein Telemedizinangebot ausweiten. Statt nur die eigenen Mitarbeiter in Seattle sollen künftig alle Amazon-Angestellten in den USA sowie andere Unternehmen den Service nutzen können. Es ist ein weiterer Versuch des Konzerns, in den Gesundheitssektor vorzudringen, nachdem der geplante Versicherer Haven gescheitert ist. Analysten glauben allerdings, dass Amazon schon zu spät dran sein könnte. mehr

 

Versicherer zahlen 472 Mio. Pfund für FCA-Urteil (23. März 2021)

Nach dem Urteil des obersten britischen Gerichtshofs Mitte Januar im FCA-Musterverfahren haben Versicherer bisher rund 472 Mio. Pfund (549 Mio. Euro) an ihre Kunden wegen Betriebsschließungen im ersten Lockdown ausgezahlt. Das geht aus einer Abfrage der Finanzaufsicht FCA bei den Gesellschaften hervor. Sie hatte in einem Musterprozess klären lassen, ob Zusatzklauseln bei Betriebsunterbrechungspolicen in der Corona-Krise leisten müssen – und sich größtenteils vor Gericht durchgesetzt. mehr

 

Roland Rechtsschutz verzeichnet Gewinnrückgang (22. März 2021)

Die Roland Rechtsschutz ist zufrieden mit dem Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres. Den leichten Gewinnrückgang von 9,4 Mio. Euro auf 9,1 Mio. Euro lächelt die Führung der Kölner Gesellschaft mit gestiegenen Bruttobeitragseinnahmen weg. Die Krisen-Zeit habe sich als „Rechtsschutz-Zeit“ erwiesen, in der die Nachfrage nach rechtlicher Absicherung deutlich zugenommen habe, betont Vorstandschef Rainer Brune. Für das laufende Jahr rechnet der Rechtsschutzversicherer mit steigenden Ausgaben. mehr

 

Umfrage: Kunden kündigen schneller (22. März 2021)

Die Pandemie verändert die Bedürfnisse und Erwartungen der Versicherungskunden drastisch und nachhaltig, zeigt eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Infas Quo. Die Toleranz für unpassende Angebote sinkt. Zugleich steigt die Bereitschaft der Menschen, unpassende Verträge zu kündigen und den Anbieter zu wechseln. Wer als Versicherer jetzt nicht mit Fairness und exzellentem Service punktet, muss harte Konsequenzen fürchten. mehr

 

Monte Carlo-Treffen erneut abgesagt (19. März 2021)

Rück- und Erstversicherer werden bei den Vertragsverhandlungen zum 1. Januar 2022 wieder auf Videokonferenz-Tools und Telefon zurückgreifen müssen. Das Branchentreffen in Monte Carlo wird auch in diesem Jahr Pandemie-bedingt abgesagt, teilten die Organisatoren jetzt mit. Die Unsicherheit, ob bis zum Tagungsbeginn Mitte September wieder Normalität eingekehrt ist, sei zu groß. Ob sich das Treffen im Jahr 2022 wiederbeleben lässt, ist ungewiss. mehr

 

R+V leidet unter Corona (19. März 2021)

Einen heftigen Gewinneinbruch um 70 Prozent musste die R+V im Jahr 2020 hinnehmen. Dafür sorgten ein deutlich reduziertes Kapitalanlageergebnis und Corona-bedingte Schäden, in erster Linie in der aktiven Rückversicherung. Positiv wirkt sich ein gesunkener Schadenaufwand in der Kfz-Versicherung aus. Mit dem Wachstum ist Konzernchef Norbert Rollinger sehr zufrieden – die R+V hat um 7,5 Prozent zugelegt, der Markt um 1,2 Prozent. Der Versicherer, der zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehört, hadert mit dem geplanten Provisionsdeckel in der Restschuldversicherung. mehr 

 

Gothaer: Versicherer sollten mitimpfen (19. März 2021)

Damit Einzelhandel, Gastronomie und andere Betriebe bald wieder öffnen können und die Wirtschaft sich von der Corona-Krise erholen kann, ist auch die Mithilfe der Versicherer gefragt. Davon zeigte sich Gothaer-Chef Oliver Schoeller bei der Versicherungskonferenz der Ratingagentur Standard & Poor‘s überzeugt. Dazu gehört für ihn der Aufbau einer eigenen Impf-Infrastruktur, aber auch eine faire Behandlung von Gewerbe- und Industriekunden, wenn es um Preiserhöhungen geht. Zuletzt hatten viele Versicherte das rabiate Vorgehen der Anbieter bitter beklagt. mehr

 

Längere Niedrigzinsen machen Versicherern Probleme (18. März 2021)

Die Corona-Pandemie hatte bislang kaum negative Auswirkungen auf die Bewertungen deutscher Versicherer. Die Ratings sind größtenteils stabil geblieben, teilte die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) mit. Allerdings hat die Pandemie dafür gesorgt, dass sich die Niedrigzinsphase noch einmal verlängert. Bei der Kapitalanlage haben die Versicherer begonnen, leicht umzusteuern. Sie setzen unter anderem mehr auf Unternehmensanleihen statt auf Zinspapiere von Staaten. Bislang macht das S&P aber keine größeren Sorgen. mehr

 

BSV: Versicherer siegen vor Gericht (17. März 2021)

Im Streit um Leistungen aus der Betriebsschließungsversicherung (BSV) konnten die Versicherer Allianz, Helvetia und Haftpflichtkasse die Klagen ihrer Kunden abwehren. Die 10. Zivilkammer des Landgerichts München II entschied in vier Verfahren zugunsten der Gesellschaften. Der Streitwert lag insgesamt bei 462.000 Euro. Nach Einschätzung der Richter seien die in den BSV-Verträgen verwendeten Klauseln als abschließend und damit wirksam zu verstehen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. mehr

 

US-Kältewelle kostet Munich Re halbe Milliarde (17. März 2021)

Der Wintersturm „Uri“, der im Februar die Stromversorgung in Teilen der USA zusammenbrechen ließ, wird für die Versicherer teuer. Munich Re rechnet für sich mit einer Schadenbelastung im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Das geht aus dem am heutigen Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Er zeigt auch, dass die Konzernführung um Chef Joachim Wenning in der Corona-Krise teils erhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen musste. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: Die Verträge von Wenning, Rückversicherungs-Vorstand Torsten Jeworrek und Finanzchef Christoph Jurecka wurden verlängert. mehr

 

Covid-19: Katalysator für Cyberviren (17. März 2021)

 Meinung am Mittwoch  2020 war ein herausforderndes Jahr für die Erst- und Rückversicherung von Cyberrisiken. Die Zunahme der Ransomware-Schäden veranlasste die (Rück-)Versicherer, ihren „Cyber-Appetit“ zu überprüfen, was zu einer Verhärtung des Cybermarktes führte. Die Auswirkungen der größten „Work-from-home“-Phase in der Geschichte markieren den Beginn einer neuen Ära für IT-Ansätze und damit verbundenen Best Practices für Cybersicherheit. Aktualisierte Richtlinien der Cybersicherheitsbehörden schärfen das allgemeine Gefahrenbewusstsein. mehr

 

Corona verschärft schwierigen D&O-Markt (16. März 2021)

Prämienerhöhungen von mehr als 400 Prozent, massive Kapazitätsengpässe, sich ständig verschlechternde Bedingungen: Im Markt für Managerhaftpflichtversicherungen sieht es derzeit alles andere als rosig für die Industriekunden aus. Die ohnehin angespannte Lage hat sich durch die Pandemie noch verstärkt. Die Versicherer fürchten eine Insolvenzwelle und fordern noch mehr Informationen, berichteten Teilnehmer einer virtuellen Fachkonferenz des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft. Entspannung könnte die Verlagerung von D&O-Risiken auf eine Captive bringen. mehr

 

Unternehmensanleihen könnten Versicherer belasten (15. März 2021)

Die Corona-Krise stürzt viele Unternehmen in eine tiefe Krise. Weil sich damit die Ratings ihrer Anleihen verschlechtern, kann das auch für Versicherer zu einem Problem werden, die viele der Papiere in ihren Büchern haben. Versicherungsaufseher Frank Grund erwartet, dass sich die Pandemie 2021 deutlich stärker auf die Kapitalanlagen der Versicherer auswirken wird als 2020. Im Interview mit dem hauseigenen BaFin-Journal kündigte er zudem an, die digitalen Transformationsprozesse der Versicherer und Provisionszahlungen unter die Lupe nehmen zu wollen. Zudem verteidigt er die höheren Kapitalanforderungen an Insurtechs. mehr

 

Württembergische kassiert drei BSV-Niederlagen (12. März 2021)

Drei von der Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei Wilhelm vor Gericht vertretene Gastronomiebetreiber haben Anspruch auf Leistungen aus ihrer Betriebsschließungsversicherung (BSV), die sie bei der Württembergischen abgeschlossen haben. Das Landgericht Stuttgart hat die Versicherungsbedingungen als intransparent bewertet. Das Corona-Virus ist nach Ansicht der Richter damit mitversichert, und zwar auch bei Teilschließungen wie in den drei vorliegenden Fällen. Insgesamt geht es um knapp 290.000 Euro. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. mehr

 

Weniger Gehalt für Zurich-Chef Greco (12. März 2021)

Der Rückgang des operativen Ergebnisses und des Nettogewinns im vergangenen Jahr hat für Mario Greco (Bild), Chef des Schweizer Versicherers Zurich, leichte Gehaltseinbußen zur Folge gehabt. Insgesamt war das von der Corona-Krise geprägte Geschäftsjahr 2020 für das Top-Management aber nicht mit wesentlichen monetären Abstrichen verbunden, insbesondere Verwaltungsratschef Michel Liès konnte bei der Vergütung deutlich zulegen. Mit der Performance während der Krise zeigt sich Zurich zufrieden. Auch in puncto Nachhaltigkeit sieht sich das Unternehmen stark aufgestellt. mehr

 

Bäte: „Wir müssen beim Impfen besser werden“ (12.März 2021)

Privatwirtschaft und öffentliche Hand müssen besser zusammenarbeiten, wenn es um die Bewältigung der Corona-Pandemie geht. Das sagte Allianz-Chef Oliver Bäte bei einer virtuellen Konferenz der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ansonsten würde das Vertrauen der Menschen verspielt, was sich nachhaltig auf die wirtschaftliche Erholung nach der Krise auswirken könne.  Es sei aber nicht alles schlecht gelaufen, betonte er. Erneute Kritik übte er an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. mehr

 

Generali optimistisch trotz Gewinneinbruch (11. März 2021)

Generali-Chef Philippe Donnet blickt zuversichtlich auf dieses Jahr. Die Aussichten auf eine Erholung der Weltwirtschaft steigen mit voranschreitenden Impfungen gegen das Corona-Virus. Davon werde auch die Versicherungswirtschaft profitieren. Im vergangenen Jahr hat der italienische Versicherer einen Gewinneinbruch erlitten. Das operative Ergebnis sei aber erneut auf Rekordniveau gewesen, so Donnet. Die auf Druck der Aufsicht ausgefallene Dividende für 2019 soll in diesem Jahr ausgezahlt werden. mehr

 

Hannover Rück streicht Sonderdividende (11. März 2021)

Schlechte Nachrichten für die Aktionäre der Hannover Rück: Die Dividende für 2020 wird mit 4,50 Euro etwas niedriger ausfallen als im Vorjahr. Konzernchef Jean-Jacques Henchoz will das Kapital lieber nutzen, um von den steigenden Preisen im Rückversicherungsmarkt zu profitieren. Die Corona-Krise hat den Gewinn der Hannover Rück um gut 30 Prozent auf 883 Mio. Euro einbrechen lassen. Für das kommende Jahr stellt Henchoz ein Anknüpfen an die Ergebnisse des Jahres 2019 in Aussicht. mehr

 

Pandemiebedingte IT-Investitionen wirken lange nach (9. März 2021)

 Exklusiv   Schon im Jahr 2019 – also vor der Pandemie – sind die IT-Ausgaben der Versicherer überdurchschnittlich stark gestiegen. 2020 dürften sie nochmals höher ausgefallen sein und den Druck auf die Ergebnisse zusätzlich verschärfen, erwartet die Landesbank Baden-Württemberg. Mittelfristig könnten sich bei Versicherern mit Blick auf die krisenbedingte IT-Nutzung und deren Kosten sogenannte Hysterese-Effekte ausbilden. Das soll heißen: Noch lange nach dem Ende der Pandemie dürften die Corona-bedingt stark gestiegenen IT-Investitionen ihre Wirkung entfalten. mehr

 

Allianz plant 25 Impfstraßen (8. März 2021)

 Exklusiv   Die Impfkampagne der Bundesregierung hat viel Kritik auf sich gezogen. Zuerst gab es zu wenig Impfstoff und nun geht das Impfen nicht schnell genug. Versicherer und andere Unternehmen wollen jetzt ihre Belegschaft selbst impfen, um die öffentlichen Impfzentren zu entlasten. Der Versicherungsmonitor hat bei Allianz, Versicherungskammer Bayern, Provinzial, Zurich, Marsh, Aon und MRH Trowe nachgefragt, wie ihre Pläne aussehen und welche Schwierigkeiten es gibt. Die Allianz plant bis zu 25 Impfstraßen für ihre Mitarbeiter in Deutschland. mehr

 

Versicherungspflicht mit Fragezeichen (4. März 2021)

Die vom Versichererverband GDV befürwortete staatlich gestützte Pandemiedeckung muss eine Pflichtversicherung sein. Darin waren sich der Hauptgeschäftsführer des Verbands Jörg Asmussen und der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler Gert Wagner in einer Diskussionsveranstaltung des GDV einig. Ob sich vorbeugende Maßnahmen in einer niedrigeren Prämie niederschlagen sollen, ist aber offen. Wagner kritisierte die ablehnende Haltung des Verbands bei einer verpflichtenden Elementarschadendeckung. mehr

 

Covid verwandelt Hiscox-Gewinn in Verlust (3. März 2021)

Die Corona-Schäden in Höhe von fast einer halben Milliarde Dollar haben Hiscox in die roten Zahlen gebracht. Der Versicherer mit Sitz auf Bermuda rechnet mit 475 Mio. Dollar (394 Mio. Euro) für Corona-bedingte Schadenzahlungen, hauptsächlich für Veranstaltungsausfall- und Betriebsunterbrechungspolicen. „Das sind sehr hohe Summen, und leider bedeutet das, dass wir einen Vorsteuerverlust von 268 Mio. Dollar verzeichnet haben“, schreibt Chairman Robert Childs bei der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen. „Ohne Covid-19 hätten wir einen Gewinn von 207 Mio. Dollar gehabt.“ mehr

 

Allianz Deutschland trotz Krise optimistisch (3. März 2021)

Die Allianz Deutschland hat im Corona-Jahr 2020 einen Beitragsrückgang von 2,8 Prozent auf 40,8 Mrd. Euro verzeichnet. Während die Schaden- und Unfallversicherung sowie die Krankenversicherung zulegen konnten, kam die Leben-Sparte nicht ganz an das Vorjahresniveau heran. Das operative Ergebnis lag leicht unter dem Vorjahreswert, und auch der Nettogewinn ging spürbar zurück. In der Kfz-Versicherung konnte die Nummer zwei hinter Marktführer HUK-Coburg zulegen. Für 2021 rechnen die Münchener wieder mit einem Umsatzplus, beim operativen Ergebnis erwarten sie dagegen erneut eine negative Entwicklung. mehr

 

Debeka verkraftet die Pandemie sehr gut (2. März 2021)

Die Debeka-Gruppe ist auch im Corona-Jahr 2020 auf Wachstumskurs geblieben. Das Koblenzer Unternehmen konnte in allen Sparten stärker als der Markt zulegen. Das galt nicht nur für die Prämieneinnahmen, sondern auch für die Versicherungsleistungen und die Zahl der Mitarbeiter, sagte Vorstandschef Thomas Brahm. Profitiert hat die Debeka nach seinen Angaben nicht nur vom fortdauernden Interesse an einer guten Absicherung, sondern auch von der Verankerung des Versicherers im durch die Krise weniger beeinflussten Beamtentum. mehr

 

R+V erreicht vorzeitig ihr Beitragsziel (2. März 2021)

Die R+V hat ihr Ziel von 20 Mrd. Euro Prämieneinnahmen dank überdurchschnittlichen Wachstumsraten in allen Segmenten zwei Jahre vor der Planung erreicht. Nach den vorläufigen Zahlen hat der genossenschaftliche Versicherer 2020 Gesamtbeiträge in Höhe von 19,9 Mrd. Euro eingenommen, das waren 8,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ob sich das auch im Gewinn niedergeschlagen hat, bleibt aber zunächst unklar, denn die Bilanzzahlen präsentiert das Unternehmen erst Mitte März. mehr

 

SV Sparkassenversicherung: „Stabil durch die Krise“ (26. Februar 2021)

Die Stuttgarter SV Versicherung freut sich 2020 über gute Ergebnisse in der Gebäudeversicherung, muss jedoch in der Lebensversicherung Beitragsrückgänge hinnehmen. Vorstandschef Andreas Jahn zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen, auch angesichts der Herausforderungen, die das Pandemiejahr 2020 an die Branche gestellt hat. Der Versicherer war auch von Betriebsschließungsschäden betroffen und erwartet Kosten im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor äußerte sich Jahn außerdem zu Kauf- und Übernahmeplänen. mehr

 

Axa Deutschland schreckt Corona nicht (26. Februar 2021)

Die Axa hat in Deutschland die Corona-Krise bislang ohne schwere Belastungen überstanden. Wachstum kam 2020 vor allem aus der privaten Krankenversicherung, wo sich auch Beitragserhöhungen bemerkbar machten. Im Kurzinterview mit dem Versicherungsmonitor erläutert Deutschland-Chef Alexander Vollert, auf welche Kernsegmente sich der Versicherer konzentriert und welche strategischen Schwerpunkte er sich bis 2023 setzt. In der Auseinandersetzung um die Betriebsschließungsversicherung gebe es kein einziges Urteil gegen die Axa. mehr

 

Corona lässt Axa-Ergebnis einbrechen (25. Februar 2021)

Die Pandemie hat im Ergebnis des französischen Versicherers Axa im vergangenen Jahr deutliche Spuren hinterlassen. Der Nettogewinn sank um knapp ein Fünftel auf 3,16 Mrd. Euro. Bei den Corona-Schäden bleibt es bei den Mitte 2020 prognostizierten 1,5 Mrd. Euro netto, der zweite Lockdown hat das Schadenvolumen unterm Strich nicht mehr erhöht. Vorstandschef Thomas Buberl sieht den Konzern solide aufgestellt. Axa habe in den selbst definierten Wachstumssparten im vergangenen Jahr trotz er Krise zugelegt, betonte er. Freude bereiten auch die satten Preiserhöhungen in der Industrie- und Rückversicherung. mehr

 

Corona halbiert Munich Re-Gewinn (25. Februar 2021)

Die Covid-19-Pandemie hat tiefe Spuren in den Zahlen des Rückversicherers Munich Re hinterlassen. Der Gewinn fiel im vergangenen Jahr mit 1,2 Mrd. Euro um rund 55 Prozent niedriger aus als 2019. Im Vergleich zum Konkurrenten Swiss Re stehen die Münchener aber noch gut da. Munich Re-Chef Joachim Wenning erwartet im laufenden Jahr nur noch moderate Pandemie-Schäden und zeigt sich optimistisch, dass der Rückversicherer 2021 wieder an das Vor-Corona-Niveau anknüpfen kann. mehr

 

MLP bekommt Corona kaum zu spüren (25. Februar 2021)

MLP blickt zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Der Finanzvertrieb mit Sitz in Wiesloch konnte seine Gesamterlöse trotz der Corona-Krise um 8,3 Prozent auf 767,3 Mio. Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich auf 59,4 Mio. Euro und lag damit deutlich über Plan. Chef Uwe Schroeder-Wildberg ist zuversichtlich, dass der Konzern dank breiter Aufstellung in den kommenden Jahren weiterwachsen wird. Große Hoffnungen liegen auf dem kürzlich übernommenen Industrieversicherungsmakler RVM. mehr

 

Generali will Milliarden in die Realwirtschaft stecken (24. Februar 2021)

Der italienische Versicherer Generali hat anlässlich seines 190. Jubiläums ein 3,5 Mrd. Euro schweres Investitionsprogramm gestartet. Ziel des auf fünf Jahre angelegten Programms ist es, die Erholung der von Covid-19 betroffenen europäischen Volkswirtschaften zu unterstützen. Das Geld soll vor allem in die Realwirtschaft fließen – zunächst in Italien, Frankreich und Deutschland und dann in den übrigen europäischen Ländern, in denen der Konzern aktiv ist. Schon seit einigen Jahren werden Investitionen in Unternehmen für die Versicherer mit Blick auf die niedrigen Zinsen und die renditearmen Staatsanleihen immer attraktiver. mehr

 

Corona vermiest Scor die Strategie-Ziele (24. Februar 2021)

Die Corona-Pandemie hat dem französischen Rückversicherer Scor einen Strich durch seine Strategiepläne gemacht. Die Bruttoprämien legten nur um 1,8 Prozent zu, statt wie geplant um vier bis sieben Prozent. Auch die Schaden- und Kostenquote lag über dem Zielwert. Trotzdem konnte Scor einen Gewinn von 234 Mio. Euro und eine gute Solvenzquote verzeichnen. Für 2021 erwartet das Unternehmen einen deutlich besseren Markt. mehr

 

Debeka verzeichnet mehr Therapiesitzungen (23. Februar 2021)

Bei der Debeka Krankenversicherung haben die vollversicherten Kunden im zweiten Halbjahr 2020 deutlich mehr Psychotherapien und Verhaltenstherapien in Anspruch genommen. Das zeigt eine Analyse der eingereichten Rechnungen. Der größte private Krankenversicherer führt das auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurück. Welche Kosten mit dem Anstieg verbunden sind, hat die Debeka nicht ausgewertet. Der Versicherer verweist darauf, dass er betroffenen Kunden eine Reihe unterschiedlicher Unterstützungsmöglichkeiten anbietet. mehr

 

Krise steigert Nachfrage bei Kfz-Telematik (23. Februar 2021)

Die Pandemie verleiht der Nachfrage nach Telematik-Autoversicherungen neuen Schwung, zeigt eine Studie im Auftrag des Dienstleisters Cambridge Mobile Telematics (CMT), dem Telematik-Partner von HUK-Coburg und Axa. „Das Kundeninteresse an Telematik ist auf einem Höchststand“, heißt es in der Untersuchung. Die neuen Tarife stießen in der öffentlichen Wahrnehmung auf immer mehr Zustimmung. Vorurteile, die den Einzug der Telematik ins Versicherungsgeschäft zuvor erschwert hätten, verlieren zunehmend an Gewicht. mehr

 

Mehr Run-off-Deals erwartet (22. Februar 2021)

Nicht zuletzt wegen der Folgen der Pandemie erwarten Versicherungsjuristen mehr Bestandsübertragungen. Auch regulatorische Vorgaben wie Solvency II oder der Bilanzierungsstandard IFRS 17 sind Treiber für Run-off-Deals. Zu diesem Ergebnis kommt das Netzwerk Global Insurance Law Connect in einem aktuellen Bericht zur Entwicklung in 20 Ländern. In Deutschland sehen die Experten eine wachsende Nachfrage nach Lösungen im Nicht-Leben-Bereich. mehr

 

Britische Versicherer mit Covid-Milliardenschaden (22. Februar 2021)

Die britischen Versicherer schätzen die versicherten Covid-Schäden aus dem vergangenen Jahr auf bis zu 2,5 Mrd. Pfund (2,9 Mrd. Euro), teilt die Association of British Insurers mit. Bislang haben die Versicherer für 123.000 pandemiebezogene Schäden gezahlt, zu weiteren 9.000 Schäden gab es Teilzahlungen. Wie viele Schäden letztendlich auf das Konto des Virus gehen, ist laut ABI noch nicht absehbar. Der Verband erwartet durch das Musterprozess-Urteil der Finanzaufsicht FCA weitere Meldungen. mehr

 

Swiss Re mit hohen Corona-Schäden (19. Februar 2021)

Die Pandemie kommt den Rückversicherer Swiss Re teuer zu stehen: Corona-Schäden und Rückstellungen summierten sich im vergangenen Jahr auf 3,9 Mrd. Dollar, vor allem durch Betriebsunterbrechungen und eine höhere Mortalitätsrate. Der Konzern musste einen Verlust von 878 Mio. Dollar verbuchen, nach einem Gewinn von 727 Mio. Dollar im Vorjahr. Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler glaubt dennoch, genug Vorsorge getroffen zu haben, damit in diesem Jahr alles besser wird. Es gibt aber auch Faktoren, die außerhalb seines Einflussbereiches liegen. mehr

 

Allianz mit durchwachsener Bilanz (19. Februar 2021)

Die Allianz rechnet für das laufende Jahr mit weiteren Belastungen durch die Covid-19-Pandemie, allerdings deutlich weniger als die 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2020. Das sagte Konzernchef Oliver Bäte bei der Vorstellung der Zahlen für das vergangene Jahr. Das Neugeschäft litt, Umsatz und Gewinn gingen zurück. Heftig in den roten Zahlen war der Industrieversicherer AGCS, er soll 2021 wieder profitabel sein. Bäte sieht die Gefahr einer Blase an den Aktienmärkten. Die Situation ähnele der vor den Krisen von 2008 und 2000. mehr

 

Wer bei Impfschäden wann haftet (19. Februar 2021)

Eine logistische Herausforderung, bei der die Beteiligten derzeit an ihre Grenzen kommen – die aktuelle Impfkampagne gegen das Corona-Virus läuft, wenn auch nicht in dem Tempo wie gewünscht. Doch der Einsatz neuer, in Rekordzeit entwickelter Impfstoffe wirft Fragen auf: Wer haftet bei möglichen Langfristschäden? Die Assekuranz bietet private Policen für Verbraucher, doch bei den Impfstoff-Herstellern lehnt sie dankend ab. mehr

 

Eiopa erklärt Corona-Auswirkungen zur Priorität (19. Februar 2021)

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat die Nachhaltigkeit von Geschäftsmodellen und die entsprechende Produktgestaltung zur neuen strategischen Priorität für nationale Aufsichtsbehörden erklärt. Sie sollen sich künftig insbesondere auf die Auswirkungen der lange anhaltenden Niedrigzinsen und der Corona-Krise auf die Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle von Versicherern und Einrichtungen für betriebliche Altersversorgung fokussieren. mehr

 

Gericht: Zurich muss für Betriebsschließung zahlen (19. Februar 2021)

Im Streit um Leistungen aus einer Betriebsschließungspolice hat das Landgericht Düsseldorf den Versicherer Zurich zur Zahlung von mehreren hunderttausend Euro an einen Düsseldorfer Gastronomen verurteilt. Der Besitzer von mehreren Bars in der Altstadt der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt hatte Jahre vor der Pandemie eine entsprechende Police abgeschlossen und geklagt, weil die Zurich die Kosten aus dem ersten Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 nicht zahlen wollte. Insgesamt ging es um knapp 765.000 Euro. mehr

 

BSV: OLG Stuttgart weist Gastronomen-Klagen ab (18. Februar 2021)

Nach dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat sich ein weiteres Gericht der zweiten Instanz mit dem Streit um Betriebsschließungspolicen (BSV) befasst. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat zwei Klagen von Gastronomen aus Baden-Württemberg abgewiesen, die Ansprüche gegen ihre Versicherer aufgrund der Schließung ihrer Betriebe im ersten Corona-Lockdown geltend machen wollten. Auch die Richter in Hamm hatten zugunsten der Versicherer entschieden. Unterdessen hat die Kanzlei Wilhelm Rechtsanwälte eine Kooperation mit einem britischen Prozessfinanzierer geschlossen, um auch Gastronomen eine Klage zu ermöglichen, die es sich sonst nicht leisten könnten. mehr

 

Clyde: M&A-Aktivitäten legen 2021 zu (18. Februar 2021)

Trotz der Corona-Krise bleibt die Zahl der Übernahmen und Fusionen (M&A) in der globalen Versicherungswirtschaft im Jahr 2020 stabil. Eine Pandemie-bedingte Delle ist bislang nicht zu erkennen, zeigt ein Bericht der Anwaltskanzlei Clyde & Co. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der abgeschlossenen Transaktionen um 2,9 Prozent nur leicht zurückgegangen. Doch Europa verzeichnet ein deutliches Minus der M&A-Aktivität. mehr

 

Das Homeoffice wird bleiben (18. Februar 2021)

Im Zuge der Corona-Krise haben die Versicherer einen Großteil der Arbeitsplätze in das Homeoffice verlegt. Schon jetzt ist klar: So wie vorher wird es nach der Pandemie nicht mehr werden. Langfristig werden nur noch 40 Prozent der Mitarbeiter im Büro sein, sagte Gothaer-Chef Oliver Schoeller auf der Kurzkonferenz Breakfast Lectures des Versicherungsmonitors. Büros werden allerdings weiter gebraucht. Dass Führungskräfte nur von zu Hause arbeiten, kann er sich nicht vorstellen. Auch Christian Macht vom Digitalversicherer Element und Lukas van Grunsven vom Softwarehaus Keylane erwarten, dass es dauerhafte Änderungen in der Arbeitskultur geben wird. mehr

 

Veranstalter fordern staatlichen Ausfallfonds (18. Februar 2021)

Die Veranstaltungsbranche bangt in der Krise um den Neustart. Wann es wieder Großveranstaltungen geben kann, hängt nicht nur von der Infektionslage ab. Es gibt aktuell keinen Versicherungsschutz für infektionsbedingte Ausfälle. Die Veranstalter zeigen sich vom Wirtschaftsgipfel mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier enttäuscht und setzen sich für einen staatlichen Ausfallfonds ein. In den Niederlanden ist ein solcher Fonds für Großveranstaltungen, die für die zweite Jahreshälfte geplant sind, bereits beschlossene Sache. mehr

 

Corona-Zeit ist Mission-Zeit (18. Februar 2021)

 The Long View – Der Hintergrund  In Zeiten von Corona und Digitalisierung ist in der Versicherungswirtschaft die Beschäftigung mit der Unternehmens-Mission zumeist in den Hintergrund getreten. Viele Unternehmen haben zwar definiert, wofür sie stehen wollen, aber wirkt diese Mission auf Mitarbeiter inspirierend oder gar sinnstiftend? Ein überzeugendes Beispiel aus einer anderen Branche zeigt das Potenzial einer gelungenen Unternehmens-Mission auch für Versicherungsunternehmen auf. Es ist an der Zeit, die Unternehmens-Mission aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken! mehr

 

Aon beklagt „Heckenschützenmentalität“ (17. Februar 2021)

 Exklusiv  In der deutschen Industrie hat sich viel Wut über das Verhalten der Versicherer in der jüngsten Erneuerungsrunde aufgebaut, haben Kai-Frank Büchter (Bild) und Hartmuth Kremer-Jensen beobachtet. Der Chef und der Vizechef der Industrieversicherungsseite bei Aon kritisieren Intransparenz, erdrutschartig späte Aktionen der Versicherer und rabiate Preiserhöhungen. An die Kosten müsse die Branche unbedingt ran, sagt Büchter. Im Interview geht es auch um die Maklerfusionen und die Auswirkungen der Pandemie auf Aon. mehr

 

Fortitude-Verkauf beschert AIG Milliardenverlust (17. Februar 2021)

Der amerikanische Versicherer AIG verzeichnete 2020 einen Nettoverlust von 6 Mrd. Dollar. Der Auslöser war nach Unternehmensangaben der Verkauf der Tochter Fortitude. Auch die Corona-Krise kostete den Konzern Milliarden. Wenn man diesen und andere Sonderfaktoren herausrechnet, hat AIG einen Gewinn nach Steuern von 2,2 Mrd. Dollar erzielt. Die Schaden- und Kostenquote konnte AIG ebenfalls verbessern. Für Chef Brian Duperreault war es die letzte Bilanzpräsentation. mehr

 

Versicherer blicken optimistisch in die Zukunft (15. Februar 2021)

Trotz der anhaltenden Krise bewertet die deutsche Versicherungswirtschaft ihre Lage positiv. Das geht aus einer aktuellen Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags hervor. Was ihre Finanzlage angeht, melden die meisten Unternehmen keine negativen Auswirkungen. Allerdings verzeichnet die Branche zunehmend Forderungsausfälle. Die größten Gefahren sehen die Unternehmen bei der Inlandsnachfrage und den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. mehr

 

Eiopa will BU-Absicherung verbessern (12. Februar 2021)

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat ein aktuelles Arbeitspapier veröffentlicht, in dem es um Maßnahmen geht, um die Versicherbarkeit von Betriebsunterbrechungen (BU) infolge von Pandemien zu verbessern. Eiopa bittet interessierte Stakeholder, ihre Meinungen zu dem Papier bis Ende März 2021 der Behörde mitzuteilen. mehr

 

Mehr Leitungswasserschäden durch Corona (12. Februar 2021)

Austretendes Leitungswasser verursacht bei deutschen Unternehmen seit vielen Jahren hohe Schäden. Insgesamt 86 Mio. Euro musste der Industrieversicherer AGCS gemeinsam mit Konsortialpartnern in den vergangenen zehn Jahren auszahlen. Viele Schäden treten im Winter auf, wenn Leitungen einfrieren. Die Gefahr steigt durch die Corona-bedingten Betriebsschließungen und die derzeit niedrigen Temperaturen, schreibt AGCS in einer Analyse. mehr

 

Die Pandemie-Prämien der Assekuranz – Teil 2 (12. Februar 2021)

 Exklusiv  Was steuer- und abgabefreie Sonderzahlungen an die Belegschaft betrifft, verfahren die Versicherer höchst unterschiedlich – das zeigt auch der zweite Teil unserer Umfrage zu den Pandemie-Prämien der Assekuranz. Die Palette an nichtfinanziellen Unterstützungsangeboten für die Mitarbeiter ist durchaus bunt. Sie reicht von Homeschooling-Hilfe über digitale Veranstaltungsformate, Sportkurse und Beratungsdienste bis hin zu Unterstützung beim Thema Kinderbetreuung. mehr

 

Die Pandemie-Prämien der Assekuranz – Teil 1 (11. Februar 2021)

 Exklusiv  Gratisaktien, neue Bürostühle, kostenfreie Parkplätze, mehr Urlaubstage oder Anti-Stress-Seminare – die Versicherer haben in der Krise gezeigt, wie unterschiedlich Unterstützungsangebote für Mitarbeiter aussehen können. Interessieren dürfte aber vor allem die Frage nach dem Corona-Bonus. Wer macht von der Möglichkeit einer steuer- und abgabefreien Sonderzahlung Gebrauch? Und wie viel zahlen die Gesellschaften? Der Versicherungsmonitor hat bei Versicherern nachgefragt, ob sie einen Corona-Bonus zahlen und welche anderen Unterstützungsangebote sie für ihre Mitarbeiter gestartet haben. mehr

 

Zurich-Gewinn bricht ein (11. Februar 2021)

Der vor allem in Europa und den USA tätige Versicherer Zurich meldet einen deutlichen Gewinnrückgang für 2020 – um 20 Prozent auf 4,2 Mrd. Dollar operativen Gewinn. Das Unternehmen macht Covid-Schäden und mehr Aufwand nach Katastrophen verantwortlich. Positiv wirkten sich Preiserhöhungen und eine geringere Schadenhäufigkeit aus. Die Dividende soll mit 20 Franken unverändert bleiben. Nach der Übernahme der Met Life plant die Gesellschaft aktuell keine weiteren Zukäufe. mehr

 

Gewinnrückgang bei WTW (10. Februar 2021)

Beim Großmakler Willis Towers Watson (WTW) lief es 2020 etwas anders als bei seinem Fusionspartner Aon: Beim Umsatz konnte das Unternehmen zulegen, dafür sank der Nettogewinn. Vorstandschef John Haley gab sich zwar zufrieden mit den Ergebnissen, stellte aber gleichzeitig in Aussicht, dass die Pandemie auch in diesem Jahr negative Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn haben wird. In Westeuropa ging der Umsatz im Industriegeschäft wegen Covid-19 bereits 2020 zurück. mehr

 

Atradius: Kaum eine Branche vor Insolvenzen gefeit (9. Februar 2021)

Die Corona-Pandemie und der noch immer anhaltende Lockdown bringen immer mehr Unternehmen in finanzielle Schieflage – Zahlungsausfälle oder sogar Insolvenzen drohen, warnt der Kreditversicherer Atradius. Zu den großen Verlierern der monatelangen Schließungen gehören unter anderem Hotels, Catering-Dienste, Restaurants und Eventdienstleister. Doch auch in der Textil- und Metallbranche steigt das Insolvenzrisiko. Atradius erwartet 2021 einen Anstieg der Firmenpleiten in Deutschland von über zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anbieter sieht sich dafür aber gut gerüstet. mehr

 

Assekurata: Keine Hoffnung auf Zinssteigerungen (9. Februar 2021)

Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie besteht für Lebensversicherer derzeit keine Hoffnung auf ein verbessertes Zinsumfeld. Die sinkenden Zinsen erhöhen den Druck auf die Überschussbeteiligungen der Anbieter weiter, stellt die Ratingagentur Assekurata in ihrer aktuellen Studie zu den Überschussbeteiligungen fest. Auch deswegen werden immer mehr Gesellschaften komplett auf Sicherheitsnetze für Kunden verzichten und schaffen selbst die Beitragsgarantie ab. Eine Reform der Riester-Rente erwartet in dieser Legislaturperiode in der Branche kaum noch jemand. mehr

 

Nachhaltigkeit: Jetzt wird es ernst (9. Februar 2021)

Es wurde schon viel darüber geredet, dass mehr Nachhaltigkeit im Wirtschaftsleben vonnöten ist. Doch ausgerechnet die Corona-Pandemie wird der Transformation hin zu einer umweltfreundlicheren, sozialeren und ethischeren Wirtschaft zum Siegeszug verhelfen. Davon zeigten sich Experten beim Nachhaltigkeitsforum der Süddeutschen Zeitung überzeugt. Große Kapitalanleger wie die Versicherungswirtschaft können dabei helfen – nicht nur über Ausschlusslisten von Unternehmen, in die sie nicht mehr investieren wollen, sagte Sona Stadtelmeyer-Petru, Nachhaltigkeitsverantwortliche bei Allianz Investment Management. mehr

 

Lloyd’s startet Austausch- und Bildungsplattform (8. Februar 2021)

Lloyd’s of London will den Dialog zu systemischen Risiken fördern. Deshalb hat der Versicherungsmarkt die Plattform Futureset gestartet. Vertreter der Versicherer, von Regierungen und Versicherungskunden sollen sich auf Futureset über Auswirkungen der größten Probleme wie Klimawandel oder Pandemien austauschen sowie gemeinsam nach Lösungsansätzen suchen können. Futureset fungiert dabei als Gastgeber und bietet unter anderem Lehrveranstaltungen an. mehr

 

NAG fordert Corona-Bonus für alle (8. Februar 2021)

Die Neue Assekuranz Gewerkschaft (NAG) hat ihre Forderung erneuert, dass die Versicherungsunternehmen ihren Mitarbeitern einheitlich einen Corona-Bonus zahlen sollen. Dabei weist die Gewerkschaft darauf hin, dass die Bundesregierung die Möglichkeit der Auszahlung einer steuer- und abgabenfreien Bonuszahlung bis zum 30. Juni 2021 verlängert hat. Ursprünglich sollte die Regelung zum Jahresende 2020 auslaufen. mehr

 

Corona lässt Talanx-Gewinn einbrechen (5. Februar 2021)

Die Talanx hat 2020 einen Gewinn von 673 Mio. Euro erzielt und damit deutlich weniger als die 923 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das zeigen vorläufige Zahlen. Den Grund sieht der Konzern in den Corona-Schäden in Höhe von 1,5 Mrd. Euro in der Erst- und Rückversicherung. Damit hat sich die Hoffnung der Branche vom Frühjahr 2020 nicht erfüllt, dass die Pandemie ein überschaubares Schadenpotenzial birgt. Damals lag der Fokus vor allem auf den Folgen für die Kapitalanlage, Betriebsschließungsdeckungen waren kaum jemandem ein Begriff. mehr

 

Hannover Rück erzielt 5,5 Prozent höhere Preise (4. Februar 2021)

Die Hannover Rück hat bei der Januar-Vertragserneuerung 5,5 Prozent höhere Preise in der Schadenrückversicherung erzielt. Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Das zur Verhandlung stehende Prämienvolumen stieg in der Folge um 8,5 Prozent auf 8,4 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr hat der Rückversicherer wegen der Corona-Krise nach vorläufigen Zahlen weniger verdient. Die Rückstellungen für Schäden aus der Pandemie wurden im Abschlussquartal um weitere 350 Mio. Euro gestärkt. Für 2021 wird ein Gewinn von über 1,15 Mrd. Euro angepeilt. mehr

 

Wochenspot: Events und Aufsicht (4. Februar 2021)

Wochenspot – der Podcast: Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor jetzt auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Katrin Berkenkopf und Herbert Fromme über die Probleme in der Veranstaltungsversicherung und den anstehenden Führungswechsel an der Spitze der Finanzaufsicht BaFin. mehr

 

 

Schadenregulierung muss den Bedingungen folgen (4. Februar 2021)

 The Long View – Der Hintergrund  Im Streit um Leistungen aus Betriebsschließungspolicen in der Corona-Pandemie ist die Forderung laut geworden, dass Versicherer den drohenden Reputationsschaden beachten und politischer denken müssten. Eine Entschädigung zur Sicherung der Kundenbeziehungen sollte demnach Vorrang haben. Bei näherer Betrachtung gibt es aber keine Alternative zu einer Schadenregulierung anhand der Versicherungsbedingungen, die gegebenenfalls auch restriktiv ausfällt. Politik sollten die Versicherer den Politikern überlassen. mehr

 

Corona hält Privatpatienten von der Vorsorge ab (3. Februar 2021)

Privatpatienten verzichten wegen der Corona-Pandemie auf Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt. Das zeigt eine Befragung von 516 Vollversicherten durch die Assekurata-Tochter Assekurata Solutions vom November 2020. Dabei hatten 21,5 Prozent angegeben, dass sie Kontroll- oder Vorsorgetermine nicht wahrgenommen haben. Frauen verzichteten deutlich häufiger auf die Untersuchungen als Männer. Die Hauptgründe waren die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und Terminverschiebungen. mehr

 

Aon: Das Risikomanagement braucht einen Reset (3. Februar 2021)

Der Großmakler Aon warnt Unternehmen davor, neue Risiken zu unterschätzen. Sie müssten sich auf drastisch veränderte Risiken einstellen und ihr Risikomanagement weiterentwickeln. Das sei nötig, um Widerstandsfähigkeit und Agilität aufzubauen. Die Covid-19-Pandemie habe die Einschätzung von langwierigen und neu auftretenden Risiken in vielen Firmen fundamental verändert. Das Geschehen traf die Unternehmen zumeist unvorbereitet, zeigt eine internationale Umfrage von Aon. mehr

 

Resilienz: Gemeinsam stark (3. Februar 2021)

Mit der Corona-Krise gewinnt Resilienz zunehmend an Bedeutung. Die Widerstandsfähigkeit unserer modernen Gesellschaft wird auf eine harte Probe gestellt. In der Physik beschreibt Resilienz die Eigenschaft eines Körpers, der nach seiner Verformung in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehrt. Aber ist eine Rückkehr in den Zustand vor Corona erstrebenswert? Es ist wichtig, aus der Krise Lehren zu ziehen. Es gilt, eine neue Kultur des Risikomanagements zu entwickeln. mehr

 

Veranstalter im Krisenmodus (3. Februar 2021)

 Exklusiv  Die Pandemie hat die Veranstaltungsbranche besonders heftig getroffen. Konzerte, Messen, Festivals und vieles mehr wurden abgesagt. Wann sich Menschen wieder versammeln dürfen, ist unklar. Doch auch wenn die Infektionszahlen es wieder zulassen, haben die Veranstalter ein Problem: Es gibt aktuell keinen Versicherungsschutz für infektionsbedingte Ausfälle. Der Versicherungsmonitor hat sich bei Versicherern und Maklern umgehört, wie die Lage ist und was jetzt geschehen muss, damit der Neustart gelingt. mehr

 

Corona beschert DEVK-Kunden Rückerstattungen (2. Februar 2021)

Die Deutsche Eisenbahner Versicherungskasse (DEVK) hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Schäden verzeichnet. Für Kunden des Kölner Versicherers bedeutet das eine Beitragsrückerstattung. Die DEVK zahlt ihnen regelmäßig Beiträge zurück, mit 13 Mio. Euro ist es für 2020 jedoch eine besonders hohe Summe. Grund dafür sind die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns. mehr

 

Corona wird zum Streitthema in der PKV (2. Februar 2021)

Die Corona-Pandemie hat den Ombudsmann für die private Krankenversicherung (PKV) mit einer Reihe von neuen Fragestellungen konfrontiert. Dabei ging es etwa um die Pflicht zur Zahlung von Beiträgen oder die Erstattungsfähigkeit von FFP2-Masken. Das Arbeitsvolumen von Ombudsmann Heinz Lanfermann ist durch die Pandemie aber nicht merklich angestiegen. Bei der Schlichtungsstelle sind im vergangenen Jahr weniger Beschwerden eingegangen als im Mittel der vergangenen Jahre. Bei den dominierenden Themen gab es wenig Veränderung. mehr

 

Eiopa sorgt sich um Fondspolicen (29. Januar 2021)

Die Corona-Pandemie hatte im vergangenen Jahr keine erheblichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von Versicherern und Pensionseinrichtungen. Zu diesem Schluss kommt Eiopa, die europäische Aufsichtsbehörde für Versicherer und Pensionsfonds, in ihrer aktuellen Ausgabe des Consumer Trend Reports. Die Behörde hat eine Reihe von Schlüsselthemen ermittelt, die sich aus Sicht des Verbraucherschutzes aus dieser ersten Phase der Pandemie ergeben. Dominierendes Thema sind fondsgebundene Lebensversicherungen. mehr

 

Cyberangreifer setzen auf neue Masche (29. Januar 2021)

Unternehmen waren im vergangenen Jahr deutlich mehr Cyberangriffen ausgesetzt. Ein Grund: Der Wechsel vieler Mitarbeiter ins Homeoffice hat die Systeme verwundbarer gemacht. Daneben macht den Cyberversicherern eine andere Entwicklung Sorgen. Obwohl viele Unternehmen verschlüsselte Systeme nach Angriffen per Backup schnell wieder ans Laufen bekommen, steigt die Bereitschaft, Lösegeld zu zahlen, hieß es bei einem Webinar der Kanzlei Clyde & Co. Dafür sorgt eine neue Strategie der immer professioneller agierenden Cyberkriminellen. mehr

 

Insurtechs verzeichnen Rekordjahr (28. Januar 2021)

Trotz der Corona-Pandemie haben Insurtechs im Jahr 2020 ein Rekordvolumen von 7,1 Mrd. Dollar (5,85 Mrd. Euro) bei Investoren eingesammelt. Das ist ein Anstieg um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie ein Bericht des Beraters und Maklers Willis Towers Watson zeigt. Dabei hatten sich die Geldgeber Anfang 2020 noch zurückgehalten. Eine große Rolle gespielt haben erneut wenige große Deals im vierten Quartal. mehr

 

Versicherungsmarken verlieren Wert (28. Januar 2021)

Die bedeutendsten Versicherungsmarken der Welt haben in der Pandemie an Wert eingebüßt, zeigt das Ranking der 500 wertvollsten Marken des Beraters Brand Finance. Das gilt für Branchenprimus Ping An genauso wie die Nummer drei Allianz, die um 25 Plätze schlechter abschneidet als im Vorjahr. Noch schlechter ist es dem Rückversicherer Swiss Re ergangenen. Zu den Gewinnern zählt dagegen Konkurrent Munich Re. An der Spitze des Rankings dominieren Tech-Unternehmen aus den USA. mehr

 

Signal Iduna ist zufrieden (27. Januar 2021)

Das Pandemiejahr 2020 lief besser für die Signal Iduna, als sie befürchten musste. Prämieneinnahmen und Neugeschäft entwickelten sich respektabel. Konzernchef Ulrich Leitermann setzt darauf, dass der Konzern weiter stärker wächst als der Markt und seinen Fokus auf Handwerk und Mittelstand noch ausbaut. In der Hauptsparte PKV musste die Signal Iduna erstmals seit Jahren bei der Zahl der Vollversicherten einen Rückgang hinnehmen. Die verglichen mit anderen Gesellschaften großzügige Regulierungspraxis in der Betriebsschließungsversicherung habe sich sehr positiv im Neugeschäft im Mittelstand ausgewirkt, so Leitermann. mehr

 

Abrechnungsbetrug wird für Krankenversicherer teurer (26. Januar 2021)

Unrichtige Abrechnungen für nicht erbrachte Dienstleistungen führen im Gesundheitswesen zu immer höheren Schäden. Das berichtet das Beratungshaus PwC und beruft sich auf eine Umfrage unter gesetzlichen Kassen und privaten Krankenversicherern. Demnach sind die Kosten, die den Anbietern durch Abrechnungsbetrug entstehen, in den vergangenen neun Jahren deutlich gestiegen. Die Corona-Pandemie wird die Entwicklung noch einmal beschleunigen, so die Berater. mehr

 

Fitch sorgt sich um Zinsauswirkungen der Pandemie (26. Januar 2021)

Die Ratingagentur Fitch blickt mit gemischten Gefühlen auf die deutschen Lebensversicherer. Während die Corona-Krise keine drastischen Auswirkungen auf das Neugeschäft und die Sterblichkeit bei den Kunden hatte, trifft sie die Anbieter vor allem über das Niedrigzinsumfeld, das sich durch die Pandemie verschärft hat. Fitch sorgt sich um den sogenannten Duration-Mismatch und die damit verbundenen Wiederanlagerisiken. Die Analysten gehen zudem davon aus, dass die Solvenzquoten im 2020 spürbar gesunken sind. Die Lage der Schaden- und Unfallversicherer im laufenden Jahr berurteilen sie positiver, 2022 könnte es allerdings wieder leicht bergab gehen. mehr

 

FCA warnt vor weitreichenden Folgen (25. Januar 2021)

Mitte Januar hatte der britische Supreme Court bei einem Musterprozess um Betriebsunterbrechungen das sogenannte Orient Express-Urteil gekippt. Laut dem obersten Gericht ist es Versicherern nicht mehr gestattet, Schadenzahlungen wegen äußerer Umstände zu kürzen und zu argumentieren, dass Gastronomen auch ohne behördliche Betriebsschließung in der Corona-Krise kaum Geschäft gemacht hätten. Die Anbieter müssten sich im Klaren darüber sein, dass diese Entscheidung auch Auswirkungen auf die Regulierung anderer Schäden haben kann, warnt die Finanzaufsicht FCA. mehr

 

Cyber und Corona treiben das D&O-Risiko (25. Januar 2021)

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die Risiken für Managerinnen und Manager werden durch Cybergefahren verstärkt. Dies gilt insbesondere während der Corona-Pandemie, die das Risiko von Cyberangriffen und zugleich den wirtschaftlichen Druck auf Unternehmen erhöht hat. Dies könnte dazu führen, dass Unternehmen zukünftig im Nachgang zu einem Cyber- oder Datenschutzvorfall reflexartig die Geltendmachung etwaiger Schadensersatzansprüche gegen ihre Organe prüfen und bei festgestellten Pflichtverletzungen – zum Beispiel im Hinblick auf die Organisation der Cybersicherheit – auch geltend machen werden. mehr

 

Versicherer holen bei Digitalisierung auf (22. Januar 2021)

Corona macht es möglich: Der Anteil und Erfolg digitaler Angebote von Versicherern ist 2020 im Vergleich zu 2018 massiv gestiegen. Dennoch gibt es laut einer Studie des Beratungsunternehmens MSR immer noch große Unterschiede in der Leistung, gerade zwischen großen Versicherern und mittelständischen Unternehmen. Die Autoren konnten fünf Faktoren für den digitalen Erfolg ausmachen. Das persönliche Beratungsgespräch bleibt trotz aller Internetaffinität junger Kunden zentral. mehr

 

Vorsicht vor der Insolvenzwelle (21. Januar 2021)

Die verlängerte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht kann eine Pleitewelle nicht verhindern. Sie birgt Risiken für Unternehmen, die vorschnell davon Gebrauch machen. Das wurde auf der Euroforum-Haftpflichtkonferenz deutlich. Der Fachanwalt für Insolvenzrecht Lucas Flöther warnte, dass Unternehmensführer die Aussetzung fälschlich als voraussetzungslos einstuften. Sie riskierten den Vorwurf der Insolvenzverschleppung – letztlich auf Kosten der D&O-Versicherer. Theo Päffgen vom Fonds für Prozessfinanzierung Harbour Litigation Funding widersprach dem Vorwurf, dass sein Geschäftsmodell auf Kosten der Versicherer geht. mehr

 

GDV: Vorsichtig optimistisch in der Krise (

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht trotz Corona-Krise optimistisch ins neue Jahr. Er peilt ein spartenübergreifendes Wachstum in Höhe von über zwei Prozent an, das vor allem von der Lebensversicherung gespeist werden soll. Das zeigte die digitale Jahrespressekonferenz. Präsident Wolfgang Weiler bedauert den Imageschaden für die Branche wegen des Streits über die Regulierung von Betriebsschließungsschäden. Das Verbandskonzept für eine staatlich gestützte Pandemieversicherung sei in der Politik auf Zustimmung gestoßen, sagte Präsidiumsmitglied und R+V-Chef Norbert Rollinger. Er bremste aber Erwartungen an eine rasche Umsetzung. mehr

 

AGCS: Covid dominiert Geschäftsrisiken (19. Januar 2021)

Betriebsunterbrechungen sind das meistgefürchtete Risiko für Unternehmen weltweit. Das ist das Ergebnis des aktuellen Risikobarometers des Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS). Dahinter folgen das in der Vergangenheit vernachlässigte Pandemierisiko auf Platz zwei und Cybervorfälle auf der dritten Position. Damit drückt die Corona-Krise der neusten Ausgabe der alljährlichen Befragung ihren Stempel auf. Bei AGCS selbst hat sie einen Schaden von rund 500 Mio. Euro in der Veranstaltungsversicherung verursacht. mehr

 

Fitch: Keine Herabstufungen wegen FCA-Urteil (18. Januar 2021)

Am Freitag hatte der britische Supreme Court im Musterprozess der Finanzaufsicht FCA um Betriebsunterbrechungspolicen entschieden, dass die Versicherer Schäden durch den Corona-Lockdown größtenteils übernehmen müssen. Das Urteil wird die Ratings der Anbieter allerdings nicht in Mitleidenschaft ziehen, glaubt die Ratingagentur Fitch. Die zusätzlichen Reservierungen der Versicherer für Schäden halten sich bisher in Grenzen – auch dank Rückversicherungsschutz. Der Richterspruch könnte die Gesellschaften aber an einem anderen Punkt erheblichen Schaden zufügen. mehr

 

Gute Aussichten für europäische Versicherer (18. Januar 2021)

Die Corona-Pandemie hat in den Ergebnissen der großen europäischen Versicherer zwar ihre Spuren hinterlassen, die Analysten der Investmentbank J.P. Morgan Cazenove sind dennoch optimistisch, was die Aussichten von Allianz, Axa, Generali und Zurich angeht. Bei den im Februar und März anstehenden Veröffentlichungen der 2020er Ergebnisse stehen laut den Analysten die Preise in der Industrieversicherung, die Kapitalstärke und die Corona-Pandemie im Mittelpunkt. Außerdem wichtig: Die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen bei Generali und Axa. mehr

 

Betriebsschließung bleibt auch 2021 ein Thema (18. Januar 2021)

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Während wir uns mitten in der zweiten Welle der Corona-Pandemie befinden, hat die Versicherungswirtschaft mit den überarbeiteten Musterbedingungen für die Betriebsschließungsversicherung ein neues Angebot für diesen Bereich entwickelt. Die Aufarbeitung der ersten Welle ist aber noch nicht abgeschlossen. Sie wird die Gerichte mit den zahlreichen Rechtsstreitigkeiten um Versicherungsschutz aus Betriebsschließungspolicen noch über 2021 hinaus beschäftigen. Ein erster Zwischenstand zeigt: Es gibt mehr klageabweisende als klagestattgebende Urteile. mehr

 

Versicherer unterliegen im FCA-Prozess (15. Januar 2021)

Im Musterprozess der britischen Finanzaufsicht FCA gegen Betriebsschließungsversicherer hat sich der oberste Gerichtshof des Landes auf die Seite der Versicherungsnehmer gestellt – und das noch weitreichender als die Vorinstanz. Die Berufung der Anbieter, die Kunden nicht für Corona-bedingte Betriebsschließungen entschädigen wollten, wies der Supreme Court ab, den Kritikpunkten der FCA am vorangegangenen Urteil des High Court gaben die Richter größtenteils statt. Zudem erklärten sie das versichererfreundliche Orient Express-Urteil für falsch und forderten seine Aufhebung. mehr

 

R+V fördert Corona-Schnelltests (14. Januar 2021)

Die R+V will Apotheker unterstützen, die Antigen-Schnelltests anbieten. Sie verzichtet laut einer Mitteilung auf einen Beitragszuschlag in der Betriebshaftpflichtversicherung. Ende 2020 hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass auch Apotheker die Antigen-Schnelltests durchführen dürfen. Das soll die Test-Kapazität in der Corona-Krise erhöhen. mehr

Maklerkonsolidierung: Hat der Big Bang begonnen? (13. Januar 2021)

 Meinung am Mittwoch  Versicherungsmakler sind bislang von der Corona-Krise weitgehend verschont geblieben. Das macht sie attraktiv für Private Equity-Firmen, die sich Investitionsziele suchen. Für Unternehmer ist gerade also ein guter Verkaufszeitpunkt. Sie können sich ihre Investoren fast schon aussuchen. Bei der Übernahme von Maklern gibt es allerdings ein unterschätztes Risiko. mehr

 

Keinen Bock auf Versicherungswechsel (12. Januar 2021)

Trotz großer Bemühungen der Kfz-Versicherer, Autofahrer zu einem Anbieterwechsel zu bewegen, sind den werbewirksamen Aufrufen im Jahresendgeschäft 2020 nur relativ wenige Kunden gefolgt. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Sirius Campus haben nur 4,7 Prozent der rund 40 Millionen privaten Kfz-Versicherungsnehmer einen neuen Versicherer gesucht. 2019 waren es noch 5,2 Prozent oder 2,1 Millionen Wechsler. Die Wechselmüdigkeit ist nicht nur Corona geschuldet. mehr

 

Moody’s sieht Lebensversicherer unter Druck (11. Januar 2021)

Nach Einschätzung der Ratingagentur Moody’s erweisen sich die europäischen Lebensversicherer als widerstandsfähig genug, um Schäden im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufzufangen. Ihnen könnte jedoch der Qualitätsabrieb auf der Kapitalanlagenseite zum Verhängnis werden. „Wir erwarten, dass die Kapitalanforderungen der europäischen Versicherer aufgrund der verschlechterten Kreditqualität ihrer festverzinslichen Anlagen steigen werden“, sagt Benjamin Serra, Senior Vice President bei Moody’s. mehr

 

Vier Megatrends für 2021 (8. Januar 2021)

Herbert Fromme

 Herbert Frommes Kolumne   Die Pandemie, die Niedrigzinsen, die Digitalisierung und das größere Selbstbewusstsein der Aufseher, das sind Megatrends, die unserer Ansicht nach 2021 bestimmen werden. Allerdings: Es gab kaum ein Jahr in der jüngeren Geschichte, bei dem Vorhersagen so schwierig sind wie jetzt. Denn die Gesellschaft ist durch Pandemie und Lockdown in einer Art Dämmerzustand. Was genau passiert, wenn sie aufwacht, weiß niemand. mehr

 

Zurich: Covid-19 verursacht Rückstaus an Gerichten (7. Januar 2021)

An britischen Gerichten hängen wegen der Corona-Pandemie derzeit Verhandlungen über Schadenersatzansprüche in Höhe von 240 Mio. Pfund (265,3 Mio. Euro) fest und verursachen damit einen riesigen Rückstau. Das geht aus einer Schätzung des Versicherers Zurich auf Grundlage von Statistiken der britischen Ziviljustiz hervor. Die britische Tochter des Schweizer Unternehmens hat sehr lange Wartezeiten von der Klage bis zum Verhandlungstag erfasst, vor allem bei Betroffenen, die Schadenersatzansprüche nach einem Verkehrsunfall einklagen wollen. mehr

 

Corona-Roundup: Lloyd’s, Genesene, Kreditversicherer (6. Januar 2021)

Der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s reagiert auf die strengeren Corona-Restriktionen der britischen Regierung und schließt seine Büroräume. Dank virtuellem Underwriting-Room und erprobter Arbeit im Homeoffice sieht sich Lloyd’s aber gut gerüstet, den Geschäftsbetrieb weiterhin am Laufen zu halten. In Indien und in der Schweiz müssen Corona-Genesene mit Beeinträchtigungen in der Krankenversicherung rechnen. Großbritannien hat die staatliche Garantie für Kreditversicherer bis Mitte des Jahres verlängert. mehr

 

„Die Garantieprodukte der Versicherer sind erledigt“ (5. Januar 2021)

 Exklusiv  Das Beratungshaus für betriebliche Altersversorgung (bAV) Auxilion hat sich auf Mittelständler spezialisiert und organisiert eine Direktzusage statt Versicherungslösungen. Während die gesamte Branche unter enormen Druck steht, verspricht Auxilion mit seinem Modell eine Verzinsung von vier Prozent. Jetzt sieht Gründer Joachim Bangert durch die anhaltend niedrigen Zinsen und die Corona-Krise seine Chance gekommen, endlich mehr Marktanteile von den großen Versicherern zu erobern. mehr

 

 

In dieser Übersicht finden Sie Versicherungsmonitor-Artikel zur Krise ab Januar 2021. Frühere Berichte zum Thema finden Sie hier.

 

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Kategorien: Allgemein, Nachrichten

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