Der italienische Versicherer Generali und die französische Bank Banque Populaire Caisse d’Epargne (BPCE) haben ihre Pläne für die Zusammenlegung der Vermögensverwalter Generali Investment Holdings und Natixis aufgegeben. Das teilten beide Gruppen am Donnerstag mit. Das Projekt sei unter Branchengesichtspunkten sinnvoll, aber die Voraussetzungen für eine endgültige Einigung seien nicht gegeben. Damit spielten die beiden Seiten auf die Regierung in Rom an, die sich vehement gegen die Fusion ausgesprochen hat.
Terzariol steigt bei Generali auf
Die Generali hat den früheren Allianz-Manager Giulio Terzariol zum stellvertretenden Konzernchef ernannt. Damit rückt er der Nachfolge von CEO Philippe Donnet näher. Donnet ist 65, sein Vertrag läuft 2028 aus. Terzariol wird bei der Generali Gegenwind verspüren, weil die bisherige Opposition zu Donnet bei den Aktionären künftig die Mehrheit hat. Aber es ist unwahrscheinlich, dass sich der Versicherer von dem fähigen und bei Anlegern beliebten Manager trennt.
Generali verteidigt Natixis-Deal
Philippe Donnet, CEO des italienischen Versicherers Generali, muss um die Krönung seiner Strategie kämpfen. Seit Jahren will der französischstämmige Donnet die Vermögensverwaltung ausbauen. Jetzt hat er die Fusion der Asset Manager seines Konzerns mit Natixis aus Frankreich eingefädelt. Doch Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und einflussreiche Aktionäre der Generali haben Bedenken. Donnet antwortet mit einem sechsseitigen Statement.


