Archiv ‘Aktienkurs’

Allianz muss noch lange mit Skandal leben

Die Allianz kann nicht, wie sie gehofft hatte, den Structured-Alpha-Skandal in den USA schnell hinter sich lassen. Denn der Betrugsprozess gegen Gregoire Tournant, der die Fonds leitend gemanaged hat, soll erst am 5. Februar 2024 beginnen, also in rund 16 Monaten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das Gericht begründet das mit der Komplexität des Vorgangs. Für Allianz-Chef Oliver Bäte ist das keine gute Nachricht. Er muss damit fertig werden, dass der Aktienkurs sich deutlich schlechter entwickelt als Kurse von Rivalen. Dabei spielt der US-Skandal eine Rolle. … Lesen Sie mehr ›

US-Insurtechs setzen auf Kostensenkung

Die Talfahrt der Insurtech-Aktien an den US-Börsen hat dafür gesorgt, dass die Unternehmen sich darauf konzentrieren, profitabel zu werden. Wachstum steht nicht mehr im Vordergrund, stattdessen sollen die Kosten sinken. Ein Mittel dafür sind Entlassungen. Als nächstes könnten die Insurtechs außerdem ihre Marketingausgaben drosseln, erwartet die S&P Global Market Intelligence in einem Marktbericht. Langfristig rechnet S&P damit, dass auch die Ausgaben für Technologieentwicklung zurückgehen werden. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Syncier, Heymoney, Allianz Direct: Technikprobleme der Allianz

 Herbert Frommes Kolumne  Wenn Anleger und Analysten Allianz-Aktien kaufen oder empfehlen, liegt das an den hohen garantierten Dividenden und den regelmäßigen Aktienrückkäufen. Der Structured Alpha-Skandal in den USA führt aktuell zu einer Schwächephase der Aktie. Langfristig denkende Anleger sollten sich aber nicht nur um diesen und mögliche weitere Skandale Sorgen machen, sondern um die technische Entwicklung. Große IT-Initiativen, die von der Allianz SE unter Konzernchef Oliver Bäte angeschoben wurden, sind entweder gescheitert oder mussten deutlich den Kurs ändern. Wie zukunftsfähig ist die Allianz? … Lesen Sie mehr ›

DFV: Profitabilität wichtiger als Wachstum

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat im ersten Quartal ihr Ziel erreicht, profitabel zu arbeiten. Unter dem Strich stand nach den ersten drei Monaten des Jahres ein Nachsteuergewinn von 1 Mio. Euro. Dafür hat der Versicherer vor allem an den Vertriebsausgaben geschraubt. Angesichts des Kriegs in der Ukraine und unklarer wirtschaftlicher Ausgaben hat Unternehmenschef Stefan Knoll die Prioritäten verschoben. Wichtiger als Wachstum um jeden Preis ist ihm nun die Profitabilität. … Lesen Sie mehr ›

Bäte will Structured Alpha-Skandal schnell beenden

Die Allianz wird der Structured Alpha-Skandal in den USA Milliarden kosten, hunderte Millionen sind bereits an geschädigte Anleger geflossen. Wie teuer das Fondsdebakel letztlich genau wird, wollte Allianz-Chef Oliver Bäte auf der Hauptversammlung nicht prognostizieren. Denn noch ist nicht klar, wie hoch mögliche Geldstrafen des Justizministeriums und der Börsenaufsicht sein werden. Bäte versprühte dennoch Optimismus. „Wir wollen das rechtlich und auch finanziell sehr schnell hinter uns bringen“, sagte er. Vor der Hauptversammlung mussten sich die Münchener harsche Kritik von Anlegern gefallen lassen. … Lesen Sie mehr ›

Knoll enttäuscht, Schinnenburg muss gehen

Stefan Knoll (Bild), Gründer und Chef der Deutschen Familienversicherung, ist trotz einer Steigerung der Bruttobeiträge im vergangenen Jahr um 35 Prozent auf 155 Mio. Euro nicht auf ganzer Linie zufrieden. Das Neugeschäftsvolumen lag mit 23 Mio. Euro deutlich unter dem ursprünglich angestrebten Zielwert. Das hat Konsequenzen: Das Unternehmen feuert Vertriebsvorstand Stephan Schinnenburg. Dass der Verlust geringer ausfällt als erwartet, liegt vor allem am spürbar verbesserten Kapitalanlageergebnis. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Lemonade und das Allianz-Aktientrauma

 Herbert Frommes Kolumne  Das Start-up Lemonade wird an der New Yorker Börse mit 9 Mrd. Dollar bewertet. Innerhalb von sechs Monaten hat sich der Kurs des sehr kleinen Versicherers verdreifacht. Verglichen damit dümpeln die Kurse großer Versicherer wie Allianz und Munich Re vor sich hin. Das erklärt den Eifer der Vorstände, trotz Krise auf jeden Fall Dividenden zahlen zu wollen. Dazu kommt ein Trauma, das jetzt 20 Jahre alt ist – aber immer noch wirkt. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Ein ganz dünner Draht

 Herbert Frommes Kolumne  Allianz und Munich Re sind in einer Zwickmühle. Einerseits müssen sie klarmachen, dass die Krise sie selbstverständlich auch betrifft und dass sie gute Gründe haben für ihr aktuelles Marktverhalten. Dazu gehören die Zahlungsverweigerung in der Betriebsschließung, der Ausschluss von Pandemierisiken aus künftigen Policen und die steilen Preissteigerungen in der Industrieversicherung. Gleichzeitig versuchen sie, ihren Aktionären den Eindruck von größtmöglicher Normalität zu geben, schließlich leiden beide aktuell unter Liebesentzug der Anleger. Die Akteure tanzen auf einem ganz dünnen Draht. … Lesen Sie mehr ›

„Florence“ wird langsamer, bleibt aber gefährlich

US-Behörden haben den Hurrikan „Florence“, der am Freitagmorgen auf die Ostküste der USA treffen soll, von Stufe 5 auf Stufe 2 herabgesetzt. An seiner Zerstörungskraft ändert das aber nicht viel, Experten rechnen mit Versicherungsschäden von bis zu 20 Mrd. Dollar. Der Hurrikan bewegt sich außergewöhnlich langsam voran, Sturmfluten und Regenfälle dürften daher umso länger anhalten und auch im Landesinneren starke Überschwemmungen verursachen. Für Unternehmen steigt die Gefahr teurer Betriebsunterbrechungen, vor allem durch Engpässe bei der der Versorgung mit Strom, Wasser und Kraftstoffen. Am Freitag senkte J.P. Morgan seine Schadenprognose: Die versicherten Schäden dürften eher am unteren Ende des Korridors von […] … Lesen Sie mehr ›

Versicherer mit Kursgewinn nach M&A

Aus Aktionärssicht haben sich Zusammenschlüsse und Übernahmen (M&A) von Versicherern in den vergangenen Jahren ausgezahlt. Im Vergleich zum Markt legte der Kurs der Unternehmen mit M&A-Aktivitäten seit 2008 um 3,7 Prozentpunkte zu. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Beratungs- und Maklerunternehmens Willis Towers Watson. Das Unternehmen hat alle Deals weltweit mit einem Wert von mindestens 50 Mio. Dollar seit 2008 unter die Lupe genommen. … Lesen Sie mehr ›

Allianz-Quartalsgewinn bricht ein

Die erfolgsverwöhnte Allianz hat im zweiten Quartal 2016 deutlich weniger verdient als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit 1,1 Mrd. Euro war der Nettogewinn um 46 Prozent niedriger. Vorstandschef Oliver Bäte machte dafür hohe Schäden aus Naturkatastrophen sowie bereits gebuchte Belastungen aus dem geplanten Verkauf der südkoreanischen Lebens-Tochter verantwortlich. Am operativen Gewinnziel von 10 Mrd. Euro bis 11 Mrd. Euro für das volle Jahr 2016 hält Bäte fest. Übernahmen prüft die Allianz. Wenn es keine lohnenden Ziele gibt, will der Vorstand auch über Aktienrückkäufe oder Sonderdividenden Geld an Aktionäre zurückgeben. Dennoch verlor die Aktie am Vormittag deutlich. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Oliver Bätes Verbeugung

 Herbert Frommes Kolumne  Allianz-Chef Oliver Bäte hat Investoren eine Steigerung des Gewinns pro Aktie um fünf Prozent zugesagt – jährlich. Das ist angesichts der Marktsituation eine sehr sportliche Ansage, aber die Verbeugung vor den Anlegern macht aus seiner Sicht Sinn. Denn die Kapitalmärkte lieben die Versicherungswirtschaft nicht wegen ihres Geschäftsmodells, sondern wegen der hohen Cash-Bestände in den Reserven und entsprechenden Ausschüttungsmöglichkeiten. Und sie scheuen nicht davor zurück, die Zerstückelung ganzer Konzerne zu betreiben – AIG ist ein gutes Beispiel. … Lesen Sie mehr ›

Zurich meldet US-Probleme und sagt RSA-Kauf ab

Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich muss die Reserven in der US-Haftpflichtversicherung deutlich erhöhen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Außerdem trifft die Explosionsserie im chinesischen Hafen Tianjin das Unternehmen mit rund 275 Mio. Dollar. Die geplante Übernahme des britischen Rivalen RSA hat Zurich abgesagt. Aktionäre hoffen jetzt wieder auf eine Sonderdividende, die das Unternehmen vor Aufnahme der Gespräche mit RSA in Aussicht gestellt hatte. … Lesen Sie mehr ›

Aktiencrash schmerzt Versicherer

Die Aktienquote der deutschen Lebensversicherer liegt bei 4,4 Prozent, bei den Schaden- und Unfallversicherern sind es 6,6 Prozent, alle Erstversicherer zusammen kommen auf 4,5 Prozent. Es handelt sich um vergleichsweise kleine Anteile an den gesamten Kapitalanlagen. Dennoch kann die Branche den Crash an den Aktienbörsen nicht gelassen betrachten. Erstens sind trotz kleiner Prozentzahlen hohe Summen im Spiel. Dazu kommt, dass die höhere Volatilität der Märkte den Versicherern enorm schadet. Außerdem sind die großen Anbieter von fallenden Kursen ihrer eigenen Aktien betroffen. … Lesen Sie mehr ›