Archiv ‘Bayerischer Finanzgipfel’

Bäte: Deutschland ist nicht produktiv genug

Die deutsche Wirtschaft wird 2024 im zweiten Jahr in Folge schrumpfen. Dafür sieht Allianz-Chef Oliver Bäte mehrere Gründe. Den Deutschen fehle die Motivation, mehr zu arbeiten und so die Produktivitätslücke zu schließen, sagte er beim Bayerischen Finanzgipfel der SZ. Er forderte die Politik auf, eine bessere Infrastruktur für Kindergärten und Krippen zu schaffen, damit Eltern, die in Teilzeit arbeiten, mehr Zeit für ihren Beruf haben. Bäte hält auch bessere Rahmenbedingungen für Fachkräfte aus dem Ausland für nötig.

Gefährdete Verkehrsteilnehmer

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Der Autotag der Allianz in Ismaning, die Baden-Baden Media Conference der Swiss Re, der Bayerische Finanzgipfel und der Investorentag der Hannover Rück

Gabor: Investiert mehr in Start-ups!

Europa und auch Deutschland haben eine Reihe vielversprechender Start-ups im Banken- und Versicherungsbereich hervorgebracht, die in puncto Geschäftsmodell Jungunternehmen aus den USA überlegen sind. Die europäischen Finanzdienstleister sorgten mit ihrer mangelnden Investitionsbereitschaft aber dafür, dass viele Start-ups vor dem Aus stehen, kritisierte Carolin Gabor, Chefin der Venture Capital-Gesellschaft Caesar. Das bedroht den gesamten Finanzplatz Europa.

Nachhaltigkeit: Große Anstrengungen, Erfolg ungewiss

An der Transformation der Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit geht kein Weg vorbei, allerdings dürfen die Unternehmen auch nicht überfordert werden. Darin waren sich die Teilnehmer einer Diskussionsrunde auf dem Bayerischen Finanzgipfel der Süddeutschen Zeitung einig. Skeptisch zeigten sie sich, ob die Geschwindigkeit ausreicht, um den Klimawandel zu stoppen. Der Finanzchef der Versicherungskammer Bayern Andreas Kolb wies den Vorwurf zurück, dass Versicherer Nachhaltigkeit zum Vorwand nehmen, um sich ungeliebte Risiken vom Hals zu halten.

Die Big Techs sind auf dem Weg

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Google, Amazon oder eine der anderen großen Technologie-Firmen aktiv in den Versicherungsmarkt einsteigt. Das war der Konsens einer Expertendiskussionsrunde beim „Bayerischen Finanzgipfel“ der Süddeutschen Zeitung. Im Bankenbereich gebe es bereits erste Angriffe von den sogenannten Big Techs, berichtet Andreas Wodtke von IBM. Doch Versicherer, Banken und Vergleichsportale wie Check24 können mit den Tech-Giganten konkurrieren, wenn sie es schaffen, eigene Plattformen aufzubauen. Die Strategien dazu sind sehr unterschiedlich.

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