Beim Krankenhaushaftpflichtversicherer Relyens entfallen 3,3 Prozent der gemeldeten Schäden auf vermeidbare schwere medizinische Fehler wie eine im Bauchraum vergessene Schere. Das zeigt eine Auswertung von mehr als 10.000 Versicherungsansprüchen in vier Ländern, darunter Deutschland. Diese seltenen Ereignisse können gravierende Folgen haben und neben menschlichem Leid hohe Kosten verursachen. Relyens macht sich dafür stark, länderübergreifend aus diesen „Never Events“ zu lernen.
Archiv ‘Patientensicherheit’
Relyens passt Cyberpolicen für Kliniken an
Exklusiv Für Krankenhäuser gewinnt in der Cyberversicherung die Unterstützung beim Risikomanagement zunehmend an Bedeutung. Der Spezialversicherer Relyens erweitert deshalb in Abstimmung mit den Kunden das im Jahr 2023 auf den Markt gebrachte Angebot, berichtet Dirk Bednarek, der Leiter der deutschen Niederlassung des Versicherers. Im Hauptgeschäftsfeld Krankenhaushaftpflichtversicherung registriert Bednarek ein steigendes Interesse am Claims-Made-Prinzip, mit dem Relyens ausschließlich arbeitet.
Patientensicherheit ist Faktor für die Klinikhaftpflicht
Krankenhäuser brauchen keine Angst zu haben, ohne Haftpflichtdeckung dazustehen. Für die Zeichnung des Risikos müssen sie aber bestimmte Bedingungen erfüllen, betont Peter Gausmann, Geschäftsführer der zum Makler Ecclesia gehörenden Gesellschaft für Risikoberatung. Die Qualität des Risikomanagements hat Einfluss auf die Prämienhöhe. Bei der Entscheidung über die Deckung spielt das Thema Patientensicherheit eine bedeutende Rolle. Denn sie kann Einfluss auf die Schadenentwicklung haben.
Krankenhaushaftpflicht: Versicherer anspruchsvoller
Krankenhäuser werden auch in zehn Jahren noch ausreichenden Haftpflichtversicherungsschutz finden – allerdings nur, wenn sie sich aktiv für die Patientensicherheit einsetzen. Nicht zuletzt aufgrund der Anforderungen durch Solvency II werden die Versicherer auf ein systematisches Risikomanagement drängen. Davon geht der Versicherungsmakler Ecclesia aus. Hauptgeschäftsführer Tilman Kay erwartet, dass die Klinken höhere Selbstbehalte vereinbaren werden. Die komplette Übernahme der Risiken durch die Häuser selbst hält er aber für unwahrscheinlich.



