Rechtsschutzversicherer sollen ihre Kunden künftig außergerichtlich beraten dürfen. Das schlägt der Freistaat Bayern vor. Die Justizministerkonferenz der Länder soll darüber im November entscheiden und ein entsprechendes Gesetzesvorhaben auf den Weg bringen. Der Vorstoß ist im Sinne der Versicherer – doch anwaltliche Berufsverbände laufen Sturm. Es geht um ein Milliardengeschäft.
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Ombudsfrau: Rekordzahl an Beschwerden seit Gründung
Die Schlichtungsstelle für Streitigkeiten im Versicherungswesen hat im Jahr 2024 so viele Beschwerden wie nie zuvor verzeichnet. Insgesamt gab es ein Plus von 19,5 Prozent im Vergleich zu 2023. Mögliche Gründe sind laut Ombudsfrau Sibylle Kessal-Wulf die höheren Erwartungen der Versicherungsnehmer und die gestiegene Bekanntheit des Vereins. Besonders betroffene Sparten sind die Kfz-, Rechtsschutz- und Lebensversicherung. Mit der Rekordzahl an Beschwerden stieg auch die durchschnittliche Bearbeitungszeit der Schlichtungsstelle.
BGH: Versicherer muss für Diesel-Klage zahlen
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Mittwoch im Rechtsstreit zwischen einem Wohnmobileigentümer und seiner Rechtschutzversicherung zugunsten des Kunden entschieden. Der – namentlich nicht genannte – Rechtsschutzversicherer muss für die Kosten einer Klage gegen den Hersteller des Wohnmobils im Rahmen des Diesel-Skandals aufkommen, teilte das Gericht in einer Presseerklärung mit.


