Tag Archive for ‘Transitionals’

Ergo Leben war 2016 tief unter Wasser

Die Ergo Lebensversicherung musste 2016 mit einer erheblichen Unterdeckung beim Solvenzkapital fertig werden. Die Munich Re-Tochter Ergo war Ende 2015 davon ausgegangen, dass sie für die im Run-off befindliche Gesellschaft keine Übergangsmaßnahmen benötige. Das war ein Irrtum – beim Solvenzkapital war die Ergo Leben in der Spitze mit 1,4 Mrd. Euro unter Wasser, bei der Mindestkapitalanforderung mit 193 Mio. Euro. Das geht aus ihrem SCFR-Bericht an die BaFin hervor. Erst nach Genehmigung der Übergangsmaßnahmen durch die BaFin am 12. Oktober … Lesen Sie mehr ›

Commerzbank warnt vor Solvenz-Fehlschlüssen

Die Commerzbank hat die Solvenzquoten aller 85 deutschen Lebensversicherer untersucht. Marktweit kommt die Branche auf 344 Prozent nach Übergangsmaßnahmen, 207 Prozent unter Nutzung der Volatilitätsanpassung. Die Schlussfolgerung von Analyst Michael Haid: Die Quoten sind angesichts der niedrigen Zinsen vergleichsweise hoch – und sie sagen wenig aus. Auch ein Anbieter mit einer gesunden Quote kann in die Insolvenz rutschen, und schwache Versicherer können höhere Quoten aufweisen als stärkere. … Lesen Sie mehr ›

Grund: Keine ZZR-Erleichterungen in Sicht

Viele Versicherer hoffen auf Erleichterungen bei der Berechnung der Zinszusatzreserve. Nach Einschätzung von Versicherungsaufseher Frank Grund können die Gesellschaft in naher Zukunft damit allerdings nicht rechnen. „Ich sehe das im Moment nicht kommen“, sagte er bei einer Fachkonferenz der Süddeutschen Zeitung in Köln. Er ermahnte Versicherer, die bei den neuen EU-Eigenkapitalregeln Solvency II Übergangsmaßnahmen nutzen, sich um realistische Pläne zur Erfüllung der Mindestkapitalanforderungen nach Ende der Übergangszeit zu bemühen – sonst könnte die Genehmigung für die Maßnahmen zurückgezogen werden. Auch … Lesen Sie mehr ›

BaFin verschärft Manndeckung

Die Finanzaufsicht BaFin hat klargestellt, wie sie die von BaFin-Präsident Felix Hufeld gern als „Manndeckung“ apostrophierte enge Begleitung von Versicherern sieht. Dazu gehören unter anderem ein enges Berichtswesen und die Beteiligung der Wirtschaftsprüfer. Über die Zahl der so von der BaFin unter Sonderbewachung gestellten Anbieter schweigen die Beteiligten. Das Solvency II-Regime ist jetzt seit dem 1. Januar 2016 in Kraft – und beginnt gerade, direkte Auswirkungen auf die Unternehmen zu haben. … Lesen Sie mehr ›

VW-Schadenersatz: Arag streitet mit Anwälten

Die Arag hat bereits 1.000 Anfragen von Kunden, die juristisch gegen Volkswagen oder einzelne Händler wegen des Abgasbetrugs vorgehen wollen oder die eine Klage gegen VW aus aktienrechtlichen Gründen erwägen. In der Regel gewährt der Versicherer Deckung, nicht jedoch bei angestrebten Klagen auf Neuwagen gegen die Händler. Die hält er für aussichtslos, sagten Vorstände bei einer Pressekonferenz des Versicherers. Außerdem erläuterte der Vorstand neue Produkte wie das zusätzliche Arbeitslosengeld und das gerade genehmigte interne Solvency II-Teilmodell. … Lesen Sie mehr ›

Transitionals – Gleichbehandlung durch die BaFin

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Im Rahmen des Übergangs zum Aufsichtsregime Solvency II können Versicherer bei der BaFin einen Antrag auf Genehmigung von Übergangsmaßnahmen für die Bewertung ihrer Rückstellungen einreichen. Diese Übergangsmaßnahmen sind vielfach erforderlich, damit die Unternehmen bereits ab dem 1. Januar 2016 die Solvenzkapitalanforderungen nach Solvency II erfüllen. Die BaFin hat bei den bisherigen Genehmigungsverfahren mit Augenmaß agiert und dabei den Maßstab gesetzt, wann mit einer Genehmigung der Übergangsmaßnahmen zu rechnen ist. Dieser Maßstab gilt aufgrund des … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Warum Öko-Test Unrecht hat

Herbert Frommes Kolumne: Die Zeitschrift Öko-Test hat in der vergangenen Woche die These aufgestellt, dass es den Lebensversicherern in Wirklichkeit gut geht, sie aber von Krise reden, um die Überschussbeteiligungen der Kunden zu senken. Betrachtet man die Gewinne großer Lebensversicherer und den erratischen Kommunikationskurs der Branche („alles in Ordnung“ im selben Atemzug mit „dringend Hilfe nötig“), kann man zu solchen Auffassungen kommen. Falsch sind sie trotzdem. Den Lebensversicherern geht es nicht gut. … Lesen Sie mehr ›