Interview Jurecka: Wir sind noch weit weg von den Weichmarkt-Jahren | Allianz will nicht mehr Erster bei Kfz sein | Lebensversicherer versagen bei der Kerndisziplin lebenslange Rente
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Versicherungsmonitor
02.07.2026 | {%email}

Top Thema
Wie Gaius Capital Vertreter zu Maklern machen will
Die Konsolidierung auf dem Maklermarkt hat das Privatkundensegment bislang noch kaum erfasst. Jetzt ist das Berliner Private-Equity-Haus Gaius Capital mit einer neuen Maklerplattform auf den Markt gekommen – und setzt darauf, Ausschließlichkeitsmitarbeiter abzuwerben. Mitgründer von Wir Makler ist ein bekannter Spezialist für die Vermittlung von Vertretern für Agenturen. weiter (€)

Bild: © Gaius Capital
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Zahl des Tages
50.000 Franken
50.000 Franken (52.500 Euro) an Solidaritätsbeitrag zahlt der Schweizer Bund laut Regierung an die Opfer und Hinterbliebenen des tödlichen Barbrands im Skiort Crans-Montana. Die Zahlung kommt zusätzlich zu 10.000 Franken vom Kanton Wallis, nachdem der Bundesrat das bestehende Opferhilfesystem bei Großschadensereignissen als unzureichend bewertet hatte.
News
 Exklusiv  In der Rückversicherung sinken die Preise, das bekommt auch die Munich Re zu spüren. Der Preisabrieb in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2026 hat sich mit minus 2,5 Prozent bei den Münchnern aber noch in Grenzen gehalten. Dafür musste der Rückversicherer aber beim Volumen Abstriche machen, wie Munich Re-Chef Christoph Jurecka im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt. Dennoch sieht er den Rückversicherer gut aufgestellt. weiter (€)

Bild: © Munich Re

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Der Rückversicherer Munich Re hat im vergangenen Jahr 6,1 Mrd. Euro verdient und damit seine eigenen Überwartungen übertroffen. Die Aktionäre will der Konzern mit einer üppigen Dividendenerhöhung und einem Aktienrückkaufprogramm beglücken. Trotz dieser günstigen Lage verteidigte Munich-Re-Chef Christoph Jurecka bei der Bilanzpressekonferenz den Stellenabbau bei der Erstversicherungstochter Ergo. Der Konzern müsse auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, sagte er. weiter (€)
Lange Zeit kämpften Allianz und HUK-Coburg um die Marktführerschaft in der Kfz-Versicherung. Nachdem die Coburger die Münchener vor einigen Jahren überholt hatten, war der Kampf um die Position des Branchenprimus entbrannt. Das ist laut Allianz-Chef Oliver Bäte kein Thema mehr. Anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen sagte er, der Versicherer wolle wachsen, aber nicht mehr unbedingt die Marktführerschaft zurückholen. 2025 fuhr der Versicherer wieder Rekordgewinne ein und konnte das Geschäft in der Schaden- und Unfallversicherung deutlich verbessern. weiter (€)
Die deutschen Lebensversicherer versagen beim Thema lebenslange Leibrente – und damit ausgerechnet bei dem Alleinstellungsmerkmal, das die Branche auch in der politischen Diskussion um die private Altersvorsorge stets anführt. Das moniert Reiner Will, Chef der Ratingagentur Assekurata. Schon jetzt würden Auszahlungen kaum für die Verrentung verwendet – auch weil die Unternehmen es versäumen, ihren Kunden entsprechende Folgeangebote zu machen. Mit Blick auf die trüben Wachstumsaussichten der Sparte sei das fatal. weiter (€)
Das Insurtech Vectoryx aus Bösel bei Oldenburg bietet im GPT-Store des Chat GPT-Anbieters Open AI ein neues digitales Tool zum Schadenmanagement bei Gebäuden auf Basis künstlicher Intelligenz (KI). Mit dem Tool sollen Eigentümer, Bewohner und Immobilienverwalter Gebäudeschäden über eine dialoggestützte Oberfläche erfassen und verwalten können, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. weiter (€)
 Leute – Aktuelle Personalien  Die Itzehoer bekommt mit dem ehemaligen Baloise-Vorstand Christoph Wappler künftig einen neuen Finanzchef. Die Generali Deutschland verstärkt ihre Personalabteilung mit einer Head of Organizational Development & People Analytics, die von Audi kommt. Der Makler MRH Trowe bündelt seine touristischen Aktivitäten und erweitert dort die Geschäftsführung, und der Industrieversicherer HDI Global hat einen neuen Global Head of Energy & Power. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der Infitech-Gruppe und der Funk Stiftung. weiter (€)
Die Ratingagentur AM Best schätzt die Lage der deutschen Lebensversicherer positiver ein und hat ihren Ausblick auf die Branche von „negativ“ auf „stabil“ gesetzt. Als einen Grund sehen die Experten die Stabilisierung des Zinsumfelds und der Prämieneinnahmen – trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten hierzulande. Auch die Regulatorik und loyale Kunden spielen eine Rolle dabei, dass AM Best die Aussichten besser einschätzt. weiter (€)
Die wirtschaftlichen Unsicherheiten machen auch vor dem größten deutschen Branchenversorgungswerk Metallrente nicht Halt. Die Einrichtung verzeichnete einen deutlichen Rückgang beim Neugeschäft auf rund 49.000 Verträge, das sind 11.600 Verträge weniger als im vergangenen Jahr. Hintergrund ist die Krise in den Kernbranchen Stahl und Elektro, denen die konjunkturelle Talfahrt zu schaffen macht. Die Folge: Die Arbeitgeber bieten ihren Beschäftigten weniger betriebliche Benefits wie Betriebsrenten an. weiter (€)
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Zitat des Tages
„Der Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge ist überfällig und geht in die richtige Richtung. Im besten Fall sorgt er dafür, dass Menschen mit weniger Bürokratie und klaren digitalen Angeboten einfacher vorsorgen können, dabei bessere Renditechancen am Kapitalmarkt nutzen und am Ende des Erwerbslebens spürbar mehr Rente zur Verfügung haben.“
Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, anlässlich ersten Lesung des Altersvorsorgereformgesetzes (BT-Drucksache 21/4088), die am Donnerstag im Bundestag besprochen wird
Die Redaktion empfiehlt
Die R+V ist 2025 bei den Beiträgen um 8,6 Prozent auf rund 23 Mrd. Euro gewachsen, in der deutschen Erstversicherung um 9,3 Prozent auf 17,5 Mrd. Euro. In der Lebensversicherung basiert das Wachstum vor allem auf dem deutlich ausgebauten Einmalbeitragsgeschäft. Im Schaden- und Unfallbereich konnte die Gruppe die Schaden- und Kostenquote wieder in den profitablen Bereich bringen. Erneut betont Vorstandschef Norbert Rollinger, das Potenzial im genossenschaftlichen Lager stärker ausschöpfen zu wollen. weiter (€)
Meinung & Analyse
Die Versicherungsunternehmen sind in Sachen künstlicher Intelligenz noch nicht so weit, wie sie es gerne wären. Liegt es an zu viel Regulierung? Bei einer Fachveranstaltung haben sich Experten zu dieser Frage ausgetauscht. Die einen sehen die zögerlichen Unternehmen selbst in der Verantwortung, die anderen den Gesetzgeber – der mit der Umsetzung des AI Act in nationales Recht einmal mehr im Fokus steht. weiter (€)

Bild: © CC0 Public Domain
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Schadensfall
Versteckspiel in der Mülltonne endet in Handschellen
Manche Verstecke sind eben zu offensichtlich: In Huber Heights im US-Bundesstaat Ohio hat sich ein per Haftbefehl gesuchter Mann in einer Mülltonne versteckt, um einer Verkehrskontrolle zu entgehen. Ein Beschäftigter der Müllabfuhr entdeckte den ungebetenen Gast, als er den Deckel öffnete – woraufhin der Verdächtige heraussprang und erneut fliehen wollte. Die Polizei taufte ihn später „Oscar der Grouch“, in Anlehnung an die Figur Oscar aus der Fernsehserie Sesamstraße, der in einer Mülltonne lebt. Nach kurzer Verfolgung klickten die Handschellen. Ironie des Falls: Für das ursprüngliche Verkehrsvergehen gab es nur eine Verwarnung. weiter auf focus.de

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