Vermittler bringen MLP weniger Umsatz

Finanzvertrieb baut jetzt wieder Geschäftsstellen aus

Von Anja Krüger, Frankfurt Der Finanzvertrieb MLP erhöht die Zahl seiner Geschäftstellen um zehn auf 277, um mehr Kunden zu gewinnen. Die Zahl der Neukunden wuchs 2006 nur um 5,5 Prozent statt um die geplanten zehn Prozent, teilte MLP gestern mit. 2006 ist der Umsatz pro Kunde von 731 Euro auf 714 Euro gesunken. Die Zahl der Vermittler stieg von 2545 auf 2649, ihr jeweiliger Ertrag fiel aber von 188 000 Euro auf 186 000 Euro.

Erst vor einigen Jahren hatte MLP viele Geschäftsstellen abgebaut. „Wenn wir weiter wachsen wollen, ist es jetzt wieder Zeit, die Zahl der Geschäftsstellen zu vergrößern“, erklärte MLP-Vertriebschef Wulf Böttger die Kehrtwende. Eine Potenzialanalyse der Geschäftsstellen soll Schwachstellen aufdecken.

Der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 588,1 Mio. Euro, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg um 18 Prozent auf 84,9 Mio. Euro. Für 2007 plant MLP hier einen Zuwachs um 30 Prozent auf 110 Mio. Euro. MLP will die Vermögensverwaltung und Altersvorsorge stark ausbauen. Bis zum Jahresende soll der Vermögensberater Feri, an dem MLP 2006 die Mehrheit erworben hatte, komplett übernommen werden. Der Kaufpreis wird erst 2011 fällig.

Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg setzt auf die ab 22. Mai geltenden EU-Vermittlerrichtlinie. Im Unterschied zu Vertretern der Konkurrenz lassen sich MLP-Verkäufer als Makler registrieren. „Wir sind nicht im Auftrag eines oder mehrerer Anbieter tätig, sondern per Gesetz im Auftrag des Kunden.“

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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