Unternehmen nutzen mit künstlicher Intelligenz (KI) eine Technologie, die sie nicht vollständig kontrollieren können, die aber tief die Wertschöpfung eindringt und auf sensible Daten zurückgreift. Eine souveräne KI-Strategie ist daher von elementarer Bedeutung, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer. Drei Anforderungen sind dabei besonders zentral.
Digitaler Dienstag
Neun Dinge, die Start-ups über Versicherer wissen müssen
Viele Start-ups, die in der Versicherungswirtschaft Fuß fassen wollen, leiden unter falschen Einschätzungen und unzureichenden Kenntnissen über die Branche – was am Ende viel Zeit und Geld kostet. Höchste Zeit also, mit ein paar Fehlvorstellungen aufzuräumen, schreibt Verena Brenner, Geschäftsführerin des Technologiedienstleisters Proth!nx.
KI-Revolution: Weniger Bühnenshow, mehr Verlässlichkeit
Während auf Linkedin und Konferenzen von „KI-Revolution“ gesprochen wird, erleben viele Mitarbeitende im Alltag ein neues Tool, aber denselben alten Prozess. Die wachsende Diskrepanz zwischen Hochglanz-Versprechen und zäher Realität wird zum Risiko für erfolgreiche Transformation, meint Thomas Rodewis, Chief Innovation Officer der Versicherungskammer.
Transformation durch KI beginnt nicht im System, sondern im Kopf
Die Herausforderungen bei der Implementierung von künstlicher Intelligenz (KI) sind selten technisch bedingt. Sie resultieren vielmehr aus Veränderungen bei Mitarbeitenden, Rollen und Verantwortlichkeiten, schreibt Andrea van Aubel, Aufsichtsrätin des Softwareherstellers MSG Nexinsure AG. Es braucht Lernräume, klare Orientierung sowie eine mitentwickelte Organisation und Führung.
Ein Kunde, ein Konto, ein Klick
Der chinesische Versicherer Ping An will das Jahr 2026 mithilfe von künstlicher Intelligenz zum Servicejahr für seine Kundinnen und Kunden machen, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer. Was können, sollten und dürfen europäische Versicherer davon lernen?
Hebel und Hürden digitaler Produktinnovation
In meinem vorangegangenen Beitrag habe ich erläutert, dass generative KI eher wenig Einfluss auf Prämienwachstum und Schadenquote hat, weil sie primär als Prozessinnovation wirkt. Für digitale Produktinnovation eignen sich andere Formen von KI, schreibt Verena Brenner, Geschäftsführerin des Technologiedienstleisters Proth!nx. Gerade in einem aufweichenden Markt können sie Wettbewerbsvorteile bringen.
Mehr als Kostenerstatter: Versicherung als Lebensbegleiter
Für viele klingt Versicherung nach Papierakten, Paragrafen und der Frage: „Zahlt ihr das?“ Dieses Bild greift zu kurz. Es reduziert uns auf den Kostenerstatter und blendet aus, was heute möglich ist und was Kunden längst erwarten, schreibt Thomas Rodewis, Chief Innovation Officer der Versicherungskammer.
Ohne Daten keine KI – Warum die Datengrundlage über den Erfolg entscheidet
Künstliche Intelligenz (KI) gilt als Schlüsseltechnologie unserer Zeit. Doch der Fokus liegt häufig auf Technik, Tools und Algorithmen. Dabei wird eine entscheidende Zutat im Erfolgsrezept übersehen: Die Verfügbarkeit und Qualität der zugrunde liegenden Daten, schreibt Andrea van Aubel, Aufsichtsrätin des Softwareherstellers MSG Nexinsure AG.
Werkzeugkompetenz statt KI-Reflex
Künstliche Intelligenz (KI) bleibt ein Schlüssel für die Zukunft. Sie ist aber nicht für jedes Problem bei der digitalen Transformation die richtige Lösung. Es kommt darauf an, nicht das mächtigste, sondern das richtige Werkzeug auszuwählen, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer.
GenAI: Der Hammer für jeden Nagel?
Die Versicherungsbranche sucht derzeit überall nach Anwendungsfällen für generative künstliche Intelligenz (GenAI). Sie ist aber kein Allheilmittel, sondern entfaltet erst in Kombination mit anderen Technologien volle Wirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung, schreibt Verena Brenner, Geschäftsführerin des Technologiedienstleisters Proth!nx.
Was Versicherer von Disney lernen können
Disney und Versicherung: Das klingt nach zwei Welten. Hier Feuerwerk, Mickey und Emotionen, dort Bedingungen, Prozesse und Schadenquoten. Und doch ist Disney ein Best-Practice-Beispiel für guten Service, gerade für das regulierte Versicherungs-Geschäft, schreibt Thomas Rodewis, Chief Innovation Officer der Versicherungskammer.
KI im Schadenprozess: Aufräumen mit Mythen – und echte Wirkung erzielen
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Schadenbearbeitung grundlegend – vorausgesetzt, sie ist richtig eingebettet. Statt bestehende Schadenkernsysteme zu ersetzen, entfaltet KI ihren größten Nutzen im Zusammenspiel mit stabilen Schadenprozessen. Versicherer erhalten die Möglichkeit, den Schaden vom Effizienzproblem zum strategischen Differenzierungsfaktor zu entwickeln, schreibt Andrea van Aubel, Aufsichtsrätin des Softwareherstellers MSG Nexinsure AG.
KI revolutioniert nichts, solange die Strukturen im Gestern stecken
Künstliche Intelligenz (KI) entfaltet ihr Potenzial erst in modernen Strukturen. Wer neue Technologie in alte Prozesse presst, skaliert vor allem bestehende Schwächen, aber keine fortschrittlichen Lösungen. Echte Transformation gelingt erst, wenn Organisation, Kultur und Verantwortung neu gedacht werden. Ebenso ist nicht die Menge an Daten entscheidend, sondern die Fähigkeit, daraus die richtigen Entscheidungen abzuleiten, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer.
Versicherungsinnovation – ein Oxymoron?
Veränderung ist häufig unbequem. Bei Versicherern gibt es im Umgang mit Veränderungen und damit auch mit Innovationen aber noch mehr Hindernisse: Ihre langfristige Logik ist auf die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit ausgerichtet. So entsteht ein scheinbares Oxymoron, also ein Gegensatz in sich. Gerade die Industrieversicherung muss sich deshalb über ihren Risikoappetit für interne Veränderungen klar werden, schreibt Verena Brenner, Geschäftsführerin des Technologiedienstleisters Proth!nx.
Zwischen Hype und Handwerk: Wie wir KI wirklich nutzen
Versicherer neigen zu zwei gefährlichen Reflexen: zur Trendblindheit, also wir hoffen, dass der Hype vorbei geht, und zur Trendpanik. Wir fangen x Innovationen gleichzeitig an und beenden sie in sechs Monaten wieder leise. Beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) werden die meisten nicht an zu wenig Experimenten scheitern, sondern an unscharfen Entscheidungen, wofür sie KI überhaupt einsetzen. Wer Wirkung will, braucht einen klaren Filter, keinen Aktionismus, schreibt Thomas Rodewis, Chief Innovation Officer der Versicherungskammer.



