Der Referentenentwurf für das Versicherungssanierungs-, -abwicklungs- und -aufsichtsänderungsgesetz beinhaltet etwas, gegen das sich die Branche lange gesträubt hat: einen Sicherungsfonds für die Schaden- und Unfallversicherung. Der Bund der Versicherten begrüßt das Vorhaben, sieht aber auch Regelungsbedarf. Der GDV fordert niedrigere Beiträge.
Versicherer
Aon: Naturkatastrophen kosten Versicherer weniger
Die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen sind im ersten Quartal 2026 deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. Das berichtet der Makler Aon. Schwerpunktregionen waren West- und Südeuropa sowie die USA. Rekordschäden könnten dennoch in der Statistik auftauchen.
Streit um Kriegsausschluss: Prozess zu Nord Stream-Sprengungen gestartet
Vor dem Londoner High Court hat der Prozess gegen die Versicherer der zerstörten Nord Stream-Gaspipelines begonnen. Der Betreiber der Pipeline fordert 580 Mio. Euro Schadenersatz, doch die Versicherer wollen nicht zahlen. Sie berufen sich auf einen Kriegsausschluss.
Was Trade Republic die Versicherer lehren kann
Die Neobank Trade Republic will künftig bei der Beantwortung von Kundenanfragen weniger auf Chatbots setzen und stattdessen mit externen Callcentern arbeiten. Was aussieht wie ein Rückzug eines allzu technikgläubigen Unternehmens, ist in Wirklichkeit ein Frontalangriff auf Sparkassen und Banken. Versicherer sollten genau hinschauen, schreibt Herbert Fromme.
Verti zahlt weniger für Schäden
Der Versicherer Verti hat im Geschäftsjahr 2025 seine finanzielle Situation deutlich verbessert. Die Gesellschaft profitierte besonders von einem Rückgang der Schadenzahlungen. Das geht aus dem aktuellen SFCR-Bericht hervor.
Fechner: „Mit einem Opt-out können wir die Sache auch lassen“
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner ist zuversichtlich, dass ein Gesetzentwurf für eine obligatorische Versicherung gegen Elementarschäden in diesem Jahr kommt und unter der aktuellen Regierung verabschiedet werden kann. Bezüglich einer Opt-out-Lösung, die laut Koalitionsvertag geprüft werden soll, fand er deutliche Worte.
Was Helvetia Baloise in Deutschland vorhat
Die Schweizer Versicherer Helvetia und Baloise sind Ende 2025 fusioniert. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor reden Konzernchef Fabian Rupprecht und Deutschlandchef Jürg Schiltknecht über die Zusammenführung der beiden Einheiten in Deutschland und die Pläne für den deutschen Markt.
BaFin nimmt Cyberversicherer in die Pflicht
Für die deutschen Cyberversicherer sind die Boom-Zeiten erst einmal vorbei. Das Wachstum hat sich abgeschwächt, in einem Bereich gehen die Prämieneinnahmen sogar zurück. Das zeigt eine Analyse der BaFin. Sie sieht Handlungsbedarf bei den Anbietern.
Tech Trend Radar 2026: Versicherer stehen vor der Transformation
Munich Re und Ergo sehen Versicherer in einer neuen Phase: Statt neuer Technologien rückt ihre Anwendung in den Fokus. In ihrem Tech Trend Radar zeigen die beiden Unternehmen von künstlicher Intelligenz bis Cyberrisken rund 25 Entwicklungen, die bereits heute Geschäftsprozesse verändern.
Großschäden belasten Bilanz der ALH-Gruppe
Mehrere Großbrände in Industrieanlagen haben dafür gesorgt, dass die ALH-Tochter Alte Leipziger Versicherung 2025 im zweiten Jahr in Folge einen versicherungstechnischen Verlust in Millionenhöhe eingefahren hat. Von der Reform der Altersvorsorge verspricht sich der Konzern einen Boost für private Anbieter.
Fusion: Helvetia Baloise sieht sich im Plan
Ende 2025 haben die Schweizer Versicherer Helvetia und Baloise ihre Fusion rechtlich besiegelt, bei der Integration sieht Chef Fabian Rupprecht den Konzern auf Kurs. Erste Veränderungen werden auch im deutschen Markt bald spürbar sein. Für die kommenden drei Jahre hat sich die Gesellschaft ehrgeizige Ziele gesetzt.
DIW: Riester-Reform bevorteilt Besserverdienende
Die Riester-Reform wird an grundlegenden Schwächen der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge in Deutschland nichts ändern, kritisiert das Wirtschaftsinstitut DIW Berlin. Es sei ein Fehler gewesen, das Gesetz durch den Bundestag zu bringen, bevor die Alterssicherungskommission ihre Empfehlungen vorgelegt hat.
Elementarversicherung: „Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft“
Deutschland sollte in der Debatte um den Umgang mit Elementarrisiken seinen Gestaltungsspielraum stärker nutzen und im Rahmen des Versicherungsrechts auch Optionen prüfen, die bisher nicht diskutiert wurden, findet Oliver Brand, Professor an der Universität Mannheim und Spezialist für Privatversicherungsrecht. Dazu könnte auch eine abgestufte Opt-out-Lösung gehören.














