Vertreter werfen Ergo Diskriminierung vor

Der Versicherungskonzern Ergo soll Ausländern jahrelang Kfz-Policen vorenthalten haben. Potenzielle Kunden aus Ländern wie Italien, Polen, Russland oder der Türkei hätten mindestens bis Anfang 2010 intern als unerwünschtes Risiko gegolten, erklärten ehemalige Vertreter der Ergo-Tochter DAS gegenüber dem „Spiegel“. Das Magazin verweist auch auf ein internes Prüfkonzept aus dem Jahr 2006, in dem von einer „Kasko für Italiener“ die Rede ist. Die Ergo räumt zwar ein, dass es das Papier gegeben hat. Es habe aber niemals das Entwurfsstadium verlassen und sei nicht in Serie gegangen. „Von 1993 bis 1995 haben wir Nationalität als Risikomerkmal in der Kaskoversicherung berücksichtigt, aber das hat der gesamte Markt gemacht“, erklärte ein Ergo-Sprecher gegenüber der FTD. Nachdem das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen 1995 dieses Vorgehen untersagt habe, sei die Praxis gestoppt worden.Friederike Krieger

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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