Versicherer fassen Mut auf offenem Meer

Mehr Angebote für Offshore-Windparks

Friederike Krieger , Köln

Die Versicherer haben eine entscheidende Barriere für die Energiewende beseitigt. Sie sind freigebiger mit dringend benötigten Schadensdeckungen für Windparks auf dem offenen Meer. „Früher war der Bereich Offshore-Versicherungen bei deutschen Versicherern ein reiner Verkäufermarkt, in dem die Kunden um Deckungen nachsuchen mussten. Da wurden leider auch sehr eingeschränkte Deckungen verkauft“, sagte Patrick Wendisch, geschäftsführender Gesellschafter des Bremer Versicherungsmaklers Nordwest Assekuranz, der zur Lampe & Schwartze gehört.

Halbwegs ausreichende Policen bekamen deutsche Windparkbetreiber nur international. Die Versicherer hatten Angst vor den unbekannten Gefahren. Investoren konnten ohne Versicherungsschutz aber keine Projekte starten. „Jetzt sind auch hier Führungen und hohe Deckungslimite zu sogar besseren Bedingungen zu bekommen“, sagte Wendisch.

Nordwest Assekuranz habe im ersten Halbjahr 2011 zwei Projektdeckungen für Windparks mit deutscher Beteiligung platziert. An der Deckung des Parks „Meerwind“ in der Nordsee, die vom dänischen Versicherer Codan angeführt wird, haben Axa, HDI-Gerling und Allianz Global Corporate & Specialty große Anteile. Bei der vor Borkum gelegenen Anlage „Riffgat“ hat mit HDI-Gerling ein deutscher Versicherer sogar die Führung des Konsortiums übernommen.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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