Ersten Schätzungen zufolge hat Hurrikan „Delta“ vergleichsweise geringe Schäden für die Versicherungsbranche verursacht. Die Risikoanalysefirma Karen Clark & Company rechnet mit rund 1,25 Mrd. Dollar (1,1 Mrd. Euro). Allerdings dürfte sich die Schadenbearbeitung als besonders schwierig herausstellen, da „Delta“ so kurz nach den Hurrikans „Sally“ und „Laura“ auf dieselbe Region getroffen ist. Das könnte nicht nur die Schäden für Erstversicherer erhöhen, sondern auch Rückversicherer belasten.
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Fitch: Rückversicherungspreise steigen 2021 weiter
Die Rückversicherer haben 2020 Preiserhöhungen verzeichnet wie seit Jahren nicht. Selbst bei schadenfreien Deckungen lagen die Steigerungen nicht selten im zweistelligen Bereich, berichtet die Ratingagentur Fitch. Bei schadenbehafteten Kontrakten waren es in einigen Sparten sogar bis zu 35 Prozent. Die Rückversicherer dürften das günstigste Marktumfeld seit Jahren jetzt voll auskosten – und mit Forderungen in dieser Größenordnung auch in die anstehenden Erneuerungen zum 1. Januar 2021 gehen.
Hurrikan „Laura“: Energie-Sektor ist die Wildcard
Während Bewohner der US-Bundestaaten Louisiana und Texas nach Hurrikan „Laura“ gerade erst zu ihren Häusern zurückkehren, versuchen sich Branchenexperten bereits an Schadenschätzungen für die Assekuranz. Während die ersten Prognosen bei maximal 15 Mrd. Dollar (12,7 Mrd. Euro) lagen, erreichen die Schätzungen mittlerweile 25 Mrd. Euro und mehr. Dabei spielen Schäden an Energieanlagen und Raffinerien eine entscheidende Rolle. Sie könnten das Schadenvolumen noch weiter nach oben treiben. Fast sicher ist, dass Rückversicherer stark betroffen sein werden.


