Axa Deutschland fehlt es wieder an Wachstum

Die deutsche Axa-Gruppe ist 2007 schwächer gewachsen als der Markt und verbuchte im ersten Quartal dieses Jahres einen Umsatzrückgang um rund zwei Prozent. Konzernchef Frank Keuper ist für 2008 dennoch zuversichtlich. Jetzt würden die Synergien aus der Übernahme der DBV-Winterthur voll zum Tragen kommen, sagte er am Donnerstag. „Wir haben die Potenziale, uns dem schärfer werdenden Wettbewerb erfolgreich stellen zu können.“ Axa-Konzernchef Henri de Castries legt viel Wert auf den Faktor Wachstum. In diesem Punkt blieb die deutsche Tochter aber lange Zeit hinter den Anforderungen zurück. Dies hatte zum Ausscheiden des früheren Vorstandschef Claus-Michael Dill im Sommer 2005 geführt. Dass die deutsche Gruppe 2007 nur um 0,3 Prozent auf 9,8 Mrd. Euro an Prämieneinnahmen zulegte, während der Markt um 0,8 Prozent wuchs, erklärte Keuper vor allem mit der Integration von Axa und DBV Winterthur. „Das war und ist eine Extrembelastung.“ Trotzdem habe das Unternehmen Kurs gehalten, sagte er.

In der Lebensversicherung fielen die Prämieneinnahmen um 3,2 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro. Hier sei ein wesentlicher Grund, dass sehr viele Verträge ausgelaufen seien. Genau hier sieht Axa einen Hebel, um wieder mehr Wachstum zu generieren. 2007 seien 4,2 Mrd. Euro an Leistungen an Kunden geflossen, sagte Vorstand Heinz-Peter Roß. „Es muss uns gelingen, eine Lösung zu finden, dieses Geld im Unternehmen zu halten.“ Gerade für Kunden über 50 Jahre will der Versicherer attraktiver werden und ihnen Produkte rund ums Alter anbieten. In der Schaden-/Unfallversicherung schnitt die Axa mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro deutlich besser ab als der Markt, der einen leichten Rückgang verzeichnete. Das Konzernergebnis der Gruppe verbesserte sich klar von 423 Mio. Euro auf 578 Mio. Euro.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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