AWD trübt die Bilanz von Swiss Life

Schweizer Versicherer bleibt aber optimistisch

Von Ilse Schlingensiepen, Köln

O bwohl ihm die deutsche Tochter AWD im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch beschert hat, hält der Schweizer Versicherer Swiss Life an seinen mittelfristigen Ertragszielen fest. Bis 2012 strebt Swiss Life eine Eigenkapitalverzinsung von zehn bis zwölf Prozent an. 2009 waren es vier Prozent. „Wir haben eine gute Ausgangslage geschaffen, um in den kommenden Jahren profitabel zu wachsen“, sagte Konzernchef Bruno Pfister.

Swiss Life hatte den Finanzvertrieb AWD 2008 für 1,2 Mrd. Euro gekauft. 2009 steckte Swiss Life 53,7 Mio. Euro in den Umbau der Gruppe. AWD belastete die Swiss- Life-Bilanz mit einem Verlust von 92 Mio. Schweizer Franken (64,3 Mio. Euro).

Der Reingewinn von Swiss Life sank 2009 von 345 Mio. Franken auf 277 Mio. Franken. Das Unternehmen plant eine Dividende von 2,40 Franken nach 5 Franken.

Die Prämieneinnahmen der Gruppe nahmen um neun Prozent auf 20,2 Mrd. Franken zu. Überdurchschnittlich legte Swiss Life in Deutschland und im internationalen Geschäft mit vermögenden Privatkunden zu. Das über AWD generierte Neugeschäft in Deutschland verdoppelte sich auf 380 Mio. Euro.

Pfister sagte, Swiss Life habe noch einen weiten Weg vor sich, um bis 2012 die Ziele des Restrukturierungsprogramms „Milestone“ zu erreichen. Dabei will der Konzern unter anderem die Kosten um bis zu 400 Mio. Franken senken.

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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