MPC Capital einigt sich mit Banken

Das Hamburger Emissionshaus MPC Capital hat mit seinen Gläubigerbanken eine Einigung über die Finanzierung von schon bestellten Schiffsneubauten erzielt. Hauptgläubigerbanken von MPC sind Commerzbank und HSH Nordbank, an den Gesprächen waren insgesamt 17 Banken beteiligt. MPC wollte das für die Schiffe benötigte Eigenkapital bei Privatanlegern einsammeln, dieser Markt ist aber in der Krise ausgetrocknet. „Wir haben es geschafft, jedes einzelne Projekt durchzufinanzieren“, sagte Vorstandschef Axel Schroeder der FTD. Das Volumen der Vereinbarung wollte er nicht nennen. Anfang 2009 lag das Orderbuch von MPC bei rund 40 Schiffen. Mittlerweile ist die Zahl niedriger, Schroeder nannte aber keine Details. Weitere Abbestellungen bei Werften seien aber nicht geplant. „Wir stehen zu unseren Projekten“, sagte Schroeder. Neben den Banken, die Finanzierungszusagen verlängerten, haben sich auch die Werften daran beteiligt, die Finanzierung der Aufträge zu stemmen.

„Verkäuferkredite der Werften spielten eine große Rolle“, sagte Schroeder. Im Gegenzug für die Zugeständnisse der Banken tragen die Großaktionäre eine Kapitalerhöhung um 20 Mio. Euro. Es handelt sich um Finanzinvestor Corsair und die MPC Holding, hinter der die Familie Schroeder steht. Das Eigenkapital des Unternehmens war von Ende 2008 bis Ende 2009 von 46 Mio. Euro auf 16 Mio. Euro geschrumpft. MPC machte 2009 einen Verlust von 78,2 Mio. Euro, nach einem Minus von 100 Mio. Euro.Patrick Hagen

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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