Pleiteschutz wird für Betriebsrenten billiger

Für Unternehmen sinken die Kosten für die Insolvenzsicherung zugesagter Betriebsrenten. Aufgrund der wirtschaftlichen Erholung senkt der Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) den Beitragssatz von 14,2 auf 1,9 Promille des zu schützenden Betriebsrentenvolumens. Die 79 000 Mitglieder müssen 2010 aber weitere 1,5 Promille für die Arcandor-Insolvenz und andere Großschäden aus dem Vorjahr zahlen. Im PSV sind Firmen Zwangsmitglied, die ihren Beschäftigten eine Betriebsrente zusagen. Gehen sie pleite, übernimmt der Verein ihre Verpflichtungen. Das finanziert er über den Mitgliedsbeitrag, dessen Höhe im November für das laufende Jahr festgelegt wird. Insgesamt müssen die Mitglieder in diesem Jahr 547 Mio. Euro aufbringen, nach rund 4 Mrd. Euro im Vorjahr.

„Damit hat sich die bereits zur Jahresmitte festgestellte Entspannung bei der Insolvenzentwicklung gegenüber dem Vorjahr verstärkt fortgesetzt, insbesondere auch deshalb, weil kein außerordentlicher Großschaden zu verzeichnen ist“, teilte der PSV mit. Der Beitrag für 2009 liegt für Großkonzerne in dreistelliger Millionenhöhe und belastet auch Mittelständler stark. Viele Firmen haben Widerspruch gegen den Beitrag für vergangenes Jahr eingelegt.Anja Krüger

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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