Hannover Rück wird Tattoo-Versicherer los

Der zum Talanx-Konzern gehörende Versicherer Hannover Rück ist seine US-Tochter Clarendon losgeworden. Clarendon ist bereits seit 2005 in der Abwicklung, profitable Teile waren schon damals verkauft worden. Jetzt übernimmt Abwicklungsspezialist Enstar aus Bermuda für 200 Mio. Dollar den Rest. Den Buchverlust durch den Verkauf bezifferte ein Hannover-Rück-Sprecher auf bis zu 80 Mio. Dollar. Trotzdem werde die Gesellschaft 2010 nach Steuern mehr als 700 Mio. Euro verdienen. Die Hannoveraner hatten Clarendon 1999 für 500 Mio. Dollar gekauft und mussten mehrfach das Kapital erhöhen. Der Versicherer war auf das Programmgeschäft spezialisiert: Er bot Spezialpolicen für Tattoo-Shops, Zoogeschäfte oder Diskotheken an und versuchte, das Risiko bei Rückversicherern zu platzieren. Nach Anfangserfolgen wurde das Geschäft defizitär.Herbert Fromme

Quelle: Financial Times Deutschland


Kategorien: Archiv 2006-2012

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